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2. Freizeit, Erholung, Urlaub 599
mit österreichischen Mädchen flirteten und sich mit Rotarmisten unterhiel-
ten. Durch die Androhung von Haft- und Geldstrafen versuchte man, diesen
Kontakten einen Riegel vorzuschieben.147
2.3.1 Organisierte Exkursionen
Unterdessen förderten die Politabteilungen organisierte Ausflüge an freien
Tagen, die die Besatzungssoldaten mit Städten und Museen vertraut machen
sollten: „Es müssen nun mehr Exkursionen gemacht werden“, hieß es in „Za
čest’ Rodiny“. „Man muss den Soldaten die Möglichkeit geben, Städte und
Museen der Länder, wo wir uns befinden, historische Stätten sowie Orte, die
mit früheren militärischen Feldzügen der russischen Armee zusammenhän-
gen, kennenzulernen.“148
In einer anderen Ausgabe der Armeezeitung propagierte ein Rotarmist
Exkursionen nach Wien: „Der freie Tag war klar und warm. Heute machten
wir eine Exkursion nach Wien. Im Vorhinein waren Autos bereitgestellt wor-
den. Die Offiziersschüler teilten sich in Gruppen auf, besuchten den Park von
Schönbrunn und andere hervorragende Orte Wiens.“149
147 Ebd.
148 Den’ otdycha, in: Za čest’ Rodiny.
149 V. Kostrickij, Ėkskursija, in: Za čest’ Rodiny, 4.7.1946, S. 8.
Abb. 95: Ein Motorrad bot Besatzungs-
soldaten die Möglichkeit, auch privat die
Gegend zu erkunden. (Quelle: AdBIK, Foto:
Zajcev)
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Stalins Soldaten in Österreich
Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Stalins Soldaten in Österreich
- Subtitle
- Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955
- Author
- Barbara Stelzl-Marx
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2012
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78700-6
- Size
- 15.5 x 23.0 cm
- Pages
- 874
- Categories
- Geschichte Nach 1918