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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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468 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 Emp¿ndung mehr von deiner Ehre? solle ich ein Lügner od>er@ Impostore er- scheinen od>er@ vieleicht deine 2 Brieffe id e>st@ die leztere aufweisen, wo du von einer Hure, od>er@ >e@b>en@ daß er kein Geld>,@ meldest. Warum hast du dir denn \ihren/ Brief nicht zum einschliessen, od>er@ selbst auf die Post zu schicken geben lassen? Was ste>ckt@ >X@ hier für Geheimnis dahinter? Er hat mir, id e>st@ Cheva- lier Wych bey der Milady Chiester¿eld, so mir ein Compliment auf dich auf- gegeb>en@, und wo ich mit Comte Saint Germain gespielet, beym Deüfel hohl>en@ geschworen, daß er keinen Brief seit sie in Coppenhagen empfang>en@, ich schwöre auch beym Deüfel hohlen, daß \wenn/ du mich nich>t leg@itimirest, so zeige ich ihm deinen ersten Brief, und entdecke a>lles@>.@ Er hat mir auch gesagt, daß ihm von Hamburg aus geschrieb>en@ s>eye@ word>en@, daß er sie mit dem Gluck ver- heirathet seye, und daß er ihr vieleicht verbothen habe an ihm zu schreib>en@. Giebe acht, daß du dein Geld für dein Kleid bekommest, und mache nicht die complaisante. Meinem Cameraden schreibe einmahl gescheid, wie du vorhin ge- pÀeget hast, ohne Stichlen, freü>n@dlich, und aufrichtig, denn er ist ohnedem elend genug, man muß die Leüte nicht z>u@ hoch treiben sonst werden sie desperat. Ich wolte du >kö@ntest ihm Geld vorschiessen, Gedenke wenn es möglich, entwed>er@ von >d@em Mingotti od>er@ von deinen Regal. Adieu verzeihe mir meinen Eifer, durch den Courier wirst du ein>en@ längern Brief erhalt>en@, liebe mich, seye mir nicht unt>reü@ denn ich verdiene es nicht, >de@in dich 1000 mahlen küssen>der@ >X@ deiner Treüe sein, dein bis in Tod getreüer Pirker௘ >.@ >S. 3@ Der Guilaume ist hier ankommen, er sagt Reginelli gehe nacher Holland. Gehet er dorthin so schlägt er sich zum Lapis, und verderbt alles, er bringt Brieffe an die Prinzesß dތOranges von Prinzen Walis. Nacher Brüssel hat der Jozzi auch seintwegen avisirt, daß man ihm nichts vertrauen solle. Nemmt eürer mesures darnach. Auf Stutgart habe ich auch seintwegen se deinen Eltern geschrieb>en@ und sie gewarnet, wenn er etwa dorthin gienge. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten eingeschränkte Lesbarkeit wegen durchdrückender Schrift auf ௘ S. 1/2, Beschä- digung durch Tintenfraß auf S. 1/2 und Siegelöffnung, untere Hälfte von S. 3/4 aus- geschnitten. THEMENKOMMENTAR: Franz wollte sich auch bei diesem Brief des Kuriers der dänischen Gesandtschaft bedienen, da er die Befürchtung hegte, seine Schreiben an Marianne würden sonst in Kopenhagen von missliebigen Zeitgenossen abgefangen und nicht bei der Adressatin ankommen. Die „Affaire“ um die Auszahlungsanweisung Gaspera Beccheronis an Wych wird auch in diesem Brief weiter diskutiert. Das Zögern des Diplomaten wird mit dem lockeren Lebenswandel seiner Mätresse in Hamburg, insbesondere dem Techtelmechtel mit Gluck , dessen bestellte Uhr (s. undatierten
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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