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Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
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489Die weitere Entwicklung der Zahlen bis 1938 lich sank, während die Zahl derer, die weiterhin eine Rente erhielten, d. h. eine MdE von über 35 % nachweisen konnten, bereits ab 1923 neuerlich zu steigen begann. Die- ser Anstieg lässt sich nur durch eine stetige Verschlechterung des Gesundheitszustan- des der Kriegsbeschädigten erklären. Eine Folge dieser Entwicklung war, dass ab 1931 erstmals seit der 7. Novelle wieder mehr als die Hälfte der Kriegsbeschädigten zu den Rentenbeziehern zählte, während 1922 mehr als 50 % der Rentenbezieher ihrer Rente verlustig gegangen waren, weil ihnen eben eine MdE von weniger als 35 % attestiert worden war. Diagramm 2 : Verteilung der Kriegsbeschädigten auf die MdE-Stufen, 1922–1938 Quellen : vgl. Diagramm 1 ͨ ͭ.ͨͨͨ ͩͨ.ͨͨͨ ͩͭ.ͨͨͨ ͪͨ.ͨͨͨ ͪͭ.ͨͨͨ ͫͨ.ͨͨͨ ͫͭ.ͨͨͨ ͬͨ.ͨͨͨ ͬͭ.ͨͨͨ ͪͭ–ͫͭ % ͬͭ–ͭͭ % ͮͭ–ͯͭ % MdE ͩͭ–ͪͭ % ͭͭ–ͮͭ % über ͯͭ % über ͯͭ blindͫͭ–ͬͭ % über ͯͭ „hil os“ * Für die Jahre ohne Datenpunkte konnten keine Zahlen gefunden werden. Die Angaben für das Jahr 1922 sind Schätzungen, die auf der angenommenen Gesamtzahl von 143.000 Kriegsbeschädigten beruhen. Betrachtet man die Verteilung der Kriegsbeschädigten auf die einzelnen MdE-Stufen im Detail (Diagramm 2), sieht man, dass sich dieser Trend im Detail auch in den höheren MdE-Stufen ablesen lässt. Die Gesamtzahl der Rentenempfänger stieg dem- entsprechend von 1926 bis 1938 um insgesamt ca. 10.000 (Diagramm 3) ; je höher al- lerdings die MdE war, desto geringer war der Zuwachs im zeitlichen Verlauf. Die Zahl der Empfänger der Höchstrente (MdE über 75 %) blieb während des gesamten Zeit- raumes fast unverändert. Diese Beobachtung dürfte sich dadurch erklären lassen, dass
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Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Die Wundes des Staates
Subtitle
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Authors
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
586
Categories
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