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Niederlande, München, Hamburg). Anschließend ging sie nach Berlin, wo sie am Theater
des Westens, am Operettentheater und am Metropoltheater auftrat. Wenige Jahre nach ih-
rem Filmdebüt 1911 gab sie ihre Sängerinnenkarriere zugunsten der Schauspielerei auf. War
in der Hochblüte des deutschen Stummfilms meist in „verruchten“ Rollen zu sehen. 1929/30
am Theater in der Behrenstraße Berlin engagiert. Bis 1930 spielte sie in ca. 80 Filmen mit.
Musste als Jüdin 1933 ihre Filmkarriere beenden und wurde aus der Reichsfachschaft Film
ausgeschlossen. Nach 1933 als Schauspielerin am Jüdischen Kulturbund Rhein-Ruhr. Wur-
de 1943 in das KZ Buchenwald deportiert.
Qu.: Judaica-Archiv/ÖNB.
L.: Liebe 1992, Trapp/Mittenzwei 1999, http://www.kinotv.com/
Förg-Thun Gertrud, Ps. J. M. C., geb. Thun-Hohenstein, Gertrud; Mundartdichterin
Geb. Schwaz, Tirol, 5. 4. 1937
Laufbahn: Hält Lesungen, arbeitete für den Rundfunk und veröffentlicht in Anthologien
und Zeitschriften.
Ausz., Mitglsch.: 1980 Meinrad-Lienert-Medaille Basel, 1982 Plesse-Anker-Boven-
den, 1985 PC-Nadel Emsland 1985, Mitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik
Tübingen, der IG Autoren, der IG Autoren Tirol, des Josef-Reichl-Bundes Güssing, der
Mundartfreunde Österreichs, der Österreichischen Dramatikervereinigung, des Stelzham-
merbundes der Freunde oberösterreichischer Mundartdichtung, des Talentförderungsclubs
Linz und des Tiroler Mundartkreises.
Biograph. Mitteilungen, Hinweise: Korrespondenz mit Susanne Blumesberger am 7. 5. 2001.
W.: „Begrenzt. Gedichte“ (1977), „Lohnt si des Gspiel no? Gedichte im dialektischen Rea-
lismus“ (1979), „Photonen im Staub eurer Straßen. Gedichte im dialektischen Realismus“
(1979), „Und dann – kriechen die Fische wieder an Land. Texte, Epigramme, Reflexionen“
(1984), „Wanderer im Advent. Gedichte und Prosa“ (1992)
L.: Ruiss 1995, Ruiss 1997, Ruiss 2001
Formentini Anna Maria v., geb. Rohrbach; Hoffräulein, Fräuleinhofmeisterin und
Obersthofmeisterin
Geb. ?
Gest. 1629
Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: vermutlich Abraham v. Rohrbach (1564 –1613) und
Regina Schmidauerin; die Zuordnung ist aber nicht sicher. Geschwister: keine Angaben.
Kinder: Ludwig Felix (1604 –1650), kaiserlicher Kämmerer, heiratet 1632 Gräfin Anna
Margarita v. Schwamberg († 1660), wahrscheinlich Hoffräulein der Kaiserin Eleonora
Gonzaga d. Ä.; Aurora (1609 –1653), Hoffräulein der Erzherzoginnen, heiratet 1632 Adam
I. Batthyány (1610–1659); Elisabeth, Hoffräulein der Kaiserin, tritt 1634 ins Kloster der
Karmeliterinnen in Wien ein, welches die Kaiserin gegründet hatte.
Laufbahn: Der erste sichere Nachweis zu A. M. ist, dass sie im Jahr 1600 als Hoffräulein
in den Hofstaat der Erzherzogin-Witwe Maria von Innerösterreich (1551–1608) in Graz
eintrat. Dort heiratete sie dann im September 1602 Carl v. Formentini († vor 1623), einen
erzherzoglichen Kämmerer und Rat, der schon einige Jahre in militärischen Diensten
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika