Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Page - 272 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 272 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Image of the Page - 272 -

Image of the Page - 272 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

Text of the Page - 272 -

6 Die SammlungDommusikarchiv Schreiber 85: 2.H. 18.Jh., Schreiber zweierMate- rialienmitKompositionen vonAnton Jetzt (A 1299 u.A 1370) auf Salzburger Papier. Schreiber 86: hat anMaterialien zu ca. 60Wer- kenmitgewirkt und ist damit einer der häufiger im Bestand nachzuweisenden Schreiber.MitAbschriften, die spätestens 1752240 (z.B.A 273,A 384), und sol- chen, die frühestens 1782 entstanden (z.B. A 441, A 616), lässt sich zudem eineWirkungszeit vonmin- destens 30 Jahren nachweisen. Begann vermutlich um dieMitte des 18. Jahrhunderts zu arbeiten, ist noch amStimmenmaterial zu zweiWerkenBiechte- lers und 17Werken Eberlins beteiligt, kopiert aber auchWerke vonFischietti, Lolli undGatti. Auch bei den Kopien für die großen Festlichkeiten der Cen- tennarfeier 1782 ist er nachzuweisen: So kopiert er u.a.MichaelHaydnsJubiläumsmesseundeineVesper Gattis (A616), diedieser fürdasJubiläumschrieb.241 Schriftprobe→ S. 301. Schreiber 87: →Rott (S. 268). Schreiber 89: 4.V. 18./fr. 19. Jh., 4Nachweise. Schreiber 90: 2.H. 18.Jh., nurA 1. Schreiber 94: →Rott (S. 268). Schreiber 97: 2.H. 18.Jh., 3Nachweise. Schreiber 98: wohl 2.H. 18.Jh., 5Nachweise. Schreiber 99: 2.V./M. 18.Jh.,wohlUmfeldEber- lins, nurA 388. Schreiber 100, 100a, 101, 101a: → Rott (S. 268). Schreiber 102: um 1700, gehört zu den ältesten in der Sammlung vertretenen Schreibern. Von ihm stammen fünf Stimmensätze sowie vermutlichdas ein- zeln überlieferte Stimmbuch [Coro S]A 1107mit 101 240Hochradner:Matthias SiegmundBiechteler, Teil II, S. 244, datiert zwischen 1750 und 1775. 241Vgl. Schriftprobe inBlanken,Christine:DieBach-Quellen inWien undAlt-Österreich, 2 Bände,Hildesheim, Zürich u.NewYork:Olms 2011, S. 1066. Werken (überwiegend Introiten) Johann Stadlmayrs. Schreiber 102 dürfte zwischen 1680 und etwa 1720 zu datieren sein. Schreiber 103: ca. 1.V. 18.Jh., arbeitete zumin- dest zeitweilig unter derAnleitungF. J. S. Sambers. Lediglich drei seinerAbschriften sind einemKompo- nisten sicher zuweisbar und überliefernWerkeBiech- telers, eines davon (A 92) ist auf 1713 datiert. Schreiber 104: →KarlHeinrichBiber (S. 259). Schreiber 105, 106, 107: 1.H. 18.Jh., alle an A119 beteiligt (1724 oder später), je 1–3Nachweise. Schreiber 108: 1.H. 18. Jh., nurA 120. Schreiber 109: 1.H. 18.Jh., an A 119 beteiligt (1724 oder später), weitererNachweisA 165. Schreiber110: 1.H.18.Jh. (um1700?),nurA173. Schreiber 111: Die Beschreibung seiner Noten- schrift steht in engster Beziehung zur Identifizie- rung242Heinrich Ignaz Franz Bibers als Autor der 242Ergänzend zu den bereits oben ausgeführtenBemerkungen zudieserheute imSalzburgMuseumohneOriginaltitel,Au- tor undDatierung überlieferten und aufbewahrtenPartitur soll hier die Autorschaft Heinrich Ignaz FranzBibers für die beidenKompositionen erneut bestätigt undmit neuen Fakten ergänztwerden.DieDatierung und Identifizierung des Autors gelang Ernst Hintermaier in erster Linie mit Hilfe der imZuge derwissenschaftlichenAufarbeitung des Musikalienbestandes des SalzburgerDoms gewonnenenFor- schungsergebnisse.Die dafür erforderlichen Schreiber- und Wasserzeichenuntersuchungen ergaben desRätsels Lösung: DiePartiturwurdevoneinemHofkopisten inReinschrift ge- bracht,der inSalzburgerStimmenabschriftenzwischen1660 und 1720 nachgewiesenwerden kann. Sehr viele davon be- treffenKirchenkompositionenHeinrich IgnazFranzBibers. Im „Salzburger Schreiberkatalog“ ist er unter derNummer 111 verzeichnet, da bis dato nicht Sicherheit herrscht, ob es sich nicht vielleicht doch umBibersHandschrift handeln könnte.DasPapier der großformatigenPartitur sowie vieler Stimmenhandschriftenweist dieWasserzeichenmarken ‚Wil- derMann‘ und ‚FW‘ auf, das vonFranzWörz in der in der Nähe von Salzburg gelegenenPapiermühle Lengfelden von 1675 bis 1696 produziertwurde.Damit kanndieProveni- enz der erhalten gebliebenenPartitur auf Salzburg und die Datierung auf einen sehr begrenzten Zeitraumbeschränkt werden. Als Zweckbestimmung kann auch nur das 1100- jährige Jubiläum der Gründung des Erzstiftes Salzburg durch den hl. Rupert in Frage kommen, das Fürsterzbi- schofMaxGandolph imOktober 1682 begehen ließ und an dessen Festivitäten viele ihm zur Verfügung stehende Künstler teilhaben konnten.Die Frage derAutorschaft war allerdings ungleich schwieriger, damusikanalytischeBefun- de für die Zuschreibung an einen bestimmten Autor nur 272
back to the  book Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult"
Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Title
Musik am Dom zu Salzburg
Subtitle
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Authors
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Publisher
Hollitzer Verlag
Location
Wien
Date
2018
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Size
21.0 x 30.2 cm
Pages
432
Category
Kunst und Kultur
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Musik am Dom zu Salzburg