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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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k) ErweinHöpler (vonHermingen)584 ErweinHöpler kam am9.Mai 1868 in Prag zurWelt, dort absolvierte er das Gymnasiumundbegann1886seinrechtswissenschaftlichesStudium,welcheser ab 1889 inWien fortsetzte. Am 4. Juli 1891 erwarb Höpler das Doktorat der Rechte inWien,585 bereits zuvor hatte er seine Karriere im Justizbereich be- gonnen.1897HöplerheirateteAnnaHoydar.586 1899wurdeerStaatsanwaltssubstitutinWien,1908StaatsanwaltinRied,1912 leitenderStaatsanwalt inGraz, 1916Hofratund leitenderStaatsanwalt inWien und schließlich 1920Generalprokurator.587Als besonders prägend bezeichnet GleispachHöplersGrazerZeit:»Dort fanderbaldAnschlußanHansGroß,den Altmeister derKriminalistik undGründerdesGrazer kriminologischen Insti- tuts,derihnzudenerstenVeröffentlichungenanregte.«588NachdemTodeGroß’ warHöpler imwissenschaftlichenBeiratdesGrazer Instituts tätig.589Gleispach ermutigteHöplersichzuhabilitieren.590Soreichteeram22.Februar1923591als Habilitationsschrift das »Handbuch für Untersuchungsrichter«, dem »andere Schriften beigegeben«592waren, an derWiener Fakultät ein. Als Begutachter wurdenGleispachundLöfflerbestellt.Bereits inderSitzungvom8.März1923 beschlossdasProfessorenkollegium»[a]ufAntragderbeidenReferenten […], dass demHerrn Dr. Höpler mit Rücksicht auf seine anerkannte Stellung in Fachkreisen und die notorische rednerische Begabung, die venia docendi für KriminologieunterNachsichtderweiterenSchrittedesHabilitationsverfahrens (KolloquiumundProbevortrag)zuerteilen.«593DasMinisteriumbestätigteden BeschlussdesProfessorenkollegiumsam21.März1923.Bereits imSommerse- mester1923nahmHöpler seineLehrtätigkeitmitderzweistündigenVorlesung »DiepsychologischeWertungdesBeweisesauf«.594 IndenfolgendenSemestern bereicherte er das Angebot derVorlesungen zu den strafrechtlichenHilfswis- senschaftenmit Lehrveranstaltungen zur Erscheinungslehre des Verbrechens und zur Psychologie desVerfahrens, wobei er besonderen Fokus auf die Psy- 584 Vgl.Gleispach, ErweinHöpler;Höpler vonHermingenErwein, in:ÖBLII (Wien1959) 363 f.;NFPvom28.1. 1932Nr.24195, 6. 585 UAW,M32.3–432, promoviert wurde er laut curriculumvitae am6. Juli vgl.ÖStAAVA, UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton610PersonalaktHöplerErwin. 586 Fragebogen,BArch(Berlin-Licherfelde),R/3601/5790. 587 Gleispach, ErweinHöpler29. 588 Gleispach, ErweinHöpler29. 589 Probst, Strafrecht 140Fn.94. 590 Gleispach,WienerUniversitäts-Institut 591. 591 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton610,PersonalaktHöplerErwin. 592 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton610,PersonalaktHöplerErwin. 593 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton610,PersonalaktHöplerErwin. 594 VorlesungsverzeichnisderUniversitätWienSS1923. StrafrechtundStrafprozessrecht 449
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938