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Studien. In den Jahren 1843 und 1847
aab er: „^Votisis »neHco - 5t«ti5k'e/is
^lla ^stta^-a" mit praktischen Winken
und Erfahrungssätzen über die dabei
angewendete Badecur heraus.
Nekrolog von Gottard Cattaneo in dem 503iio
utüo. äi Verona (?) 1855.
, auch Caldwell, Thume,
Chevalier de (k. k. Oberst, Ritter des
Mar. Theresienordens, geb. zn Caldo-
vell in Irland 1733, gest. zuSchweid-
nitz den Tod der Ehre 19. Aug. 1762).
Trat als Volontär in die Armee, ward
aber bald Hauptmann. Im siebenjährigen
Kriege gab er die ersten Proben seiner
Tapferkeit. Nach den Tagen bei Lob o-
sitz, Prag, Breslau rückte er zum
Major vor, und 1759 erhielt er für seine
außerordentlichen Leistungen in diesen
Schlachten das Ritterkreuz des Mar.
Theresienordens. Im I . 1760 focht er
unter Loudon bei Landshut so aus-
gezeichnet, daß ihn der FM. mit der Sie-
gesbotschaft nach Dresden sendete. Wei-
tere Thaten verrichtete er bei Liegnitz,
wo er an der Katzbach durch seinen Hel-
denmuth wesentlich zum Erfolge des Ta-
ges beitrug. Er ward nun Oberstlieut.
Im 1.1761 erhielt er mit Oberstlieut.
de Vins das Commando über die Gre-
nadiere der Loudo n'schen Armee, die
sich bei der Eroberung von Schweidnitz
hervorthaten. FM. Daun, an welchen
er mit der Siegesnachricht gesendet ward,
rühmte ihn der großen Kaiserin ganz be-
sonders an, und es erfolgte seine Ernen-
nung zum Obersten. Er war damals erst
28 Jahre alt. Aber schon ein Jahr dar-
nach machte der Tod diesem wahren Hel-
denleben ein Ende. Bei einem Ausfalle
aus Schweidnitz, in welcher Festuug
er als Brigadier eingeschlossen war, ward
er bei Verfolgung des Feindes, und nach.
dem er einen Hauptmann mit 40 Mann
gefangen genommen hatte, tödtlich ver-
wundet und erlag 5 Tage darnach. Lou- don selbst konnte dieses Kriegers nie ver-
gessen.
Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Heraus-
gegeben von Hirtenfeld und Dr. Mey-
nert (Wien 1851) I. Bd. S. 601.
Calegari, Anton (Compositeur,
geb. zu Padua in der zweiten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts, gest. ebenda
22. Juli 1828). Er schrieb mehrere Opern,
unter andern „I,s 5o?-6lls 7-wali-^ welche
1784 zu Varese aufgeführt worden sind.
Die Kriegsereignisse jener Zeit zwangen
ihn sein Vaterland zu verlassen u. er ging
nach Paris, um dort sein Glück zn ver-
suchen. Es war ihm auch gelungen und
zwar auf folgende Weise: Er gründete
nämlich auf die Wahrheit: Die Musik ist
die Sprache der Empfindungen, ein neues
Sprachsystem, dachte sich die Noten als
Buchstaben, die Tacte als Sylben uud die
Rythmen als ganze Worte, deren Zu-
sammenstellung die verschiedenen Musik-
stücke hervorbringt, als Romanzen, Arien,
Rondeaux. Er schrieb nun 1400 Rythmeu
oder Phrasen auf, durch deren Combina-
tion eine unzählige Menge Romanzen und
Arien im italienischen Geschmacke mit Be-
gleitung des Claviers zu Papier gebracht
werden konnte, schickte eine Einleitung
voraus, u. gab diese in Deutschland schon
dreißig Jahre früher bekannte Spielerei
als: „ I / ^ t cls como^se?- l
1802, 2^eite ^nÜ9.F6 1803), diese
letztere mit dem Zusatz auf dem Titel:
),Mie ä Mws. ZonaMT-ts" heraus, welche
neue Kunst zu compouiren bei den Fran-
zosen allgemein Beifall fand. Nach dem
Wechsel der politischeu Verhältnisse kehrte
er in seine Heimat zurück, nnd wurde in
seiner Vaterstadt Capellmeister an der
Kirche del Santo, in welcher Stellung er
bis an seinen Tod verblieb. — Cale-
gari der Jüngere, Compositeur. Unter
diesem Namen ist in Italien ein Componist
komischer Opern, wie es scheint des Vori-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon