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tät bedingt wird. C. hat nun die Ver-
hältnisse der Topographie dieser beiden
Städte von damals und von jetzt genau
studirt, sorgfältig verglichen und dem
Werke solche Erläuterungen beigefügt,
daĂź alle Zweifel ĂĽber Ort und Stelle
der Vorfallenheiten, welche Cellini er-
zählt, behoben werden. Dadurch gewann
C.'s Werk insbesondere fĂĽr die Franzosen
ein erhöhtes Interesse. Auch istCarpani
der Verfasser des Textes zu dem Werke:
„ OalieT'i« insHta T-accoltcl cia ^»/-ivati gn-
(Uaii3.ua 1812, 4°.).
.. Q. Aio^^ä, 8°.) II . Vä. 3. 57. — 1816,
. . . (Naiiauä 1857, 8°.)
s. 435.
Cllrrara, Franz (Oi-. der Theolo-
gie, Archäolog, geb. zu Spalato
16. Nov. 1812, gest. 29. Iänn. 1854).
Ist der Sohn bĂĽrgerlicher Eltern. Schon
in frĂĽher Jugend zeigte sich in sanfter
GemĂĽthsart und SchĂĽchternheit sein Be-
ruf zum priesterlichen Stande. Er stu-
dirte die Theologie an den Seminarien
zu Spalato und Zara, und ging dann
nach Wien, wo er die Priesterweihe em-
pfing, und am 15. Nov. 1838 in der
Privatcapelle des Mons. FĂĽrsten Al-
t ier i die erste heil. Messe las. 1842
erhielt er die Professur aus der Religion
und allgemeinen Geschichte am bisch. Se-
minar zu Spalato, und rourde später zum
Conservator des Alterthums-Museums
dieser Stadt ernannt, welche Stelle, wenn
sie einerseits seine innigsten Wünsche rea«
lisirte, ihm andererseits viele Feinde
machte und bittere Stunden im Leben
bereitete. Von 1843-50 versah er die-
sen Posten, und die Resultate seiner Ver-
waltung liegen in der folgenden Ueber-
sicht seiner Erwerbungen vor. Diese be-
standen aber in 92 Grabdenkmälern, 23 ! Fragmenten solcher Monumente, 13
griech. Medaillen, 88 Consular-MĂĽnzen
in Silber, 4 kaiserlichen in Gold, 355 in
Silber, 1160 in Bronze, 37 alten geschnit-
tenen Steinen, 9 StĂĽck alten goldenen
Schmucksachen, 3 StĂĽck in Silber, 53
Skulpturen, 29 architektonischen StĂĽcken,
107 Gegenständen in Bronze und Kupfer,
118 in Glas und Krystall, 75 aus Elfen-
bein, 107 aus Eisen, 4 aus Blei, 59 aus
terrg. eottk, u. 2 zwei Ctr. schweren Mar-
morblöcken. Der größte Theil seiner schrift-
stellerrschen Arbeiten —,
sie folgen weiter
unten — fällt in diese Periode. Im I .
1850 verlieĂź er Spalato, dem Rufe des
Ministers des Unterrichts u. Cultus nach
Wien folgend, der ihm die Bearbeitung
einer italienischen Anthologie für die hö-
hern Gymnasial-Classen der italienischen
Lehranstalten ĂĽbertrug. Nach Beendigung
dieser Arbeit wurde er 1853 zum Pro-
fessor am höhern Gymnasium St. Cathe-
rina zu Venedig befördert. Im October
dieses Jahres verfügte er sich — aber
mit bereits sehr geschwächter Gesundheit
— auf seinen Posten nach Venedig, wo
er schon nach wenigen Monaten das
Opfer des Uebels wurde, welches seinen
KörperseitIahrenverzehrte.SeineSchrif-
ten sind:
(^i6u 1840,
1842, ^riärü22i) 8°.); — »
1844, östi-. klo^ä, Mit I'g.k.); —
8tato" (Ipkiato 1844, Oliveti e
Abhandlung auf dem IX. CougreĂź der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon