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Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
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490 Statistik der Kriegsopfer in dieser Gruppe der Schwerbeschädigten die Sterblichkeit tatsächlich so hoch war, dass Zuwächse durch Todesfälle vollständig kompensiert wurden. Man kann daher wohl davon ausgehen, dass zahlreiche Invalidenrentenbezieher im Laufe ihres Lebens die Rentenstufen von unten nach oben durchliefen. Viele derer, die zunächst nach der 7. Novelle zum IEG im Jahr 1922 den Anspruch auf eine Invalidenrente verloren hat- ten, erhielten diesen nach einer Verschechterung ihres Gesundheitszustandes wieder, dagegen hatten jene, die bereits höher eingestuft waren, eine geringere Lebenserwar- tung, starben und fielen daher aus der Statistik heraus. Auf den Punkt gebracht, kann man sagen, dass die Zahl der Kriegsbeschädigten im Laufe des Jahres 1922 ihren Höchstand erreicht haben dürfte. Das rasche Sinken dieser Zahl bei gleichzeitigem Anstieg der Witwenzahl innerhalb nur eines Jahres lässt den begründeten Schluss zu, dass die Sterblichkeitsrate zunächst äußerst hoch war. Der Gesundheitszustand der Überlebenden verschlechterte sich auch in der Folge noch kontinuierlich, wenn auch nicht mehr dramatisch. Diagramm 3 : Verteilung der Kriegsbeschädigten auf die MdE-Stufen, gestapelt, 1922–1938 Quellen : vgl. Diagramm 1 ͨ ͩͨ.ͨͨͨ ͪͨ.ͨͨͨ ͫͨ.ͨͨͨ ͬͨ.ͨͨͨ ͭͨ.ͨͨͨ ͮͨ.ͨͨͨ ͯͨ.ͨͨͨ über ͯͭ blind über ͯͭ „hil os“ über ͯͭ % ͮͭ–ͯͭ % 55–65 % 45–55 % 35–45 % * Für die Jahre ohne Balken konnten keine Zahlen gefunden werden. Die Angaben für das Jahr 1922 sind Schätzungen, die auf der angenommenen Gesamtzahl von 143.000 Kriegsbeschädigten beruhen.
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Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Die Wundes des Staates
Subtitle
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Authors
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
586
Categories
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