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ANHANG
Ergebnisse der multiplen Korrespondenzanalyse
Die aus dem Sample lebensgeschichtlicher Erzählungen (siehe unten) mithilfe
der multiplen Korrespondenzanalyse konstruierte Punktwolke wurde im weite-
ren Verlauf der Korrespondenzanalyse in 759 untereinander hierarchisch geordnete
Punktwolken zerlegt.1 Die Struktur der Punktwolke wird jedoch bereits durch die
ersten 48
Punktwolken umfassend erklärt. Die erste Punktwolke bzw. erste Dimen-
sion
– die den relativ höchsten Anteil an der Gesamtvarianz abbildet
– erklärt etwa
33,9
Prozent der Gesamtvarianz, die zweite Dimension erklärt etwa 7,3
Prozent der
Gesamtvarianz (beides korrigierte Varianzraten 2). Die primäre Fläche der multiplen
Korrespondenzanalyse als Relation der ersten beiden Dimensionen erklärt daher
etwa 41,2 Prozent der Gesamtvarianz.3
Das Verhältnis zwischen Varianzraten und korrigierten Varianzraten der einzel-
nen Dimensionen bietet eine Hilfestellung dafür, wie viele Dimensionen interpre-
tiert werden müssen, um die Gesamtpunktwolke umfassend zu beschreiben (siehe
Abbildung 28).
Der Schnittpunkt der beiden Varianzraten zeigt jene Dimension, mit deren
Interpretation die Gesamtpunktwolke umfassend erklärt wird. In diesem Fall
ist das die sechste Dimension, die zusammen mit den ersten fünf Dimensionen
60 Prozent der Gesamtvarianz erklären würde. Aus forschungspraktischen Grün-
den habe ich mich in dieser Untersuchung auf die Interpretation der ersten beiden
Dimensionen beschränkt. Diese Entscheidung liegt im „Knick“ der Kurve der kor-
rigierten Varianzrate nach der zweiten Dimension in obiger Grafik begründet, d. h.
im Wissen, dass jede Dimension nach der zweiten bedeutend weniger an Varianz
erklärt als die ersten zwei. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Werte der
ersten 48 Dimensionen.
1 D. h. in so viele Punktwolken, wie das Sample aktive Modalitäten aufweist, minus eins.
2 Die korrigierte Varianzrate gibt eine bessere Abbildung der Anteile an der Gesamtvarianz in
Punktwolken mit hoher Dimensionalität. Sie wurde nach Brigitte Le Roux/Henry Rouanet,
Multiple Correspondence Analysis, 39 berechnet.
3 Zur Interpretation der gesamten erklärten Varianz siehe Kapitel 4.
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Über die Produktion von Tönen
Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938
- Title
- Über die Produktion von Tönen
- Subtitle
- Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938
- Author
- Georg Schinko
- Location
- Wien
- Date
- 2019
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20802-0
- Size
- 15.5 x 23.5 cm
- Pages
- 310
- Keywords
- Music-making, Musician, Work, Vocation, Art, Austria, Correspondence analysis, Life Writing, Interwar period --- Musizieren, Musiker, Arbeit, Beruf, Kunst, Österreich, Korrespondenzanalyse, Lebensgeschichtliche Erzählung, Zwischenkriegszeit
- Category
- Kunst und Kultur