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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 710 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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710 VI.14 Steiermark: Seckau – Klosterspital (Edition Nr. 72) VI.14 Steiermark: Seckau – Klosterspital (Edition Nr. 72) Nr. 72 Ordnung des Klosterspitals in Seckau. Seckau, sine dato [ca. Mitte des 18. Jahrhunderts] Archiv: StLA, Sammlung gerahmte Bilder, Seckauer Spitalordnung (Papierhandschrift) Druck: WichNer, Heilwesen 71–73 (sehr fehlerhaft). Rückvermerk der Holztafel (mit Rahmen 60,5 cm x 45,5 cm): Regulen / und Satzungen […, Wien, 1731 September 22] (Druck, siehe Nr. 50) Die ordnung deren in spittall sich befinden, sowohl manns alß weibs-persohn Aldieweillen ein grosße unordnung, da nichts anders alß zanckhen und greinen (wöliches wüder Gott und solches hauß ist) ist in disen seccauerisch spittall vermörckht und befunden worden, so ist der befelch der gnedigen obrigkheit ergangen, das man euch allen in disem spittall befindendten ein rechtes gesaz oder gebührliche ordnung vorschreiben solte. Volgen also die puncten, welche auf das allergehorsambste zu halten, allen und jeden annerbotten und aufgelögt würden von der gnedigen obrigkheit. [1.] Erstlich sollen alle, ausßgenumben die kranckhen, umb 5 uhr fruehe nach gegöbenen zaichen des glögckhleins aufstechen und umb halber 6 uhr angelögt sambentlich sich befinden, im winter in der stuben, im sommer aber in der capellen, alwo sye ihre früehe gebetter, die ihnen vorgeschriben, sollen lautt betten, so aber dise nicht, so sollen sye ihre äugene gebetter in der still verrichten, die khrumppe und blinde aber, so sye sich villeicht nicht khönnen so geschwindt anlögen, sollen hernach eben auch auf solche weiß in der still ihre früehe gebetter betten, dan also gebüehret es sich, das ein jeder christlicher catholischer mentsch Gott, dem allmechtigen, am aller ersten anrueffe, lobe unnd benedeye wegen seiner herrligkheit und mayestätt und ihme danckhe vor die beschüzung diser verflossenen nacht, ihme fehrners bittendt umb beschüzung des tags vor allen bösen und yblen sowohl des leibs alß auch der seelen. [2.] Andertens sollen alle zu der fruehe mösß, außgenumben die wichtige und nothwendige arbeith vor handen haben, bey wölicher sollet beten und Gott bitten umb göttlichen seegen und hoches aufnemben unnsers dombstüffts, Gott wolle dises vor aller gefahr und ybl beschüzen und behüetten, wie auch vor alle wohlthetter des spittals, dan von disen habt ihr euer nahrung und mittl des löbens, dises seyet ihr in euerem gewüsßen zu thuen schuldig und so ihr dises nicht thuett, so thuett ihr euer gewisßen beschwären und habt euch zu fürchten, das ihr nit desßentwegen verdambt werdet, dises bekhröfftiget der h(eilige) Bernardus, da er also saget, jene wohlthatten, so der undanckbahre empfangt,
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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