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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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500 Luciano Monzali ten Anteil an der Entwicklung der Beziehungen zwischen Rom und Wien3 und verfolgte die schwierige Umsetzung des Gruber-De Gasperi-Abkommens, den Erlass des „Optantendekrets“ sowie die Verabschiedung des Autonomiestatu- tes der Region Trentino-Südtirol4. Von dem Trentiner Staatsmann De Gasperi lernte Andreotti politischen Realismus, bestehend in dem Wissen darum, dass es für einen militärisch schwachen und innenpolitisch fragilen Staat wie Ita- lien lebenswichtig war, gute Beziehungen zu den Nachbarstaaten zu pflegen sowie stabile und international anerkannte politische Grenzen zu besitzen. In den Jahren nach dem Tod De Gasperis 1954 war Andreotti weiterhin aktiv in der Politik tätig und entwickelte sich zu einem sogenannten „cavallo di razza“ der DC, das heißt zu einem der christdemokratischen Vollblutpoliti- ker mit besonderem Talent, dessen kontinuierliche Präsenz in der Regierung als notwendig galt. Von 1959 bis 1966 war Andreotti Verteidigungsminister5 und erlebte persönlich die turbulente Zeit mit, in welcher der internationale Streit mit Österreich über die Südtirolfrage ausbrach und Tiroler Terroristen- gruppen Bombenanschläge verübten6. Die Wirkung, die diese dramatischen 3 Siehe dazu I Documenti Diplomatici Italiani (DDI) (Roma 1952 –), serie X, vol. 6, docu- menti (doc.) 690, 762; DDI, X, 7, doc. 531. 4 Über die österreichisch-italienischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg: Mi- chael Gehler, Österreichs Außenpolitik der Zweiten Republik. Von der alliierten Besatzung bis zum Europa des 21. Jahrhunderts, 2 Bd. (Innsbruck–Wien–Bolzano 2005); Rolf Steininger, Südtirol zwischen Diplomatie und Terror 1947–1969, 3 Bde. (Bolzano 1999); Mario Toscano, Storia diplomatica della questione dell’Alto Adige (Roma-Bari 1967); Pietro Pastorelli, La questione del confine italo-austriaco alla conferenza della pace (1945–1946), in: La politica estera italiana del dopoguerra, hrsg. von Ders. (Bologna 1987) 11 ff. Antony Evelyn Alcock, The History of the South Tyrol Question (London–Geneva 1970); Federico Scarano, Italia e mondo tedesco nell’epoca di Adenauer. Il problema sudtirolese e la politica di Antonio Segni (Napoli 2012); Maddalena Guiotto, Drei Protagonisten des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg: Alcide De Gasperi und seine Beziehungen zu Leopold Figl und Konrad Adenauer, in: Italien, Österreich und die Bundesrepublik Deutschland in Europa. Ein Drei- ecksverhältnis in seinen wechselseitigen Beziehungen und Wahrnehmungen von 1945/1949 bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Gehler, Maddalena Guiotto (Wien–Köln–Weimar 2012) 131–150. Besonders aufschlussreich über die Beziehungen zwischen Rom und Wien sind die Bände der X. und XI. Reihe der Italienischen Diplomatischen Dokumente. Siehe dazu auch die österreichische Dokumentensammlung hrsg. von Michael Gehler, Akten zur Südtirol-Politik 1945–1958 (Innsbruck–Wien–Bozen 2011) 1. und 2. Band. Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht auch folgende Dokumentensammlung: L’Accordo De Gasperi-Gruber. Una storia internazionale, hrsg. von Giovanni Bernardini (Trento 2016). 5 Zu seiner Amtszeit als Verteidigungsminister siehe Ennio Di Nolfo, Giulio Andreotti e la politica estera italiana: alcuni aspetti, in: Giulio Andreotti. L’uomo, il cattolico, lo statista, hrsg. von Mario Barone, Ennio Di Nolfo (Soveria Mannelli 2010) 207 ff. 6 Über den Südtirol-Streit in den 1960er-Jahren sind folgende Werke ausschlaggebend: Steininger, Südtirol zwischen Diplomatie und Terror 1947–1969; Toscano, Storia diplomati-
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Title
Die schwierige Versöhnung
Subtitle
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Authors
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Editor
Karlo Ruzicic-Kessler
Publisher
Bozen-Bolzano University Press
Location
Bozen
Date
2020
Language
German
License
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Size
16.0 x 23.0 cm
Pages
616
Keywords
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Categories
Geschichte Nach 1918
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