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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 985 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 985 [18.] achtzehentens etwaß von guetherzigen christen an verschiedenen kostbahrkeiten von goldt, silber und andern kirchen ornaten dahin gebracht und geopffert wirdt, solle der vatter solches also bald in dem spitlambt andeuten, damit selbiges dem inventario zuegeschrieben werde, keines weegs aber etwas von solchen bey grosßer straff für sich zuruckh zu behalten sich unterstehen solle. Da aber [19.] neunzehentens all daß jenige, waß er, vatter, bey seinen antritt empfangen, so wohl alß auch ex post dem auffgerichten inventario nach und nach zuegeschriben undt einverleibt worden, künfftighin entweder zu sein, des vatters, abtritt oder nach desßen todt nicht widerumb überantworttet und von solchen etwas abgehen, auch auff dem fahl des abgangs nicht genuegsamb verantwortet werden könte, eo ipso die ersezung entweder von ihme selbsten oder desßen hinterlasßenen erben ohne anstandt beschehen müeste. [20.] Zwanzigistens ist er, vatter, nicht allein daß, was hieoben begriffen, sondern auch, waß ferrer nach gelegenheit der zeit und erforderung der notturfft ihme anbefohlen werden möchte, oder waß er sonsten dem armen hauß nuzlich zu seyn befindet, zu verrichten schuldig, allen schaden zu wenden und des armen haußes nuzen und auffnehmen, sovil immer möglich zu [/] befördern, wie er dann solches vor Gott und in seinen gewisßen zu verantworten wisßen wirdt. [21.] Ain und zwainzigistens da er auch wider diße instruction handlen solte, solle er darumben bey denen herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber zu stehen und gebührendte satisfaction zu geben schuldig seyn, daß er auch deme allen gehor(sam) nachkomben und dem armen hauß getreu und redlich dienen wolle, desßentweegen solle er vor denen herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber ein ordent(lich)es jurament ablegen. [22.] Zwey und zwanzigistens damit er auch wisße, waß er für solche sein dienst verrichtung zur besold- und verpflegung habe, hat solcher seine täg(liche) kost sowohl für sich, sein weib und 2 dienstbotten mit denen armen von dem eingehenden allmoßen zu geniesßen, nebst deme auch aus der pixen, welche wochent(lich) (wie oben §vo 11mo gemeldet worden) in beyseyn des mößners und eines andern armen von ihme, vatter, der ordtnung nach ausgezehlet und daß geldt gethaillet wirdt, für sich und sein weib 4 portionen zu empfangen, unndt leztlichen werden ihme, vatter, von burgerspital aus zu bestreittung deren armen kuchl über die jenigen wochent(lich) 1 fl. 30 xr., so aus der sambl pixen (wie [/] vorhin §o 10mo zu sehen) widerumb zuruckhkhomben, noch jähr(lich) zwey stökh salz und 3 strich semelmeel, wie auch zu heyligen zeiten (alß Osstern, Pfingsten, Allerheyligen, Weyhnächten, Fasching und Martini) jedesmahls für obige samben(liche) arme 12 masß gemain speisß wein, für ihme, vatter, und sein weib aber 4 masß officierwein eingehändiget, im übrigen, wann er sich wohl halt undt verdient macht, hatt er zu forderist die belohnung von Gott, von der obrigkeit aber ferrere promotion zu hoffen. Zu urkhundt desßen ist diße instruction mit des burgerspitals gewöhn(lichen)a mittern signet und deren herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber aigenen handtunterschrifften geförttiget und dem vatter zuegestellt, nichtweniger auch selbe von ihme, geförttigter, bey der burgerspitals grundtstuben gleichlauttend gelasßen worden. Actum Wienn im burgerspital, den 15. Juli 1717. [L. S.] Johann Franz Wenighoffer, p. t. superintendent Paul Schmuderer, p. t. superintendent a Über der Zeile nachgetragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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