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Sichtbarkeit und Auffindbarkeit wissenschaftlicher Publikationen 243
1.3 Wissenschaftliche Blogs
Ein erfolgreich geführter Blog kann ein bedeutender Faktor für die wissen-
schaftliche Reputation sein und ist als Ergänzung zum wissenschaftlichen
Portfolio gedacht. Das Betreiben eines eigenen wissenschaftlichen Blogs ist
mit besonderem Aufwand verbunden. Um einen erfolgreichen, vertrauens-
würdigen Blog aufzubauen, bedarf es nicht nur einer gewissen technischen
Kompetenz, um diesen überhaupt betreiben zu können, sondern auch einer
besonderen Konsistenz. Regelmäßige Updates, neue Blogeinträge, eventuell
das Einwerben von Gastbeiträgen und schließlich die Bewerbung der Blog-
posts in den Kanälen der Community sind ein zeitaufwändiges Unterfangen.
Wer keinen eigenen Blog starten will, sollte diese Publikationsform aber
dennoch als Chance wahrnehmen, gesehen zu werden. Einen Beitrag auf
einem gut geführten wissenschaftlichen Blog zu publizieren ist zwar der
traditionellen Publikationstätigkeit nicht gleichzusetzen, gibt aber die Mög-
lichkeit, die Forschungsfrage anders als in wissenschaftlichen Fachartikeln
zu präsentieren.16 Ebenso kann die Arbeitslast eines Blogs auch auf mehrere
Personen aufgeteilt werden, zum Beispiel auf eine Projekt- bzw. Forschungs-
gruppe.
1.4 Netzwerkbildung
Twitter kann nicht nur zur Bewerbung von Publikationen verwendet werden.
Der Kurznachrichtendienst eignet sich sehr gut für die Vernetzung mit an-
deren Forschenden. Das Teilen von Tweets und das Erwähnen von Kollegin-
nen und Kollegen in diesen sowie das Posten unter zutreffenden Hashtags
erhöht die Sichtbarkeit von Forschenden innerhalb ihrer Community.17 Be-
sonders effektiv kann man die eigene Visibility erhöhen, indem man unter
dem Hashtag einer Konferenz postet. Erfahrungen zeigen, dass sehr viele
Society, Centennial Hall, Breslau, 24.08.2017), zuletzt geprüft am 12.12.2019, http://library.
ifla.org/id/eprint/1776
16 Beispiele für wissenschaftliche Blogs: hypotheses – Academic blogs (https://hypotheses.
org/), hypotheses – Blogportal für die Geistes- und Sozialwissenschaften (https://de.hy
potheses.org/) oder Humanities Commons sites (https://hcommons.org/sites/).
17 Vgl. hierzu z. B. auch Bonnie Stewart, »Open to Influence: What Counts as Academic In-
fluence in Scholarly Networked Twitter participation«, Learning, Media and Technology 40,
Nr. 3 (2015): 287–309, doi:10.1080/17439884.2015.1015547
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Title
- Publikationsberatung an Universitäten
- Subtitle
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Authors
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Publisher
- transcript Verlag
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Size
- 14.8 x 22.5 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Category
- Medien