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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 356 -
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356 B a r t l . kriege um den größten Theil ihres Vermögens. Durch die Anstrengun- gen vorzüglicher Männer kam jedoch diese Familie wieder empor. Ioh. Phil ipp v. B., geboren den 24. Dec. 1664, war Dr. und^Profeffor der Philosophie zu Straß bürg, starb den 9. Iuny 1726. Über Ioh. Christoph Freyh. v. B. s. d. Art. im Hauptwerk. Ios. Phil ipp Christoph Freyh. v. B., geb. den 25. Jan. 1726, starb als Stephan-Or- dens-CommandeUr, k. k. geh. Rathund Reichshofraths-Vicepräsident, zu Wien den 9. Nov. 1804. Ein Bruder von ihm war Christoph Innocenz/ geboren den 28. Iuly 1731, k. k. Finanz-Hofrath zu Brüssel, gest. den 21. Iuny 1761; dessen Sohn Christoph, ge- boren den 9. Äug. 1757, war Stephan-Ordens-Commandeur, k. k. geh. Rath und Hofkammer-Vicepräsident; ein Sohn von diesem, Ioh. Bapt. Freyh. v. B., geboren den 19. Jan. 1759, k. k. Hofrath bey dem geh. Rathe in Brüssel. Ein Sohn des obengenannten Ios. Philipp Christoph ist Ioh. Nep. Freyh. v. B., k. k. wirkl. niederösterr. Regierungsrath, zugleich Stadthauptmann in Wien, auch Beysitzer und Referent bey der Grundsteuer-Regulirungs-Provinzial-Commiffion, niederösterr.,stand. Ausschußrath und Mitglied der Wiener Landwirth- schafts-Gesellschaft. Dessen alterer Bruder, Emanuel Freyh. v. B., geboren den 25. Dec. 1769 (gewesener k. k. Landrath in Brunn), or- dentlich bsysitzendes Mitglied der k. k. mähr. - schles. Gesellschaft zur Be- förderung, des Ackerbaues, der Natur-und Landeskunde, ist als ratio- neller Ökonom in Mähren besonders geachtet. Er hat für die Verbesse- rung der Schafzucht thätigst gewirkt, und auf seinen und andern Gü- tern in Mahren und Böhmen musterhafte ökonomische Einrichtungen durchgeführt. Im Sept. 1836 srhielt er das Ritterkreuz des kaiserl. österr. Leopold-Ordens. Bart l , Ioh. , wurde zu Tarvis in Tyrol 1765 geboren. Er war der Sohn des Malers und Vergolders MathiasB. Von seinem Vater und im benachbarten Kram erhielt er die ersten Anleitungen in der Zeichnenkunst und Malerey, wofür er von seinen Ältern bestimmt wurde. Mit den ersten Grundkenntnissen versehen, reiste er nach Gräh, und von da nach Wien, um sich dort auszubilden. Er kehrte nach 2 Jahren wieder nach Tarvis zurück, und arbeitete gemeinschaftlich mit seinem Vater. 1798 übersiedelte er nach Ober-Vellach, wo ihm mehr- seitige Arbeit und Unterstützung versprochen wurde; lebte hier 32 Jahre, undischwang sich durch Fleiß und Sparsamkeit in eine Art bürgerlichen Wohlstandes empor. Da ihm die isolirte Lage des Möllthales, und die durch den eingegangenen Bergbau verarmten Bewohner desselben, so wie die Bestellungen aus der Ferne keine hinreichende Beschäftigung ga- ben, so machte er seit diesen 32 Jahren seines hiesigen Aufenthaltes all- jährlich auf 5-7-6 Monathe eine Reise in mehrere Städte der Heimath oder in eine Nachbarprovinz, um sich durch Arbeit einen Erwerb zu verschaffen. In Kärnthen ist wohl kaum ein Thal, oder ein nur etwas bedeutender Ort, wo er nicht gearbeitet hätte. Er erhielt zur Winters- zeit oft von mehreren Seiten zugleich Einladungen zu Arbeiten für die Sommermonathe. Außer Kärnthen besuchte B. auch öfter das benach-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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