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492 Edition der Briefe
Brief Nr. 119
Marianne Pirker aus Kopenhagen an Franz Pirker in London,
22. März 1749
A Monsieur
Monsieur Franoois Pirker a Londres at the 4. nations in Panton Street.
>unbekannt:@ | Franco Amsterd>am@ |
>Franz Pirker:@ | No 19. |
Coppenhaghen 22: Marzo 1749.
allerliebster pirker.
ricevo due vostre in data gli >sic@ 7: e 11: Marzo. wir haben nicht gewust daß der
courier sogleich nach Engelland ginge so bald die niederkunft vorbey, sonsten
hätten wir das geld vor die uhr mitgeschickt. und thut mir sehr leyd daß du dieße
oder wenigstens etwas vor die turcotti nicht mitschicken kanst, du kanst nicht
glaub>en@ wie ich wegen alles tormentirt bin, wenigstens schicke mir die schwar-
zen strümpfe so ich dir letzhin geschrieb>en@ ganz gewiß mit, wann der courier
noch alldorten ist, thue mir nur dießen gefallen, NB: sie müßen gewürffelt seyn,
und nicht glat, schreibe auch was sie kost>en@ auf ein zettlg>en@ a part, dann
ich laße mir solche mehr zahlen, indem ich bin geizig worden wie der teuffel.
Die niederkunft der Königin hat uns in viel>en@ stuck>en@ das concept verrukt,
erstl>ich@ hat der mingotti dießes jahr viel verlohre>n@, mithin sucht er nach ostern
sich ein wenig zu erholen Die Serenata haben wir nicht mach>en@ können, weilen
es mitt>en@ in der fast>en@ ware wie sie hervorginge. mithin haben wir weder zu
Hamburg den wenig>en@ pro¿t mitnehmen könn>en@ weilen es dort>en@ gleich zu
ostern seyn müste, item hat der Ming>otti@ dieße fasten auch nicht nach Holland
geh>en@ könne>n@ wie er intensionirt war, er wird aber doch von hier auß hingehen.
Daß ich den Jozzi so kurz schreibe kan ich nicht helffen dann nun ist die Reihe an
mir, wann ich ihm werde halb todt sehen /: wie ich wegen seiner war :/ so werde
ihm villeicht wieder die vorige freundschaft schencken, jedoch 3: stücke ihm auf
meinen todtbett nicht vergeßen, es nicht nöthig daß du ihm etw>as@ sagst, um ihm
nicht zu quälen, allein er kan mit seinen Blut nicht bezahlen was er mir an mei-
nen leben geschadet ich mögte weinen daß ich ihm nicht helffen kan mit einen
vorschuß, allein ich habe von Hoff noch nichts bekommen, wir sind ihm auch
schuldig wie du weist, die 3. Bücher so ich in london verkauft, und 3. ducaten so
er der cecilia zahlen laßen, ich weiß nicht wieviel du Bücher von ihm hast, alleine
hier ist ihnen der preiß zu hoch, ein anders ist wann sie solche von ihm spiehlen
hör>en@, so mach>en@ die Sonaten weit größere Figur, den mingotti vor ihm gelt zu
verlang>en@ würde ich ihm zu stark prejudicir>en@, dann ich sprenge ihm bey allen
vor einen capitalisten auß bekomme ich das regal, so werde euch beyden helffen.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
- Title
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Subtitle
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Volume
- 1 & 2
- Editor
- Daniel Brandenburg
- Publisher
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Location
- Wien
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 1048
- Category
- Kunst und Kultur