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stand versetzt wurde. Allerdings halfihm dabei auch die große Gunst,
deren sich seine sympathische Persönlichkeit mit Recht stets zu
erfreuen hatte. Später wurde ihm die vollständige Rehabilitierung
durch den jungen Kaiser, in dessen Gunst er immer gestanden war,
zuteil.
Tagebuch: „Boroevic nunmehr Kommandant der 3. Armee. Ver-
misse ihn schwer. Sein Nachfolger Feldmarschalleutnant Arz. Kenne
ihn als Führer noch wenig. Desgleichen Kfitek, der das XVII. Korps
übernommen hat. 15. und 26. Infanterietruppendivision sind ohne
Führer. Auch sonst eine Menge Stellen bei Brigaden und Regimen-
tern unbesetzt. Dazu die Ungunst des Terrains, das den Russen alle
Vorteile für ihre Defensivtaktik und ihre starke Artillerie einräumt.
Sehr viel Glückhaben v^dr nicht. Belohnungsanträge. Bin sehr large."
(Allerdings war ich ein Knauser gegen die Verhältnisse, die später
insbesondere unter dem jungen Kaiser Platz griffen.) ,,Beantrage
Boroevid, Schemua und Erzherzog Josef Ferdinand für Eis.-Krön.
Orden i. Klasse. Fordere überdies Boroevid und Josef Ferdinand
auf, um Maria-Theresien-Orden einzukommen. Desgleichen meine
nächsten Mitarbeiter Kraüß und Soos.
Am Abend passiert Boroevid Narol. Erzählt über sein Korps. In
erster Linie aber über sich. Beziffert Verluste seines Korps auf
15 000 Mann. Ich kann's nicht glauben. Er ist zweifelsohne eine
stählerne Führernatur. Wenn aber die 3. Armee wirklich so herunter-
gebracht ist, wie Berichte sagen, dann wird auch er sie in den
zwei bis drei Tagen bis zu Beginn der Schlacht nicht zusammen-
raffen.
. . ,**
An diesem Tage wurden alle angestrebten Marschziele erreicht.
Ein direkter Kontakt mit dem Gegner erfolgte aber nur seitens der
weit vorgeschobenen Abteilungen.
Für den 5. September sagte die um 7 Uhr abends eingelangte
Disposition, daß der Vormarsch— in »Staffeln vom rechten Flügel
vorwärts— fortzusetzen sei, und daß die Armee am 6. September
mit zusammengehaltener Kraft in den Kampf der 3. Armee ein-
greifen müsse. Vom Armeeoberkommando erfolgte die Mitteilung,
daß vom 7. September an sechs Infanterie- und eine Kavallerie-
truppendivision am linken Flügel der 3. Armee vollkommen schlag-
fertig bereitstehen würden, der Rest der Armee westlich der Were-
szyca. Demnach war ich, genau genommen, einen ganzen Tag vor-
aus, was nicht notwendig, nicht einmal gut genannt werden konnte.
Dies ergab sich aus der vom Armeeoberkommando für den 3. Sep-
tember fixierten Ausgangssituation (Armeeteten in der Linie Belzec
Uhnow), sowie als Folge all der vielen, zur Eile anspornenden Wei-
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Eine Lebensschilderung
- Title
- Aus Österreichs Höhe und Niedergang
- Subtitle
- Eine Lebensschilderung
- Author
- Auffenberg von Komarów
- Publisher
- Drei Masken Verlag München
- Location
- München
- Date
- 1921
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.4 x 21.6 cm
- Pages
- 536
- Categories
- Geschichte Nach 1918