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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Page - 258 -
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Page - 258 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

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258 Modell. Studien im Dränge zn schaffen, in der Anregung durch classische Lcctüre entstan- den. Diese Basreliefs fanden eine Stelle in der Villa Rezzonico bei Bassano. Nocchi, Domcnico del Frate, Pi ro l i und Fon- tana haben dieselben, die letzteren zwei nur im Umrisse, gestochen); — „Amor und Psyche" (stehende Gruppe; befand sich im Palaste zu Compiegne); — ^„Denkmal des Bischofs Giustiniani" (Basrelief in der ConsreFaiione äi C.aritä. zu Padua); — t8tt0. „Amor und Psyche" (Wieder- holung der Gruppe vom Jahre 1797 für die Kaiserin Iosephine, kam mit den Schätzen von Malmaison nach Petersburg. Als C. zum ersten Male nach Paris reiste (l803), so mißfielen ihm die Gewänder an dieser Gruppe und erschienen ihm formlos. Er lieh sich das Werkzeug und fuhr jeden Morgen in einem gemietheten Cabriolet nach Villers, um fo viel er es vermochte, die schlechte Drappcrie zu verbessern. ^Stendhals „Spaziergänge in Rom".i Vergl. darüber: Der Freimüthige (Berlin, 4°.) 1803, Nr. 103: „Ueber den Bildhauer Canovam Rom"); — -^„Kreuz- abnahme" (Basreliefs-Modell, später für G. Widm an in Venedig von Ant. d'Este in Marmor ausgeführt); — „Perseus mit dem Haupte der Medusa" (Marmor- statue. Ging aus der Skizze eines Mars her- vor; wurde vom Papste Pins VII. gekauft, im Cortile des Batican-Museums aufgestellt, und zwar anfänglich an dcr Stelle, wo der berühmte Apollo stand, dcr mit andern Schä- tzen nach Paris gewandert; als er später, auf seine alte Stelle durch C. selbst wiedergebracht, zurückkehrte, erhielt er seinen Platz ihm gegen- über); — „Die Athleten Kreugas und Domo;enos" (Marmorgruppe, im Auftrage des h. Vaters Pius VII. gekauft, befindet sich im Vatican. Einen Abgnß davon schickte C. nach Venedig, einen nach Paris, wo die allgemeine Stimme mit dem Lobe von Qua- tremore de Quincy nicht übereinstimmte. Vergleiche Journal des Luxus und der Mode Weimar, 8°.) 1804, S. 417); — „Ko- lossal - Statue des Königs Ferdi- nand von Neapel" (im Gebäude der 8tuä^ zu Neapel); — „Pcrseus" (Wieder- holung der obigen Statue für die Gräfin Tarnowska in Warschau); — ^„Padua" (Statue in Marmor für die Stadt Padua, wofür diese den Künstler durch seine im rr^tn äe1i2. Vals aufgestellte Statue auszeichnete); — 18ftt. „Herkules, die eignen Kinder tö d tend" (Basreliefs - Modell); — 4802. ^„Herkules und Lykas"(kolossaleGruppe. Das Modell in der Akademie dcr bildenden Künste zu Venedig, in der 82.1a nuova. Nu Geschenk seines Bruders. Die Gruppe ist im Auftrage des Banquier Torlonia in Neapel in Marmor ausgeführt. Bergl. darüber: Der Freimüthige (Berlin) 1803, Nr. 103.- „Ueber den Bildhauer Canova in Nom", mit beilie- gendem Kupferstich);—1803. „Napoleon" (mit Scepter und Reichsapfel, und einem Genius, dcr einen Palmzweig und die Krone trägt. Kolossale Statue. Das Urtheil franz. Kritiker ist diesen: Werke C.'s ungünstig, selbst Napoleon bemerkte lächelnd, als er sie sah: «Qanova oroit äano gu6 ^o tais mss ean- huotes ä, aoupg äo poinss." Nach der Schlacht von Austerlitz kam diese Statue sonderbarer Weise in den Besitz Wellingtons.-i-Ein Broncegntz darnach im Palaste der Lrera. zu Mailand. Der Kopf der Statue zählt zu den gelungensten Arbeiten des Künstlers und gibt in der Großartigkeit der Formen den indivi- duellen Charakter des Helden mit idealisiren- der Wahrheit wieder. Große Anstrengung kostete den Künstler die Charakteristik dcr Augen, so bezeichnend ooc^ äi xsseo morto genannt. lVcrgl. Lit. Conversat. Blatt, 1823, Nr. 187, Mittheilung von Friderike Brun.) Als sie, um zur See nach Frankreich versandt zu werden, auf die Tiber an Bord gebracht wurde, da ward auf dem Schiffe eine Vor- richtung getroffen, vermittelst welcher man sie innerhalb drei Minuten in's Meer versenken konnte, falls man zu heiß von den englischen Kriegsschiffen verfolgt würde. ^Stendhals „Spaziergänge in Nom", Globe 1829)); — 1804. ^„Palamedes" (Statue für den Grafen Sommariva. Sie stürzte in der Werkstatt C.'s vom Gestelle und zerbrach in zwei Stücke. C. wäre fast ein Opfer des Un- falls geworden. C. wollte sie durch eine andere ersetzen, aber der Graf, in seiner Verehrung für C., beredete ihn, sic nur zusammenzufü- gen, und darauf kam sie in die berühmte Villa Sommariva's am Comcrsee); — 1805. „Pius VII." (Büste von C. dem Kaiser Napoleon verehrt. Dazu diente das Stück Marmor, das unter den Armen der N ad oleons - Statue herausgefallen ist. ^Stcndhals „Spaziergänge in Rom", Globe 182V; — *„Vüste deS Kaiser Franz" (anfänglich für die St. Markus- Bibliothel in Venedig bestimmt, kam sie dann nach Wien); — ^„Mausoleum der Erzherzogin Christine" (in der Augustinerkirchc zu Wicn. Der Künstler stellte das Denkmal in Wien selbst auf; reich be- schenkte ihn der Herzog Albert von Sachsen- Teschen dafür. Künstler und Kunstfreunde feierten seine Anwesenheit. C.'s Selbstkrit^
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Volume 2
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Bninski-Cordova
Volume
2
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1857
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
470
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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