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362 Edition der Briefe
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70 solche schon angenomm>en@ word>en@, und sie wird in ein baar täg>en@ drob>en@
auch sing>en@, viel glück, morg>en@ ist die opera tito, indeßen richtet mann den
artaserse zu Der unglikseelige Coffre ist zwar schon lang von Hamburg ab-
gereist, aber noch nicht angekomm>en@, indeßen habe ich berlfarb>en@ crotitor
zu ein>em@ manteau genomm>en@ die aufschläge und Brust, mit schö>nen@ spiz>en@
so ich ohnedem habe frißirt, und daß schöne goldene palatinl so ich von der
friedrichi>n@ gekauft steht sehr schön zusammen, eine goldene uhr habe ich ent-
lehnt, und machte alßo eine schöne ¿gur NB: ich habe schon lang vergeßen, daß
d>u@ dir \auf/ ein stückl leinwand ein wenig atlas frisir>en@ läst, wie mann die
manteau in Engelland trägt, dann ich kan es hier kein>em@ menschen zu versteh>en@
geb>en@. >S. 2@ thue mir dieß>en@ gefall>en@ aber gleich, und wann ich es brauche
so werde dir es schreib>en@, auch ob der leib frisirt ist oder nicht, erkundige dich
recht, und sreib >sic@ mir alles außführlich, dann du vergist viel, zum exempel ich
zweiÀe daß du das wackstuch vergeß>en@, und ich habe es nothwendiger als das
Brod, dann weder in Hamburg noch hier ist es zu bekomm>en@ ich wäre disperat.
NB: wann ich dir gelt schicke so kaufe mir eine schöne uhr Ketten von cinsisbeck,
und sehe daß sie dir baron sollenthal einschliest, sonst würde sie zu vil auf der
post kost>en@. es wird doch eine nicht viel kost>en@, dann hier fordern sie 4: thaler
aber sie sind schlecht weg>en@ den phillip ist es so, daß du den dortig>en@ wirth
6: ghinee zahl>en@ must, weilen ich solches schon mit ihm abgerechnet, dann so
viel ware ich ihm schon zu london schuldig, solte er dich nun antreib>en@, so sage
du wollest an mich schreib>en@, biß du ihm zahlen kanst. oibò, mai ho cantato la
scherza pastorella, ma nel tito, parto ma tu ben mio son confusa pastorella, se
mai senti spirarti sތul volto. und eine schreyente vò disperato a morte alle von
des sassone original, nun weist du es gott lob. in artaserse weiß ich noch nicht
was ich vorsez>en@ werde, das duetto von vinci>,@ per quel paterno applesso von
terradellas, habe ich hier bekomm>en@ mit der sau der galli werde es schon zu
hintertreib>en@ wiß>en@, sie hat mich auch genug thrän>en@ in london gekost, sie
soll nur immer fort in Englland huren. ich habe mir schon längst eingebildet,
daß du endlich in das portell ziehen wirst, suche dir alßo gleich eine andere Be-
haußung, dann dort ist es absolute nicht wohl es gibt logis genug, dann ich will per
dio nicht deine Hur>en@ zahl>en@ alßo contentir mich, dann ich kenne daßelbe gäßl,
versaume alßo keine Zeit, du wirst wohl der Haußfrau ihr partie nehm>en@, allein
es ist die nachtbahrschaft von der ich rede, richte dich alßo bey zeit>en@, dann ich
werde es gewiß erfahr>en@, wie lang du dort geweßen bist, und ich nehme absolute
keine Excuse in der welt an, dießer Brif kommt in 14 täg>en@ nach london raume
das Hauß alßo sogleich nach empfang dießes. Köntest du den psalm o dio perké
von den vicent bekomm>en@, wäre es mir wohl unendlich lieb, er wird mir wohl
dieß>en@ gefallen thun, es wird unmöglich seyn manchett>en@ hinzuschick>en@,
ohne daß es die post merck>en@ soll. Heute habe ich keinen Brief von dir, wohl
aber ein>en@ von Raphael der mich zu todt um geld schiehet es freuet mich daß du
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur