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Ansichten ĂĽber dieses Werk verschieden.
Die richtigeist: C.Habe keine Volkslieder,
sondern nur geschichtliche Nachrichten
gesammelt, die er dann nach dem Muster
historischer Volksgesänge selbst in gebun-
dene Rede gebracht. Die Reinheit der
Sprache, die Leichtigkeit und NatĂĽr-
lichkeit ihrer Fassung hat denselben Ein-
gang im Volke verschafft. Jedem Gesänge
ist die Darstellung der Thatsache in Prosa
beigefĂĽgt. Diese Gedichte wurden von P.
Emerico di Budua in's Lateinische
ĂĽbersetzt und erschien diese Uebersetzung
unter dem Titel:
(1764). Das Original wurde mehrere
Male zu Ofen, in Wien bei Wenedikt,
in Agram bei Ljud. Gaj, in Ragusa bei
Martechini und in Zara bei Battara auf-
gelegt. Auch erschien von C. das Werk:
1836), d. i.
Fähre durch die heil. Schrift und die ge-
offenbarten Begebenheiten aller Jahrhun-
derte u.s.w., welches fĂĽr slavische Sprach-
forscher Werth besitzt.
22.ric> di0Fr2.ü(:0 äeM namiui illuLtri äeiia
D3.i1n2.2i3. (V^ien 1856, Lselmsr, unä 2a.i-a,
Vattara, 8°.) 8. 67.
Cadonici, Johann (Sä' cularprie-
ster und Schriftsteller, geb. zu Ve-
nedig 1705, gest. am 27. Febr. 1786).
Er war einer der hervorragendsten Zög-
linge des Patriarchen-Seminars, Freund
des berĂĽhmten P. Ios. Maria Pujati
und stand hoch in der Achtung zweier
Päpste, nämlich Benedikts und Kle-
mens XIV. Dem ersteren, der ihn zum
Canonicus des bischöflichen Capitels zu
Cremona ernannte, widmete er sein Werk:
kN 1747).
Später mußte er dasselbe gegen die An- griffe der Kritik vertheidigen und so schrieb
er:
^ Mo v6loto 1753). Cardiual Q u e-
r in i schrieb darĂĽber zwei anerkennende
Briefe (27. Mai und 22. Juni desselben
Jahres). Die vorzĂĽglichsten seiner ĂĽbrigen
Werke sind: „Ksniimento H/
(1763); — „Os animab^s
1766, 4°.); — ferner schrieb er
eine Schrift gegen F 0 ntenell ^„Mehr-
heit der Welten" und eine Erläuterung
der Stelle in den Werken' des heil. Au-
gustin: „Die Kirche Christi wird in der
Dienstbarkeit der weltlichen FĂĽrsten sein",
wozu Zola eine denkwĂĽrdige Vorrede
schrieb. In seinem Nachlasse fand man
eine Flugschrift ĂĽber eine seltsame Er-
scheinung, nämlich: „In/o?-ma6ions 5o/>7-a
i l /amo50 sei Kgitato /enomeno cislia
omitomts 5«5n' ecl
i^ (6lS80iH 1749),
dessen P. Zaccaria in seiner „Htona
cl'Italia" und Moschini in
seiner I^/stts»'atu7'a ^iSHian.«^ Erwäh-
nung thun.
et ais-aucl, Libi. 53.cräs. —
ro kigtorihns. — /)anäolo
nlo)) 1,2. c2,6.nt3, äsiia. ik^nddliol». <11 Ve -
6213. 6<1 i 8U01 ultimi cill^uaQt' 3.nni.
tu.äii Ltorioi (VeneäiZ 1856, U'a.ratovioli,
°.). ^ppLnäieo 8. 225. l^iunts 6 corre-icmi
1 cenui bioFraĂĽei, 6. 20.
Cadorin, Joseph (Kunstforscher,
geb. in Cadore, gest. zu Venedig 14.
Dec. 1851). Trat jung in den priester-
lichen Stand. Später war er Inspector
an den städtischen Schulen der mittlern
und ärmern Classen Venedigs, dann Leh-
rerder schönen Wissenschaften im Seminar
zu Venedig, welche Stelle er Kränklichkeit
halber aufgab. Als er einst das venetiani-
sche Archiv in den Frari besuchte und in
den 298 Sälen und Gemächern dieses
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon