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110 Gott gebe baldigen Ankunft des Wechßels, baldige Abreis der Schiffe /: es heisset
noch vor 14 Dägen :/ und guten Wind. Siehe Um Gottes Willen, daß der Impressa-
rio helffe, stelle ihm die Ehre von die er sich machen wird, wann er Geld hier ?her/
schicket auf eine ausgestellte Note eines grossen Milords Directors des König-
l>ichen@ Londnisch>en@ theaters. ?Ich werde es überall ausbreiten./ Wegen seiner
Sicherheit will ich in der That bedacht seyn, dann ich werde sehen, die Nota an
Herrn Von Waßner in Comission zu geben, od>er@ an Dänisch>en@ Gesandt>en@,
welches ?man/ durch einen Minister von Coppenhag >sic@ aus nachdrüklich könte
recomandir>en@ lassen. Ich glaube auch, wie oben gemeldet, daß der Milord in der
That in kurzen zahlen werde. Und wann dieses ist warum solt>en@ wir umsonst
so viel Geld den Wuchersch>en@ verÀucht>en@ Engl>ischen@ Hunden zu steck>en@,
das könte er Uns ja alles ersparen. Verwerffe meine Project>en@ nicht, du wirst
sehen, es ist keine andere Hilfe. sie sind wohl ausgedacht und mit Fundament.
Auf hier mache keinen Staat. Heüte heist es, daß die Buffe ankommen sollen.
Herr Gu>X@ Borck und der Hausherre hat sie schon>,@ elle sont des raccailles, dann
sie such>en@ vor 3 o>der@ 4 Schiling wochentlich Zimmer. Sie sind freilich keine
törrechte Pirker. Ehester Däge hoffe ich, daß er mich /: aber nicht meine Sachen :/
zum Haus hinausstoss>en@ werde, dann er spricht vom repariren, od>er@ vieleicht
begehrt er wenn ich Geld solte bekommen, denn Zins seines Versprechens unge-
achtet, so lang ich nach deiner geblieb>en@. Ich kann nichts als Stosen erwart>en@,
wie länger ich mich hier aufhalt>en@ muß. Basta wegen meiner ist es das wenigste.
Ich war heüt auch im Towr um mit den Schiffern selbst zu sprech>en@, auch in
Custom Haus, und auf der Börse, weil ich meinem Kaufmann nicht allein glau-
ben woll>en@, allein es ist alles nur gar zu wahr. Mit der Aria habe ich die Post
betrog>en@, und nur simple bezahlt. Deine Schneiderin ist auch indessen in das
Kindbeth gekommen id e>st@ die Französin>.@ Siehe zu daß du in Coppenhagen
ein Bene¿ce zu machen erhältst. Die Stollisch>en@ be¿nden sich dort, und der
Graf Ranzau hält eine Tochter aus. Vaneschi hat die Copie meins Briefs, den ich
den Morinson geschrieb>en@, dem Mylord gewiesen, er hat nichts impertinentes
gefunden, sondern gelacht, und gesagt, Er sucht sich halt zu helfen so gut er
kan. Schola läst sich empfehlen, er winschte so viel ich gemerkt, ist er auch
dessentweg>en@ zum sondir>en@ gekommen, daß ich abreisen könte, damit mich
vieleicht x> die neüe Compagnie nicht hier antreffe. Wegen der Affaire des
Venet>ianischen@ Botschafters weiß man noch nichts positives, weil die Itali>eni-
schen@ Briefe seit dem nicht angekommen. Der Joli ist desperat, dann er hat viel
interesse dabey auch dem Secret>ario@ Geld gelieh>en@. Das Cameo von arm>en@
tonin Zanetti wäre auch hin>.@ Adieu Lebe wohl, und habe mich lieb, mein
elender Stand solle dich desto mehr dazu aufmuntern. ich bin bis in Tod dein ge-
treüer Pirker +
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur