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505Zahlen
insgesamt rund 218.000 organisierte Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene in
Österreich (siehe Tabelle 21).
Tabelle 21 : Anzahl der in Vereinen organisierten Kriegsopfer, 1919/1920
Quelle : AT-OeStA/AdR BMfsV Kb, Kt. 1559, Sa 44 ; Staatsamt für soziale Verwaltung, Amtliche Nach-
richten, Wien 1920, S. 598 ; Statistisches Handbuch für die Republik Österreich, Wien 1921, Tabelle III
Stand der Bevölkerung, 1. Anwesende Bevölkerung und Bevölkerungsdichte 1910 und 1920
Bundesland* Mitglieder der Kriegsopfer-
vereine, 1919/1920 Einwohner Österreichs, 1920
absolut** in % absolut in %
W 119.390 54,8 1,841.336 30,0
NÖ 38.840 17,8 1,457.335 23,8
OÖ 16.120 7,4 858.795 14,0
Sbg 5.800 2,7 214.200 3,5
Stmk 21.080 9,7 953.684 15,6
Ktn 4.100 1,9 366.589 6,0
T 7.890 3,6 306.304 5,0
V 4.710 2,2 133.212 2,2
gesamt 217.930 100,0 6,131.455 100,0
* Das Burgenland, das erst 1921 Teil Österreichs wurde, fehlt in dieser Liste noch.
** Die Verzeichnisse, die das Ministerium im Laufe vieler Monate sammelte, enthielten die Zahl der Mit-
glieder teilweise nicht oder nannten – wie etwa der Verband kriegsbeschädigter Intellektueller oder der
Landesverband Niederösterreich des Zentralverbandes – nur die Zahl der Kriegsbeschädigten unter den
Mitgliedern, nicht aber die der Witwen. Die hier angeführten (und gerundeten) Zahlen umfassen nur
Vereine mit Angaben zum Mitgliederstand und berücksichtigen die jeweils jüngste Meldung.
So ungenau die Zahlen sich im Detail auch darstellen mögen, zwei Aussagen schei-
nen zulässig zu sein : Zum einen schloss sich offenbar tatsächlich die Mehrheit der
Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen in Österreich nach dem Ersten Welt-
krieg einem Kriegsopferverein an : Wenn man die zwar nur geschätzte Zahl von
280.000 Kriegsopfern
– die außerdem nicht für 1919/1920, sondern für 1922 ermittelt
wurde28
– für die ersten Nachkriegsjahre heranzieht, so lag der Organisierungsgrad bei
etwa 75 % oder sogar darüber. Zum anderen lebte die überwiegende Mehrheit – etwa
drei Viertel – der organisierten Kriegsopfer in Wien und Niederösterreich, obwohl
28 Vgl. Kapitel 14.4.
Die Wundes des Staates
Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Die Wundes des Staates
- Subtitle
- Kriegsopfer und Sozialstaat in Österreich 1914–1938
- Authors
- Verena Pawlowsky
- Harald Wendelin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79598-8
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 586
- Categories
- Geschichte Nach 1918