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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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Page - 372 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2

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372 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 und er hierüber nach London geschrieben, /: welches Jozzi selbst \in seinem vor- lezten/ so an mich gethan, daher ich es auch geglaubt :/ ich solle es kecklich auf sein Wort das Wiederspiel in London ausstreüen, welches ich aber aus erheblichen Ursach>en@ wohl bleiben lasse. Es muß doch so seyn, denn Campioni, und Gioseppe von Tessarini sagen fast das nemliche. Er schreibt mir auch daß die Dicke ihres Bruders halber müsse von ihm übl gegen eüeren Impressario geredet haben, das merke er wohl. Unterdessen sind seine Solos unter den Nahmen des Albertis hier wirklich gedrucket word>en@, und lezten Samstag war es in den Zeittungen, die Solos \von Signor Albertis, und/ die hier von Signor Jozzi mit so grossen Applaus wären gespielet worden. Ich habe mit dem Gioseppe gesproch>en@: Er sagt, daß er im kurzen wieder nach Paris zuruckkehr>en@ werde, und daß die Giacomazzi ehester Dägen hier eintreffen werde. Die Galli ist endlich von den Coronisch>en@ von ungefehr weggegangen, und Gerichts Leüte habe >sic@ ihre meubles kurz da- rauf aus der Corona Haus weggebracht. Ihre Schulden hat ein Monsieur, den ich bishero noch nicht erfahren können, alle bezahlet haben, sie sollen sich bis gegen 600 lb St>e@rl>ing@ belauffen haben. O fortuna, wie bist du kuglrund, sagte jener pp Abaco, und Gusman gehen künftigen Freydag wieder nacher Bonn, sie versprech>en@ mir NB ohne meinen Begehren, ihr bestes zu thun, daß du dorthin kommest, welches sie auch im Stand zu thun sind. Wir werd>en@ künftig hin correspondiren. Abaco ist ein Wunder der Natur, und sein spiele>n@ ist fast nicht menschlich, er hat die ganze Stadt in die lezte curiositè gesezt, und wenn er gewollt hätte, so würde er nach der Schwere Geld gemacht haben. Er scheret \sich/ aber um die hiesige Noblesse aber weniger, als ich um einen alten Schuhe. Gusmann hat mir versproch>en@ die besten Franzos>ischen@ und teütsche Lieder zu schicken, und an Herrn Porta auf Hamburg zu addressiren, + daß er dir solche nach Coppen- h>agen@ spedire, + >S. 3@ wenn sie dir einige Dienste thun können. Antworte mir hierüber alsogleich. Sie haben von Prag aus Brief erhalten, das des Locatelli seine Opera gut gehe. Ich habe sie bey den Aurettisch>en@ aufgeführet, welches ihnen und Monsieur Cuck unendlich plaisiret, sie hab>en@ ihnen wie Prinz>en@ aufgewartet. Abaco aber hat sich Air de Cavalier gegeben, und der kleine>n@ ist Monsieur Gusmann sehr anständig, und ihm mißfällt sie auch nicht. Wenn die wüste, was er für ein Vogl, wir hab>en@ ihn für eine Jungfer in seinem Wesen und Aufführung gehalt>en@, er ist aber der angenehmste, und durchtriebnste Hofmann von der Welt, der es faustdick hinter den Ohren. Hier sagt man, daß Champigni anstatt des alten als Toscanischer Resident hieher kommen solle. Du wirst dich wohl einer gewissen schwarzköp¿gt>en@ Comtesse, bey der ich mit der armen Spanagl gewest, erinneren, eine Coquete, die wir auch im Hamburg im ersten Wirtshaus angetroffen, und daß \dort/ etliche Of¿ciers mit blossen Degen derent- weg>en@ übereinander gewest, von der hat Vaneschi ein>en@ horribeln casu>m@ erzehlet, der hier mit ihren Mann vorgegang>en@, weil er im selb>en@ Haus logie- ret. Es hat sich nemlich >der@selbe ihrenthalb>en@ selbst durch gift umgebracht,
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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