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kriege um den größten Theil ihres Vermögens. Durch die Anstrengun-
gen vorzüglicher Männer kam jedoch diese Familie wieder empor. Ioh.
Phil ipp v. B., geboren den 24. Dec. 1664, war Dr. und^Profeffor
der Philosophie zu Straß bürg, starb den 9. Iuny 1726. Über Ioh.
Christoph Freyh. v. B. s. d. Art. im Hauptwerk. Ios. Phil ipp
Christoph Freyh. v. B., geb. den 25. Jan. 1726, starb als Stephan-Or-
dens-CommandeUr, k. k. geh. Rathund Reichshofraths-Vicepräsident,
zu Wien den 9. Nov. 1804. Ein Bruder von ihm war Christoph
Innocenz/ geboren den 28. Iuly 1731, k. k. Finanz-Hofrath zu
Brüssel, gest. den 21. Iuny 1761; dessen Sohn Christoph, ge-
boren den 9. Äug. 1757, war Stephan-Ordens-Commandeur, k. k. geh.
Rath und Hofkammer-Vicepräsident; ein Sohn von diesem, Ioh. Bapt.
Freyh. v. B., geboren den 19. Jan. 1759, k. k. Hofrath bey dem geh.
Rathe in Brüssel. Ein Sohn des obengenannten Ios. Philipp
Christoph ist Ioh. Nep. Freyh. v. B., k. k. wirkl. niederösterr.
Regierungsrath, zugleich Stadthauptmann in Wien, auch Beysitzer
und Referent bey der Grundsteuer-Regulirungs-Provinzial-Commiffion,
niederösterr.,stand. Ausschußrath und Mitglied der Wiener Landwirth-
schafts-Gesellschaft. Dessen alterer Bruder, Emanuel Freyh. v. B.,
geboren den 25. Dec. 1769 (gewesener k. k. Landrath in Brunn), or-
dentlich bsysitzendes Mitglied der k. k. mähr. - schles. Gesellschaft zur Be-
förderung, des Ackerbaues, der Natur-und Landeskunde, ist als ratio-
neller Ökonom in Mähren besonders geachtet. Er hat für die Verbesse-
rung der Schafzucht thätigst gewirkt, und auf seinen und andern Gü-
tern in Mahren und Böhmen musterhafte ökonomische Einrichtungen
durchgeführt. Im Sept. 1836 srhielt er das Ritterkreuz des kaiserl.
österr. Leopold-Ordens.
Bart l , Ioh. , wurde zu Tarvis in Tyrol 1765 geboren. Er
war der Sohn des Malers und Vergolders MathiasB. Von seinem
Vater und im benachbarten Kram erhielt er die ersten Anleitungen in
der Zeichnenkunst und Malerey, wofür er von seinen Ältern bestimmt
wurde. Mit den ersten Grundkenntnissen versehen, reiste er nach Gräh,
und von da nach Wien, um sich dort auszubilden. Er kehrte nach 2
Jahren wieder nach Tarvis zurück, und arbeitete gemeinschaftlich mit
seinem Vater. 1798 übersiedelte er nach Ober-Vellach, wo ihm mehr-
seitige Arbeit und Unterstützung versprochen wurde; lebte hier 32 Jahre,
undischwang sich durch Fleiß und Sparsamkeit in eine Art bürgerlichen
Wohlstandes empor. Da ihm die isolirte Lage des Möllthales, und die
durch den eingegangenen Bergbau verarmten Bewohner desselben, so
wie die Bestellungen aus der Ferne keine hinreichende Beschäftigung ga-
ben, so machte er seit diesen 32 Jahren seines hiesigen Aufenthaltes all-
jährlich auf 5-7-6 Monathe eine Reise in mehrere Städte der Heimath
oder in eine Nachbarprovinz, um sich durch Arbeit einen Erwerb zu
verschaffen. In Kärnthen ist wohl kaum ein Thal, oder ein nur etwas
bedeutender Ort, wo er nicht gearbeitet hätte. Er erhielt zur Winters-
zeit oft von mehreren Seiten zugleich Einladungen zu Arbeiten für die
Sommermonathe. Außer Kärnthen besuchte B. auch öfter das benach-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie