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in den Mund des Volkes übergegangen,
und die bescheidenste Inschrift auf sein ein-
stiges Monument wären wohl die Verse aus
seiner eigenen Dichtung „küöö stoiist».":
Wohl dem der nur Eine Rose, E i n Blatt
gepflegt für's Vaterland.
d. i. Leben und Wirken des Franz Ladislaus
Üelakovsky (Prag 1855, Karl Bellmann, 4°.).
Aus dem 5. Bande der Abhandlung der kön.
böhm. Gesellsch. der Wissensch. Enthält eine
Uebersicht der über öelakovsky erschienenen
biographischen Mittheilungen (S. 58), ferner
ein ausführliches
chronologisch - geordnetes
Berzeichniß der Werke ö.'s (S. 59) und
seines Nachlasses (S. 60), worunter ein Brief-
wechsel mit den Ersten seiner Landsleute, wie
mit berühmten Ausländern, als: den Polen
Brodziüski, Gorczynski, Kollatai,
Korytko, Linde, den Slovenen Zhop,
Preshern, dem Serben Vuck Stephano-
Vich-Karadcic, dem preußischen Minister
Eichhorn, den Engländern Bowring, W.
Scott u. m. A.^. — Mi^ (/.)^ ^rantiLek
I,a<1. 6ei2,kov3lc?. ^ivotQpisQ^ U2.8tin, d. i.
Franz Lad. öelakovsky. Biographische Skizze.
Mit Titelbild (Prag 1852, Fr.Rohliöek, 8°.).
— 6230x13 ös8^. Aus. 1852. IV. 8. 175—
200. — Mal? (^.)i Ütsui 2, srovnävaoi
u^illviiioi giovanslcs, d. i. Vorlesungen über
die vergleichende slavische Sprachlehre (Prag
1853) ^daselbst befindet sich: „kriltkF niistw
iivotn. 2, xu8odLn! I^r. 1^. öLig.kav2^ed0^,
b. i. Kurzer Abriß über das Leben und Wir-
ten des Fr. L. öelakovsky). — I^nniii». Lei-
letristiok? N'ÄeuQik, d. i. Lmnir. Belletri-
stisches Wochenblatt. (Prag, 8".) Jahrg. 1852,
S. 697. — Aeveu. 2ada,vni i pouöni ligt,
d. i. Ringelblume. Zeitschrift zur Unterhaltung
und Belehrung (Agram, 8°.) Jahrg. 1852,
Nr. 41, S. 645. — Toisäg. Noravskä ua
rolc 1854, d. i. Mährischer Kalender auf das
I . 1854, S. 98. — ZonrinF (Mln), QbLHkiaii
QNtUowßT- bViliF 2 Ki3tor? ok tlie -poetioai
I.iterkwi'ä ok Vo^ieinia (^ouäou 1832, 8°.)
ldarin befindet sich auch ö.'s Biographie;
Bowring widmete dem öechischen Dichter
und Gelehrten sein Buch). — Beilage zur
Allgemeinen Zeitung 1840, S. 963: „Die
öechoslavischen Dichter" ^daselbst wird folgen-
des bemerkenswerthe Urtheil über 6. gefällt:
„Fr. L. öelakovsky zu Prag, ein tüchtiges
Talent, ein fester, fast starrer öechischer Cha-
rakter, übt die vollkommenste Herrschaft über
die Sprache, wie dies jedes seiner Werke und die geschmackvollen Uebersetzungen zeigen. Sein
Vers ist schön, künstlerisch geformt, wie bei
Keinem. Er liebt sein Baterland; jede Zeile
spricht davon. Aber als kalter Verftandes-
dichter kann er nicht begeistern und muß sich
begnügen, eine große literarische Thätigkeit
zu sein, die unsere ganze Achtung erzwingt.
Vorzüglich sind seine Nachklänge russischer
'und böhmischer Lieder; er zeigt hier, wie tief
er den dichtenden Volksgeift und das Volks-
lied zu verstehen, wie meisterhaft er dasselbe
nachzubilden vermag. 6. scheint die neue Zeit
wenig berührt zu haben, wenig die Bewegung,
welche bei den Westslaven außerhalb der Lite-
ratur, die ihr nicht genügen kann, ihre Strö-
mung nimmt, die jedoch gleich achtsam ist
auf die Stimmen der Männer der Wissen-
schaft wie der Poesie, die ihren Geist, ihre
Ideen zu sich ziehen, ja ihnen vielleicht eine
kühnere Bedeutung zu geben sucht, als die
Literatur zugestehen dürfte"). — Oestr. Blät-
ter für Literatur und Kunst. Beiblatt der k.
Wiener Zeitung 1854(3) S. 268: „Die lite-
rarische Wirksamkeit Franz Lad. öelakovsky's."
— Blätter, für literar. Unterhaltung (Leipzig,
Brockhaus, 4".) 1852, S. 835: „Nekrolog"
snennt seinen Geburtsort irrig Strakowice,
und setzt das Jahr 1794 als sein Geburtsjahr
an). — Oestr. National- Encyklopädie (von
Gräfferu. Czikann), (Wieni835) I.Bd.
S.490.— (Brockhaus) Conversations-LeMn
(10. Auflage) IV. Bd. S. 530. — Ost und
West. Blätter für Kunft, Literatur und ge-
selliges Leben (Prag, 4°.) 1840, Nr. 47:
„Ladislaus öelakovslv's Nachhall böhm.Lieder"
vonSiegfr.Kap per.—Ebend. Nr. 59: «Rü2e
LwUZtä«, d. i. Die Centifolie. — öelakov-
sky's Wahlsvruch war: „I>2ti-i2.in, yukra
naetus es, orull." Der »^asopis öe8k6ko
Klu862." theilt uns einen zweiten Wahlspruch
mit, welcher lautet: ,,^sn svoi-Q)' äuob!
VelikciLt 62. Ic iu,noko8ti Lük«, d. i. Nur
Eintracht des Geistes! Der Menge gidt Gott
die Größe. — Porträte: Eines von I . Be-
ckelem (Prag 1841). — Ein zweites von
Kaisser (1850) ^das Original im Besitze des
Künstlers in Düsseldorf!.
Cerato, Domimk (Architekt, geb.
zu Vicenza 1740, gest. in Padua (?).
In früher Jugend schon beurkundete er
eine große Vorliebe für die Architektur;
widmete
sich
dem Studium derselben nach
verschiedenen Richtungen, und gewaun
bald einen solchen Ruf, daß der Senat
von Venedig speciell für ihn an der Uni-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon