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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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Page - 367 - in Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung

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San, ohnedaß nur eine einzigeUnterabteilungzurWaffenstreckung gezwungen worden wäre. Das Bewtißtsein dieser Tat ließ mich er- hobene Hauptes das Gekläfft) überhören, das neiderfüllte Männer anhoben und eine urteilslose Menge mit sich zog. Ohne mich zu überheben, kann ich sagen, daß der Rückzug der 4. Armee eine I^ei- stung war, die die Kriegsgeschichte rühmend verzeichnen darf! Es war 10 Uhr vormittags, als wir nach Lancut fuhren, wohin das ArmeekommandoandiesemTagedringendgelangenmußte.EinTeüdes HauptquartiersunddasArmee-Etappenkommandofolgtenspäternach. Tagebuch: ,,14. September. Häßliches Herbstwetter. Straßen für Autos schwer passierbar. Habe Sorge, ob sich der Sanübergang auf allen lyinien anstandslos abwickeln wird. Dagegen bin ich überzeugt, daß der Eindruck, eine gegnerische Kolonne sei ins Marschechiquier gestoßen, nur Phantasie gewesen ist." (War auch so, vom Feinde stieß nicht ein Mann durch, es dürfte sich wahrscheinlich um eine eigene Trainkolonne gehandelt haben.) , ,,In Jaroslau angekommen, wÜl ich den Brückenkopfkomman- danten, Feldmarschalleutnant von Benigni, sprechen. Doch befindet er sich an den äußeren Werken. Die Stadt hat eigentlich normales Aussehen. Man hat gar nicht das Empfinden, daß stärkere Abtei- lungen des Gegners in nächster Nähe sind. 3 Uhr nachmittags An- kunft in Lancut. Finden langes Telegramm vom Armeeoberkom- mando vor. Chiffriert! Doch unser Chiffernschlüssel liegt noch im Hauptquartier in Radymno. Eiligste Absendung wird telephonisch anbefohlen und er trifft, wie durch ein Wimder, raschestens ein. Der langatmige Befehl enthält übrigens wenig Neues und ist auch schon durch die gestern von Krakoviec ausgegebenen Dispositionen größtenteüs befolgt." (Die Weisungen des Armeeoberkommandos hätten aber auch anders klingen können, es war daher sehr zweck- entsprechend, daß ich rasch nach Lancut gelangt war.) ,,Merkwürdig sind die Verfügungen des Armeeoberkommandos be- züglich der Besatzung von Sieniawa. Bis 15. soU dieselbe durch eine Brigade der i. Armee, dann wieder durch eine der 4. Armee gebildet werden." (Am 15. September kam noch eine Kavallerietruppen- division dazu.) „Da der ernannte Kommandant nicht eingerückt ist, wechseln die Kommandanten des festen Platzes täglich." (Vor- ausgreifend sei erwähnt, daß dann im letzten Moment der eingeteüte ^) Die Flieger, die aus der Festung Przemysl aufflogen, fanden noch ini März des folgenden Jahres ganze Massen solch aufgegebener Fuhrwerke abseits der Kommimikationen in verwahrlostem Zustande stehen. Beweis, daß es den Russen tun die Einbringvmg dieser ,,Trophäen" ganz und gar nicht zu tun war, sondern dai3 sie sie als wertlos einfach liegen Ueßen. Mit Abteilimgen und Geschützen wären sie anders verfahren. 367
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Title
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Subtitle
Eine Lebensschilderung
Author
Auffenberg von Komarów
Publisher
Drei Masken Verlag München
Location
München
Date
1921
Language
German
License
PD
Size
13.4 x 21.6 cm
Pages
536
Categories
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