Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Page - 367 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 367 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Image of the Page - 367 -

Image of the Page - 367 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text of the Page - 367 -

verfahrenwurdenSchwindundScheyeingesetzt.NachderProbevorlesungüber ›Zeugnis und Parteieid im altnorwegischenGerichtsverfahren‹ wurde ihm im März 1905 die venia docendi zugesprochen.132 ImAugust 1911wurdeBartsch der Titel eines ao. Professors verliehen.133 Im gleichen Jahr erfolgte auch die Ausweitung seiner Lehrbefugnis auf dasGebiet des österreichischen bürgerli- chenRechts.1341918wurdeBartschderTitel eineso.Professorsverliehen.Nach seinerHabilitierungwurdeBartschzwaraneinigenUniversitäten(Czernowitz, Jena, Innsbruck,Prag)beiBerufungsvorschlägen inErwägunggezogen, jedoch letztenEndsnichtberufen.135 (ZuseinenChancenanderWienerFakultät 1924 siehebereitsobenbeiPiskoundWalker.) Neben seinerLehrtätigkeit anderUniversitätWienwarBartsch seitAnfang 1908 als Professor anderKonsularakademie tätig,wo er eine enzyklopädische EinführungindieRechtswissenschaftenundVorlesungenzumösterreichischen und ungarischen Zivilrecht vortrug. Auch an der Hochschule fürWelthandel hielt Bartsch seit 1921 Vorlesungen,136 nach 1938 auch an diversen Verwal- tungsakademien.EinewichtigeRolleinseinemLebensollteFranzKleinspielen: Bartschbesuchte bereitswährend seiner Studienzeit dessenLehrveranstaltun- gen–»Kleinhatmich imGedächtnisbehalten. […]Erberiefmich1906 indas von ihm geleitete Justizministerium und gabmir dort manche bedeutendere Arbeit,ohnesichjedochpersönlichummichzukümmern.«137Bartschbliebbis 1917 imJustizministeriumundwechselndeanschließend indasSozialministe- rium. Während dieser Jahre beschäftigte er sich intensiv mit Theaterrecht, Konkursrecht, Insolvenzrechtundmit Jugendfürsorge.Aus seinenVorarbeiten zumTheaterrecht resultierte das spätere Schauspielergesetz,138weiters war er maßgeblich anderKonkursreform1914beteiligt. Er forcierte denAusbauder Jugendfürsorge: Sowurden auf seinBestrebenhin in denmeistenBundeslän- dern Landesjugendämter gegründet. Gemeinsammit Rudolf Pollak undAlex- ander Löffler verfasste Bartsch einenKommentar zum Insolvenzrecht, dessen Lieferungen 1916 und 1917 erschienen. Auch in späteren Jahren beschäftigte sich Bartsch mit dem Insolvenzrecht, verfasste Beiträge und hielt Vorträge hierzu. Als 1929 die Angleichung des österreichischen und deutschen Insol- venzrechts in Angriff genommenwurde, wurden in die dafür gebildete Kom- 132 Schreiben des Dekans an das KUMvom 23.3. 1905,ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ. Wien,Karton609,PersonalaktBartschRobert. 133 KonzeptsbogenzumKUME37547/1911,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton 609,PersonalaktBartschRobert. 134 Schreiben desDekans an das KUMvom15.12. 1911,ÖStAAVA,Unterricht Allg., Univ. Wien,Karton609,PersonalaktBartschRobert. 135 Bartsch, Selbstdarstellung27. 136 Schartner, Staatsrechtler 154Fn.392. 137 Bartsch, Selbstdarstellung23. 138 BG13.7. 1922StGBl. 441/1922überdenBühnendienstvertrag (Schauspielergesetz). Privatrecht 367
back to the  book Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938