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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 262 -
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Seite - 262 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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262 (kolossal, für Papst Pius VII.); - „L a u r a" (Büste, für Herzog von Devonsyire); — ^„Beatrice" (Büste, für Grafen Cico- gnara); — „Sapph o" (Büste, verschieden von der obigen Herme, für Lord Bethel); — ^„E leonore von E st e" (Büste, für Graf Paul Tosiin Brcscia); — „Hele n a" (für Graf Bac in L'ievland); — „B achische Nymphe" (Modell; die Nnune des Bacchus; der nicht vollendete Marmor kam in den Besitz des Königs von England);—isItt^Schla- fendeNymphe" (Modell, die Ausführung, die nur noch der letzten Hand bedürfte, wurde durch C.'s Kränklichkeit verhindert); - 1822. «„Gruppe der Pieti^" (Modell. Unter Pietä. versteht man Christus im Schooße der Schmerzensmutter und Magdalcna. Diese Gruppe war für den Tempel in Possagno bestimmt. C.'s Erbe, der Bruder, ließ sie in Bronce gießen und an dem von C. bezeichne- ten Puncte aufstellen); — »„Modelle ;u sieben Metopen für den Tempel in Possagno" (die Motive waren aus der h. Schrift: die Schöpfung der Welt, die Bele bung Adams, Kains Brudermord, Abrahams Opfer, Maria Verkündigung, die Heimsuchung und die Darstellung im Tempel. Im Ganzen war ibre Zahl auf 14 berechnet. Vergl. Kunst- blatt 1824, S. 34); — „Grabdenkmal" (durch Grafen Tatini im Lovere aufgestellt. Auf einer Marmortafel, ein Aschenkrug über dem ein zerrissener Kranz hängt, an der Säule sitzt eine weibliche Gestalt. Den traurigen Anlaß dieses Monumentes siehe in der Zeitung „Unser Planet" 1837, S. 499: „Canova und Tatini" von Prof. Schütz. Uebrigens sind die Angaben in diesem Aufsatze, baß C. im Jahre 1760 geboren, daß er Küchenjunge bei Falieri gewesen, falfch); — *„Herme der Beatrice" (für den Grafen Stephan Szech 6 ny); —^ „Büste Napoleons" in d. Gall. Esterhazy). — „Denkmal für dcn Marchese Salsa Beria in Neapel" (Modell); — „Pari s" (Statue, verändert); — „Tänzerin" (Statue, verändert, für H. Clarle in London); — „H. Johan- nes der Täufer, als Kind" (Wieder- holung der Statue vom 1.1317, mit kleinen Abänderungen. Im Besitze H. Berings in London); — Die Büsten: „Pius VII." (zweimal, für die Büstcnsammlung des Capi- tols und für das Museum Chiar.unonti); — ,*„Leopoldinc Esterhazy-Liechten- stein" (nach der Statue vom I. 1806); — „Cimarosa" (dem Cardinal Consalvi verehrt); — „Napoleon" (für Marquis Aubercorne); — „Mad. Laetitia" (im Besitze des Herzogs vonDevonshire); — „Lucret ia d'Este" (für H. Ber ing in London); — „F a m i l i e P a tr iz i" (in Rom); — „H. Mar ia" (Büste, uut. Lebensgröße); — ^„Genius am Grabe Rezzonico's" (kolossale Büste, im Bes. des Fürsten Ester^ h a z Y); -» „Z wei Muse n" (eine im Besitze Berings in London, andere Geschenk an Grafen Rasponi in Navenna); — „He r m e mit dem Kopfe Mar ia Louisens" (im Schloß zu Parma, kolossale Größe); — „Herme einer Vestal in" (im Privat- besitze zu Neapel); — „Herme des F r i c- ' dens" und der „Beatr ice" (beide bei H. Bering in London); — ^„Kolossalbüste des Grafen Cicoguara" (in Modell nnd im Marmor, im Bes. der Familie Cicognara. Eine der letzten Arbeiten C.'s, mit der er noch kurz vor seinem Tode beschäftigt war). — Viele Arbeiten, nahe an 20 Statuen, Gruppen und 16 Büsten, ideal und Porträt, darunter: Mad. Necamicr, Antonio d'Este n. A. waren unvollendet geblieben u. befanden sich in seinem Studio, als er starb. Dasselbe war mit mehreren Arbeiten für seinen „Tempel in P o ssag n o" der Fall, der in den letzten Jahren seines Lebens seinen Geist vielfach beschäftigte und worauf er sehr viel verwendete. — Als Veranlassung des Baues des Tempels in Possagno wird das Folgende erzählt: C. hatte die Statue der Religion mit Kreuz und Schild, auf welchem in Relief die Apostel Petrus und Paulus angebracht sind, in ko< lossaler Größe verfertigt nnd sie dem Papste als Beweis seiner nnbegränzten Ehrfurcht und Dankbarkeit angeboten, damit Se. Heiligkeit sie in einem der ersten Tempel Roms auf- stellen lasse. Die Cardinäle waren gegen die- ses Projcct. Canova war darüber entrüstet; die Erbitterung über diesen Vorfall soll das Leiden seines ohnehin schwächlichen Körpers wesentlich verschlimmert haben, er verkaufte alle seine liegenden Güter im römischen Ge- biet und ließ aus eigenen Mitteln in seinem Geburtsorte den herrlichen Tempel bauen, eine Notonde, deren Frontispice genau nach dem Pantheon zu Athen gebildet ist. Hier ließ er die erwähnte Statue aufstellen. Den Hauptaltar schmückt das Gemälde von seiner Hand: die Kreuzabnahme. Vergleiche darüber: Msi'ii'mi (Mle/l.), Del tompio sretto in I?058a3nc> Ü2 ^.. c^novk (Vensäig 1833, ?c,I. et 4°.). — söoni, ^ui^i? II tsmxio äi ^.. ciQiiQva o la Villa äi ^ossagno (C.'s Geburtsort) (Uäiuü 1823, 8°.). 1.1>) Nebersicht der Werke C.'s. Vermeinte Werke des Künstlers. Urtheil über den Bildhauer Canova. Die unvollendeten Arbeiten abge- rechnet, so ergeben sich von C.'s Hand
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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