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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Page - 306 -
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Page - 306 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

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306 Theaterdichter und von fast allen Wiener Theater-Zetteln, seit 1600 bis auf die Gegenwart. Diese Sammlung brachte die k. k. Hofbibliothek käuflich an sich; eine zweite von Dosen — 1800 Stücke — die nicht blos als Curiositätensammlung, son- dern als ein Stück Wiener Kunstgeschichte seltenen Werth besitzt; 300 Stücke sind mit Oelbildern von den ersten Künstlern Wiens, als Waldmüller, Barbarini, bePian, Wutky, Ranftl, Krafft, Fischbach,Kobell, Dallinger, Frl. von Koudelka, Schwemminger, Gau ermann; und von Ausländern, wie Canella, Brioschi, Marco u. a. geschmückt. Außerdem besitzt diese Samm- lung andere Curiosa, u. a. Moliere's Tabaksdose; Dosen in Steinglas, eine neue Erfindung eines böhmischen Glas- fabrikanten u. d. m. Ioh. Gabr. Seidl, dessen Angaben in dieser Skizze zunächst benützt wurden, charakterisirt den Schrift- steller C. folgender Maßen: „Castelli war unbedingt der populärste Dichter Oe- sterreichs, als der er durch ununterbrochen freundschaftlichen Verkehr mit allen lite- rarischen Notabilitäten des Auslands nicht wenig dazu beitrug, dem östr. Volkscharak- ter auch auswärts Klang und Geltung zu verschaffen. Das österreichische Element prävalirt in ihm so sehr, daß es sogar jenen seiner Arbeiten, die er gewiß selbst nicht als strenge Originale sich vindicireu wollte, einen gewissen Zug von Ursprüng- lichkeit verleiht, den C.'s Feder nicht ver- kennen läßt." An Ehren fehlte es dem humanen Schriftsteller auch nicht, Kunst-, gelehrte Vereine, literarische und huma- nistische Institute sandten C. ihre Diplome zu; die Stadt Wien verlieh ihm 1835 das Ehrenbürgerrecht, 1809 erhielt er die silberne Aufgebotsmedaille. Sein eigener Monarch schmückte ihn noch am Abend seines Lebens mit dem Franz Iosefthorden, während andere Fürsten ihn schon früher mit ihren Decorationen ausgezeichnet. Album österreichischer Dichter (Wien, Pfautsch und Voß, 8°.) I. Bd. S. 215: „Biographie" von Ioh. Gabr. Seidl. — Oeftr. National- Encyklopädie (von Gräffer und Czitann), (Wien 1835, 6 Bde.) I. Bd. S. 484 und VI. Bd. Suppl. S. 390. — Meyer (I.), Das große Conversations-Lexikon für gebildete Stände (Hildburghausen 1852, Vibl. Inst., Lex. 8°.) VII. Bd. 1. Abtheil. S. 623. — (Brockhaus) Conversations-Lexikon (10. Aufl.) I I I . Bd. S. 707. — Wigands Conversa- tions - Lexikon für die gebildeten Stände (Leipzig 1847 u. f., gr.8°.) III. Bd. S. 136.— Frankl (L.A.Vr.), Sonntagsblätter (Wien, 8°.) 1845, S. 955; 1846, S. 1079; 1847, S. 243: „Gefundenes und Empfundenes. Skizzen aus meinem Leben", von Castelli. lUeberhaupt enthalten die Sonntagsblätter von ihrem Entstehen an (1842—47) zahlreiche Mittheilungen aus den Erlebnissen des Dich- ters von ihm selbst aufgezeichnet.) — Wiener Courier 1856, Nr. 218: „Castelli's Dosen- Sammlung." — Novellen - Zeitung (Leipzig, redig, von Nob. Giesecke) 1854 sgibt irrig den 6. März 1781 als Castelli's Geburts- tag an). — Frankfurter Conversationsblatt 1842, Nr. 189: „Mein Porträt, von mir selbst entworfen, für diejenigen, welche mich noch nicht kennen", von Castelli lging aus der „Wiener Zeitschrift für Kunst u. Literatur" in dieses und andere deutsche Blätter über, worin sich C. in übergroßer Bescheidenheit selbst folgende Grabschrift am Schlüsse setzt: „Hier liegt ein Mann, der treu ergeben Der Kunst gewesen und der Ehr', Er war nicht viel in seinem Leben Und jetzo ist er gar nichts mehr"). — S ch i l l in g (G. Dr.), Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard, gr. 8".) S. 63. — Henze (Adolph), Die Handschriften der deutschen Dichter und Dichterinnen (Leipzig 1855, 8°.) S. 20, Facsimile seines Namen- zugs Mrakterisirt seine Schrift folgender Maßen: „Schrift mit Bonhomie und gemüth- licher Laune"^. — AouvoUs LioxrIMis ßs- nsrais ... xndiiso 80U5 1a äirftotioQ cls 2l. 1s Dr. lloftsr (Varig 1853) IX. Lä. 8p. 98 ldie öffentliche Inachterklärung C.'s und der Auftrag, ihn seiner Kriegslieder we- gen (siehe die Biographie) unter ein Kriegs- gericht zu stellen, thut dieses französ. Lexikon folgender Maßen ab: «Leg obants äe gnorro pour I'ariu.66 NutriedisniiO, äont 1o Fou- vei-neiQLut äs sou, pa?8 üt rspanärs äss lniiiisrs ä'ex6inpiHirs5 pkriki les tronpss, äonkkrent ä. Ieu.r anteur nnä sorts H'iN- olitiHno anx?-eux äos is,« Jeder Franzose wäre im Gegen-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Volume 2
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Bninski-Cordova
Volume
2
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1857
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
470
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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