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(kolossal, für Papst Pius VII.); - „L a u r a"
(Büste, für Herzog von Devonsyire); —
^„Beatrice" (Büste, für Grafen Cico-
gnara); — „Sapph o" (Büste, verschieden
von der obigen Herme, fĂĽr Lord Bethel);
— ^„E leonore von E st e" (Büste, für
Graf Paul Tosiin Brcscia); — „Hele n a"
(für Graf Bac in L'ievland); — „B achische
Nymphe" (Modell; die Nnune des Bacchus;
der nicht vollendete Marmor kam in den Besitz
des Königs von England);—isItt^Schla-
fendeNymphe" (Modell, die AusfĂĽhrung,
die nur noch der letzten Hand bedĂĽrfte, wurde
durch C.'s Kränklichkeit verhindert); - 1822.
«„Gruppe der Pieti^" (Modell. Unter
Pietä. versteht man Christus im Schooße
der Schmerzensmutter und Magdalcna. Diese
Gruppe war fĂĽr den Tempel in Possagno
bestimmt. C.'s Erbe, der Bruder, lieĂź sie in
Bronce gieĂźen und an dem von C. bezeichne-
ten Puncte aufstellen); — »„Modelle ;u
sieben Metopen fĂĽr den Tempel in
Possagno" (die Motive waren aus der h.
Schrift: die Schöpfung der Welt, die Bele
bung Adams, Kains Brudermord, Abrahams
Opfer, Maria VerkĂĽndigung, die Heimsuchung
und die Darstellung im Tempel. Im Ganzen
war ibre Zahl auf 14 berechnet. Vergl. Kunst-
blatt 1824, S. 34); — „Grabdenkmal"
(durch Grafen Tatini im Lovere aufgestellt.
Auf einer Marmortafel, ein Aschenkrug ĂĽber
dem ein zerrissener Kranz hängt, an der Säule
sitzt eine weibliche Gestalt. Den traurigen
AnlaĂź dieses Monumentes siehe in der Zeitung
„Unser Planet" 1837, S. 499: „Canova und
Tatini" von Prof. SchĂĽtz. Uebrigens sind
die Angaben in diesem Aufsatze, baĂź C. im
Jahre 1760 geboren, daĂź er KĂĽchenjunge bei
Falieri gewesen, falfch); — *„Herme
der Beatrice" (fĂĽr den Grafen Stephan
Szech 6 ny); —^ „Büste Napoleons" in
d. Gall. Esterhazy). — „Denkmal für dcn
Marchese Salsa Beria in Neapel"
(Modell); — „Pari s" (Statue, verändert);
— „Tänzerin" (Statue, verändert, für
H. Clarle in London); — „H. Johan-
nes der Täufer, als Kind" (Wieder-
holung der Statue vom 1.1317, mit kleinen
Abänderungen. Im Besitze H. Berings in
London); — Die Büsten: „Pius VII."
(zweimal, fĂĽr die BĂĽstcnsammlung des Capi-
tols und für das Museum Chiar.unonti); —
,*„Leopoldinc Esterhazy-Liechten-
stein" (nach der Statue vom I. 1806); —
„Cimarosa" (dem Cardinal Consalvi
verehrt); — „Napoleon" (für Marquis
Aubercorne); — „Mad. Laetitia"
(im Besitze des Herzogs vonDevonshire); — „Lucret ia d'Este" (für H. Ber ing in
London); — „F a m i l i e P a tr iz i" (in Rom);
— „H. Mar ia" (Büste, uut. Lebensgröße);
— ^„Genius am Grabe Rezzonico's"
(kolossale BĂĽste, im Bes. des FĂĽrsten Ester^
h a z Y); -» „Z wei Muse n" (eine im Besitze
Berings in London, andere Geschenk an
Grafen Rasponi in Navenna); — „He r m e
mit dem Kopfe Mar ia Louisens"
(im Schloß zu Parma, kolossale Größe); —
„Herme einer Vestal in" (im Privat-
besitze zu Neapel); — „Herme des F r i c-
' dens" und der „Beatr ice" (beide bei H.
Bering in London); — ^„Kolossalbüste
des Grafen Cicoguara" (in Modell nnd
im Marmor, im Bes. der Familie Cicognara.
Eine der letzten Arbeiten C.'s, mit der er
noch kurz vor seinem Tode beschäftigt war). —
Viele Arbeiten, nahe an 20 Statuen, Gruppen
und 16 Büsten, ideal und Porträt, darunter:
Mad. Necamicr, Antonio d'Este n. A.
waren unvollendet geblieben u. befanden sich in
seinem Studio, als er starb. Dasselbe war mit
mehreren Arbeiten für seinen „Tempel in
P o ssag n o" der Fall, der in den letzten Jahren
seines Lebens seinen Geist vielfach beschäftigte
und worauf er sehr viel verwendete. —
Als Veranlassung des Baues des Tempels
in Possagno wird das Folgende erzählt:
C. hatte die Statue der Religion mit Kreuz
und Schild, auf welchem in Relief die Apostel
Petrus und Paulus angebracht sind, in ko<
lossaler Größe verfertigt nnd sie dem Papste
als Beweis seiner nnbegränzten Ehrfurcht und
Dankbarkeit angeboten, damit Se. Heiligkeit
sie in einem der ersten Tempel Roms auf-
stellen lasse. Die Cardinäle waren gegen die-
ses Projcct. Canova war darĂĽber entrĂĽstet;
die Erbitterung ĂĽber diesen Vorfall soll das
Leiden seines ohnehin schwächlichen Körpers
wesentlich verschlimmert haben, er verkaufte
alle seine liegenden Güter im römischen Ge-
biet und lieĂź aus eigenen Mitteln in seinem
Geburtsorte den herrlichen Tempel bauen,
eine Notonde, deren Frontispice genau nach
dem Pantheon zu Athen gebildet ist. Hier
ließ er die erwähnte Statue aufstellen. Den
Hauptaltar schmückt das Gemälde von seiner
Hand: die Kreuzabnahme. Vergleiche darĂĽber:
Msi'ii'mi (Mle/l.), Del tompio sretto in
I?058a3nc> Ü2 ^.. c^novk (Vensäig 1833,
?c,I. et 4°.). — söoni, ^ui^i? II tsmxio äi
^.. ciQiiQva o la Villa äi ^ossagno (C.'s
Geburtsort) (Uäiuü 1823, 8°.).
1.1>) Nebersicht der Werke C.'s. Vermeinte Werke
des KĂĽnstlers. Urtheil ĂĽber den Bildhauer
Canova. Die unvollendeten Arbeiten abge-
rechnet, so ergeben sich von C.'s Hand
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon