Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Medizin
Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Page - 591 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 591 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

Image of the Page - 591 -

Image of the Page - 591 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

Text of the Page - 591 -

IV.4 Salzburg: Tamsweg – Bürgerspital (Edition Nr. 36–37) 591 Verzeichniß, was die einleiber in s(ank)t Barbara spital in Damsweg zu ihrer unterhaltung an kost und anderen des ganzen jahr durch zu beziehen haben: als [1.] erstens freye wohnung, liegerstaatt beholzt und beleüchter. [2.] Zweytens an der ordinari koßt haben diese an der communität bey einen tisch und schüssel folgendes in jeden tag, und woche für und ungeänderter zu genüssen als: Sonntags in der fruhe um halbe 7 uhr die sogenannte schottensuppe mit gewöhnlichen brod, wiea solche durchaus alle tag gleich ista. Zu mittag um 11 uhr suppe, kraut und knödl mit darein geschniten geselchten rind- oder schweinfleisch. Auf die nacht um 6 uhr kraut oderb salatb und suppe. Montags in der fruhe um halbe 7 Uhr suppe. Zu mittag um 11 uhr kraut, nudeln und milch. Auf die nacht um 6 uhr kraut oder gersten und suppe. Erchtags in der fruhe desgleichen. Mittags suppe, kraut und knödl mit eingeschnitten geselchten fleisch, wie vor gemeldt. Auf die nacht kraut, nudeln und milch. Mitwochs in der fruhe wie sonst, mittags kraut nudln und milch. Auf die nacht kraut oder bohnen und suppe. [/] Donnerstags in der fruhe suppe, zu mittag suppe, kraut und knödl wie sonst. Auf die nacht kraut, nudeln und milch. Freytags in der fruhe suppe. Mittags kraut, nudeln und milch, auf die nacht kraut, bohnen oder salat und suppe. Samstags eben in der fruhe suppe. Mittags kraut, milchfarfell oder koch, auf die nacht kraut, nudl und milch. Sonntags wiederummen wie vor enthalten, und so fort. Weiters ist jedem spitaller alle 6te woche das so genannte stuck brod zuständig. Item jeder person eben jähr(lich) 3 laibl käs. Wie es im spital gemacht werden. Nit minder das jahr durch fünfmal die gewöhnl(ichen) waizernen theil-krapfen, das ist 1stens am Faschingtag, 2tens hei(ligen) Ostern, 3tens Pfingsten, 4tens sobald die rabbater verhanden anstatt der kirchweih, 5tens zu hei(ligen) Weihnachten. Als an welchen tägen jeder spitaler über die gewohn(liche) kost 5 Stuk krapfen zu erhalten. Überhin am Faschingsfeste hat jede person 1 lb. grünes rindfleisch. Zu hei(ligen) Ostern, Pfingsten, und Weihnachten aber jedermalen eben 1 lb. rind- und 1 lb. kalbfleisch zuempfangen, desgleichen an diesen gemeldt 3 hochen festen zu mittag [/] allzeit ¾tl bier ins comun, dann sonders am hei(ligen) abend um 10 xr. obst, am s(ank)t Johanns tag 1 kandl wein s(ank)t Johann segen, und am fest der heil(igen) Barbara 2 fl. aus dem eingehenden allmosen unter die verhandenen spitaler zu vertheilen sind. Soviel die sogenannten aller hei(ligen) struzen anbetrift, welche denen spitlmeistern ohne sonderbarer vorschrift an ihren guten willen bestanden, und nur, wenn ein gutes treid jahr gewest, hierzu bey 2 metzen hintern roggen abgeben, zu zeiten nichts: oder jezuweilen; hiefür jeden spitaler 4 xr., nachdem sich eines oder das andere fleißiger verhalten habe, betreuet worden, welches auch ferners bey deme sein ungeändertes verbleiben habe. [3.] Drittens die begwandung anbelangend, hat jeder einleiber jähr(lich) 1 neues hemdt und 2 baar schuh, in übrigens die manns personen 1 baar schwarz leinene hose oder weißen schalk, was sie nöthiger hatten. Die weibspersonen aber das eine jahr einen schwarz leinenern kitl, das andere jahr ein fürtuch. Item an ihren mit eingebrachten böthen eine dürftige ausbesserung auf kosten des spitals brauchbar zu unterhalten seyen. a–a Im Original unterstrichen. b–b Im Original unterstrichen.
back to the  book Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2"
Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Spital als Lebensform