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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 1053
[5.] fünfftens ihme, contributions collectanten, an eincassirenden baaren geldern ein
nahmhafftes anvertrauet wird, als ware auch erforderlich, daß selber die hochen orths
ihme einzulegen aufgetragene caution per 500 fl. bereits immittls den 21. Septembris dies
jahrs in einer b(an)co obliga(ti)on sub numero 21.516, de dato 14ten Septembris 1780, zu
handen des burgerspitals erlegt hat. Und gleichwie
[6.] sechstens in dieser instruction nicht alles so genau vorgesehen werden kann,
was zu thuen vorfahlen möchte, als muß er, contributions collectant, alles fleises dahin
gedacht seyn, daß nicht etwann durch seine versaumnuß oder hinlässigkeit etwas solches
unterlauffe, wodurch dem spital oder den [/] partheyen einiger schaden zugefügt werde,
damit man widrigenfahls an ihme, contributions collectanten, den regreß zu erhollen
nicht ursach habe. Und nachdem
[7.] siebentens und schlüßlichen ihme, contributions collectanten, vor seine
verrichtungen eingangs ermelter massen zu einen jähr(lich) salario 400 fl. (welche derselbe
von quartal zu quartal aus dem grundbuch gegen seiner quittung zu erheben haben
wird) gnädig ausgeworffen worden, gegen welchen er diesen seinen dienst also getreu
und ehrlich zu verrichten wissen wird, gleichwie er solche vor Gott und der obrigkeit
zufolge seines untern 17ten August dies jahrs in der burgerspitals grundstuben abgelegten
juraments sich zu verandtwortten getrauet.
Zu urkund dessen ist diese instruction unter des mitteren spitals insigel und deren (titl)
herrn superintendenten und spitlmeister, dann des contributions collectanten fertigung
zur löb(lichen) gm(eine)r stadt buchhalterey ein exemplar, das anderte zur [/] burgerspital
grundbuchs registratur eingeleget, das dritte dem herrn grundbuchs handler und
gegenhandler, das vierte aber ihme, contributions collectanten, eingehändiget worden.
Actum Wienn, den 30ten December 1780.
[L. S.] Anton Gottlieb Jellermayr, superintendent
Franz Joseph Vernay, superintendent
Franz Joseph Humel, spitlmaister
Joseph Wilsfeyer, contributionscollectant
Nr. 189
Instruktion für den Bürgerspital-Zehenthandler in Wien.
Wien, 1712 Oktober 1
Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 73)
Rückvermerk: Instruktion eines zehenthandlers bey dem armen haus der burger spital al-
hier.
Instruction eines zehenthandler bey den armen hauß der burgerspitall alhier, wesen er
sich in seinen diensts verrichtungen zu verhalten
[1.] 1. Ist er mit allen gehor(sam) undt respect denen herren superintendenten undt
spitlmaister unterworffen, und was von selbigen ihme in billichen sachen befohlen wird,
solches hat er unerwaiglich zu verrichten.
[2.] 2. Im übrigen hat es mit des spitalls zehenten disen absaz, daß bey dem maisten,
daß für(stliche) bisstumb Wienn mit halben thail interessiert ist, dahero die weinzehent,
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Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Spital als Lebensform
- Subtitle
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Volume
- 2
- Authors
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Size
- 17.5 x 24.7 cm
- Pages
- 722
- Category
- Medizin