Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Page - 497 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 497 - in Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938

Image of the Page - 497 -

Image of the Page - 497 - in Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938

Text of the Page - 497 -

497Resümee : Prognosen und Fakten ursprünglichen Höhe sinken würde.43 Die tatsächlichen jährlichen Ausgaben für die Heilbehandlung in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre, wie sie für Wien und Nieder- österreich bekannt sind, lassen sich aufgrund der Verzerrung durch die Inflation kaum miteinander vergleichen, aber auch ab 1925 sanken diese Kosten nicht nur nicht, son- dern stiegen bis zum Jahr 1928 sogar noch um das etwa 2,4-Fache an.44 1938, so lässt sich zusammenfassend sagen, waren folglich wesentlich mehr Kriegs- opfer im Sinne des IEG bezugsberechtigt, als man unmittelbar nach Ende des Krieges angenommen hatte, und sie waren  – was die Kriegsbeschädigten unter ihnen betraf  – in einer wesentlich schlechteren gesundheitlichen Verfassung, als dies prognostiziert worden war. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung dürfte die Tatsache ge- wesen sein, dass die überwiegende Zahl der Kriegsbeschädigten nicht im klassischen Sinn verwundet war, sondern vielmehr an langwierigen internen Erkrankungen  – ins- besondere an Tuberkulose  – litt. Nachdem jene Kriegsbeschädigten, deren interne Er- krankung schon bei Inkrafttreten des IEG sehr weit fortgeschritten war, bereits in den ersten entbehrungsreichen Jahren nach dem Krieg verstorben waren, stabilisierte sich der Gesundheitszustand der übrigen so weit, dass sie zwar längerfristig überlebten, aber chronisch krank blieben. 43 Ebd. 44 Fahringer/Büsch/Liebl, Kriegsbeschädigtenfürsorge, S.  87.
back to the  book Die Wundes des Staates - Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938"
Die Wundes des Staates Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Die Wundes des Staates
Subtitle
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Authors
Verena Pawlowsky
Harald Wendelin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79598-8
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
586
Categories
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wundes des Staates