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weitere Entwicklung der Zahlen bis 1938
lich sank, während die Zahl derer, die weiterhin eine Rente erhielten, d. h. eine MdE
von über 35 % nachweisen konnten, bereits ab 1923 neuerlich zu steigen begann. Die-
ser Anstieg lässt sich nur durch eine stetige Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des der Kriegsbeschädigten erklären. Eine Folge dieser Entwicklung war, dass ab 1931
erstmals seit der 7. Novelle wieder mehr als die Hälfte der Kriegsbeschädigten zu den
Rentenbeziehern zählte, während 1922 mehr als 50 % der Rentenbezieher ihrer Rente
verlustig gegangen waren, weil ihnen eben eine MdE von weniger als 35 % attestiert
worden war.
Diagramm 2 : Verteilung der Kriegsbeschädigten auf die MdE-Stufen, 1922–1938
Quellen : vgl. Diagramm 1
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* Für die Jahre ohne Datenpunkte konnten keine Zahlen gefunden werden. Die Angaben für das Jahr 1922
sind Schätzungen, die auf der angenommenen Gesamtzahl von 143.000 Kriegsbeschädigten beruhen.
Betrachtet man die Verteilung der Kriegsbeschädigten auf die einzelnen MdE-Stufen
im Detail (Diagramm 2), sieht man, dass sich dieser Trend im Detail auch in den
höheren MdE-Stufen ablesen lässt. Die Gesamtzahl der Rentenempfänger stieg dem-
entsprechend von 1926 bis 1938 um insgesamt ca. 10.000 (Diagramm 3) ; je höher al-
lerdings die MdE war, desto geringer war der Zuwachs im zeitlichen Verlauf. Die Zahl
der Empfänger der Höchstrente (MdE über 75 %) blieb während des gesamten Zeit-
raumes fast unverändert. Diese Beobachtung dürfte sich dadurch erklären lassen, dass
Die Wundes des Staates
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Die Wundes des Staates
- Subtitle
- Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
- Authors
- Verena Pawlowsky
- Harald Wendelin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79598-8
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 586
- Categories
- Geschichte Nach 1918