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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Offenbar imZusammenhangmit seinerDienstversetzungnachWien1936be- antragteererfolgreichseineUmhabilitierungnachWien, lehrte jedochnurein Semester inWienundwurde schon imFebruar 1937 – alsNachfolgerAdam- ovichs,mit demer eng befreundetwar – als Extraordinarius nachGraz beru- fen. 1940 trat Spanner der NSDAP bei249 und verfasste ein Jahr später sein Hauptwerk »DieEingliederungderOstmark insReich«. 1951wurde er zumo. Professor inGrazernannt, es folgtenBerufungennachErlangen1956undnach München1960, 1975erfolgte seineEmeritierung. 6. DerVorlesungsbetrieb Wie bereits erwähnt, nahmen die hier dargestellten Fächer bis zur Studienre- form1935 einenverhältnismäßig kleinenPlatz imRahmendes Studiums ein: Das »allgemeine und österreichische Staatsrecht« war fünfstündig, »Verwal- tungslehreundösterreichischesVerwaltungsrecht«sechsstündigzu lehren.Der Studienplan1935brachtehier eine zweifacheAufwertung, einerseits durchdie Vermehrung der staatsrechtlichen Vorlesungen um dreiWochenstunden und der verwaltungsrechtlichen Vorlesungen um vierWochenstunden; zusätzlich aber sollte eine zweistündige Vorlesung aus Verwaltungsverfahrensrecht und Verwaltungsgerichtsbarkeit gehaltenwerden, sodass insgesamt eine Erhöhung von 11 auf 20Wochenstunden, also fast eine Verdoppelung des Vorlesungs- stoffes, stattfand. DasVorlesungsverzeichnis ergibt ein recht buntes Bild: Die beidenHaupt- vorlesungen wurden von sämtlichen Ordinarien (Bernatzik, Menzel, Kelsen, Layer, Merkl, Adamovich), aber auch von mehreren Dozenten in wechseln- derAbfolge und häufig parallel zueinander gelesen, teilweise auch getrennte Vorlesungen zu »Allgemeiner Staatslehre«, zu »(Deutsch-)Österreichischem Staatsrecht«, zu»Verwaltungslehre«und»ÖsterreichischemVerwaltungsrecht« angeboten, ohnedass einebesondereRegel erkennbarwäre. FürdenZeitraum 1919–1928kanngesagtwerden, dass das Staatsrecht v.a. vonKelsen, dasVer- waltungsrecht von Menzel gelesen wurde, doch auch hier gab es Durchbre- chungen in beide Richtungen. Die vom Studienplan 1935 neu vorgesehene Vorlesung aus »VerwaltungsverfahrenundVerwaltungsgerichtsbarkeit«wurde unter diesemTitel lediglich einmal – imWS1936/37 vonHans Spanner – ge- halten,andererseitshatteninsbesondereAdamovichundHerrnritt schonlange vorherimmerwiederVorlesungenausdiesenbeidenRechtsgebietenangeboten. VielederSpezialvorlesungenwarenstarkzeitbezogen:ObKelsendievonihm für dasWS 1918/19 angekündigte Vorlesung über den österreichisch-ungari- 249 Mitgliedsnummer7.642.051; vgl. Schartner, Staatsrechtler 309. DiestaatswissenschaftlichenFächer518
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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