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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
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646 Edition der Briefe 75 80 85 90 wahr[en] Freünd hättest, und die Aloysia pro¿tirte unvergleichlich. Er kommt gewiß wenn du ihm schreibst. Es ligt alles bey dir. Gott weiß es, daß ich keine andre Absicht, als die Kinder habe, wenn ich so antreibe. Er will auf nichts ungewisses wart[en], gleichwie nacher Pohlen, sondern das erstere gewisse nimmt er an aus desperation \an/, weil[en] ihm andre Grill[en] weg[en] partialitet für den Mingotti im Kopf lieg[en], od[er] er gehet wied[er] in Engelland alsdenn Gute Nacht. Die Costi wird künftig[en] Dienstag eine categorische Antwor[t er]halt[en], und es ist auch nicht schön das Mingotti dieser Caronia einen [so]lch[en] herrlich[en] accord hält, und bey dir und Jozzi so viel dif¿culteten ¿ndet. Ich muß wied[er] umsonst zum Milord lauffen, allein Vaneschi hat mir sanctè versproch[en] meine Sache in kurzer Zeit auszumachen. A propos wie stehest du mit Händschuh[en] für dich, solle ich etwa nicht einige für dich mach[en] lassen. Jozzi ist Unserthalb[en] nach Holl[and] und sagte bey seiner Abreise er wolle mit Uns auf alle Conditiones kommen, also was du schreibest, daß wird er thun glaube mir. Es ligt alles nur bey dir. Hier war in Zeittung[en] das die Violette den Garrick famosen Comœdiant[en] geheürathtet, aber Niemand glaubt es, es ist vieleicht nur eine Satyre. Wir hab[en] hier wieder 3 schwangere Gratien die alle Sängerinen. Frasi, Galli, Falkner. Ich kan heüte unmöglich der Loysl schreib[en], sie solle Gott bit[en], daß der Jozzi kommt. mit nechst[en] will ich ihr selbst schreiben. Ich schicke den lieb[en] Kin- dern 1000fach[en] Segen, und den herzliebsten Eltern küsse ich die Hände, dich aber in Gedanken Adieu liebe mich wie ich dich, ich bin dein bis in Tod getreüer Pirker[.] VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten Beschädigung durch Siegelöffnung. THEMENKOMMENTAR: Thema des Briefs sind vor allem die Verhandlungen zwischen Giuseppe Jozzi und Pietro Mingotti sowie Mariannes Bemühungen um eine Anstellung in Stutt- gart. Franz treibt die Sorge um, Mariannes Festhalten an der Scrittura bei Mingotti im Winter 1749/50 könnte ihre Chancen am württembergischen Hof beeinträch- tigen. Zugleich sieht er aber in diesen Perspektiven für den Freund Jozzi die Chance einer Einigung: Da nun Marianne nicht mehr auf den Erfolg bei Mingotti angewiesen sei, könne sie in den sie betreffenden Konditionen zugunsten des Kas- traten nachgeben und sich ggf. sogar für ihn in Stuttgart einsetzen. EINZELSTELLENKOMMENTAR: < > meinem lezten so kurz abbrechen müssen:] Brief vom 10. Juni 1749 (157). < > denn ich habe alle 3 Brieffe:] Die Briefe vom 24. und 29. Mai 1749 (143, 146) und vom 6. Juni 1749 (152). < > Mingotti:] Pietro Mingotti , Impresario.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Volume 1 & 2
Title
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Subtitle
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Volume
1 & 2
Editor
Daniel Brandenburg
Publisher
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
1048
Category
Kunst und Kultur
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