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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Personenverzeichnis trat 1736 ins Priesterseminar ein und erhielt 1739 die Priesterweihe.Danachwirkte er als Seelsorger in verschiedenenOrtendesErzbistums.Er verfasste den Text zu dem1735 aufgeführten SchuldramaConstan- tiaClodoaldi coronata, das in einer eigenhändigenAb- schriftBischoffskys gemeinsammitdenmusikalischen Teilen vonKarlHeinrichBiber aus demNachlass des Textdichters erhalten geblieben ist (A 1266).19 Bischofreiter,Martin →S. 259 Borghi, Giovanni Battista (25.8.1738– 25.2.1796), Kapellmeister des Doms vonMacerata von 1759 bis 1778, danach an der SantaCasa vonLo- reto, war unter seinen Zeitgenossen insbesondere der höherenGesellschaft sehr geschätzt. Er komponierte neben geistlichen Werken auch zahlreiche Opern, die mit großem Erfolg in ganz Italien aufgeführt wurden.20 Eine angeblich von Borghi komponierte Litanei ist in der Sammlung als unvollständige Partiturab- schrift vonLuigiGatti, in einerStimmenabschrift von J. J. Fuetsch und einesweiteren unbekannten Schrei- bers des 19. Jahrhunderts überliefert. Letztere trägt mehrfach die Zuweisung an Borghi und wurde von I. Kholler mit einemTitel versehen, der „Sig[nore] Giovanne Battst / Borghi /Maestro di Capella di Loretto“ alsAutor ausweist. Brioschi,Antonio (tätig um1725–1750),war ver- mutlich im Umfeld G. B. Sammartinis in Mailand tätig,mit demgemeinsam er als bedeutenderVertre- terder frühenklassischenSinfonieanzusehen ist.21 Im Dommusikarchiv sindmehrere ihmzugewieseneSinfo- nien zumTeil in italienischen, zumTeil in Salzburger Abschriften erhalten. Vermutlich dienten sie in der Domliturgie alsKirchensonaten, was durch nachträg- lich von JosephRichardEstlinger hinzugefügteTitel nahegelegtwird, auf denen dieWerke ausschließlich – und zwar auch dann,wenn in originalenTiteln als „Sinfonia“ ausgewiesen–als „Sonata“bezeichnet sind. InsRepertoire kamen sie vermutlich durchG. Lolli, 19Hintermaier: „NeueQuellen zumSalzburgerBenediktiner- drama“. 20MGG2, Personenteil, Bd. 3, Sp. 405. 21MGG2, Personenteil, Bd. 3, Sp. 907–910. dermehrfachEintragungen in denMaterialien hinter- ließ. Brixi, Franz Xaver (1732–1771), Organist und Komponist inPrag, ab 1759 bis zu seinemTodKa- pellmeister amVeitsdomauf demHradschin. In der Sammlung befindet sich eineMesse Brixis in einer Abschrift verschiedener Schreiber, darunter L.Gat- ti (A 1209). Ein fragmentarisch erhaltenes „Alma“22 dürfte nach dem Incipit zu schließen eine Bearbei- tung eines „Benedictus“ einerweiterenMesseBrixis sein. Weiters trägt der Umschlag eines anonymen Offertoriums (A 1375) einen älteren Titel zu einer „Aria pro omni Solemnitate“mit der Zuweisung an Brixi und demBesitzvermerk des Loretoklosters.Ob auch eine nur in einer Orgelstimme überlieferte Li- tanei (A 1578) Brixi zuzuschreiben ist, wie es die (allerdings unsichere) Zuweisung in einer Salzburger Parallelüberlieferung23 nahelegt,muss vorerst offen bleiben. Brunnmayr,Andreas (1762–1815), ein „ausLau- fen [an der Salzach] gebürtigerWuerths Sohn“24, war zunächst Sängerknabe, danachLehrer undOrganist amStiftMichaelbeuren und studierte später bei Jo- hann Georg Albrechtsberger (1736–1809) inWien, wo er „mit einemwahrhaft eisernenFleiße [...] die Härte seines Kopfes“ überwand.25 In Salzburg gab erKlavierunterricht undwar zunächst Organist an der Stiftskirche St. Peter, bevor er nach mehreren BewerbungenAnfangdes Jahres 1805denStadtpfarr- organistendienst übernehmen konnte. AlsKomponist ist er imDommusikarchivmit drei Deutschen Lita- neien undmehreren geistlichenLiedern vertreten. Bühler, Franz (1760–1823),Organist,Kapellmeis- ter undKomponist. Nachdem er seinen erstenUnter- richt vomVater sowie indenKlösternMaihingenund Neresheim (eventuell auchKonstanz) erhalten hatte, begannBühler1777einStudiumamJesuiten-Lyceum inAugsburg,woermit JohannMichaelDemmlerund Johann Chrysostomus Drexel zusammentraf. 1778 22Überliefert ist lediglich eine einzelneViolinstimme (A1600) von derHand eines nicht näher identifizierten Schreibers, die dasTextincipit „Alma“ enthält. 23A-Sfr, 173. 24AES,AktenDompfarre 5/25/15. 25Pillwein:Biographische Schilderungen, S. 17. 344
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Title
Musik am Dom zu Salzburg
Subtitle
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Authors
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Publisher
Hollitzer Verlag
Location
Wien
Date
2018
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Size
21.0 x 30.2 cm
Pages
432
Category
Kunst und Kultur
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