Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Page - 364 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 364 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

Image of the Page - 364 -

Image of the Page - 364 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

Text of the Page - 364 -

364 rückte er bis zum Jahre 1797 zum Feuer- werker vor. Als im ftoilo äi sposik — im August 1799 — die Stadt Venere, und mehrere benachbarte Forts bereits gefallen waren, blieb nur noch das Fort Sta. Maria übrig, welches OberstO r as- kowich beschießen ließ. Bei dieser Ge- legenheit zeichnete sich der Feuerwerker Ch. aus, der mit rastloser Thätigkeit nicht nur bei dem Batterienbaue auf felsigem Gebirge seltene Energie bewies, souderu bei dem Mangel brauchbaren Geschützes die vorgefundenen vernagelten Kanonen ausbohren, die zertrümmerten Lafetten zusammensetzen und repariren, und ein und das andere stückweise durch Menschen und Thiere auf dic hohen Felsenrücken aufziehen licß. C. erhielt hierfür im April 1800 die goldene Militär-Tapferkeits- medaille, rückte mit 11. Febr. 1803 zum Oberfeuerwerker vor, uud ward mit 18. Sept. 1805 als Unterlient. zum ersten Feld-Artillerie-Regimente übersetzt. Im Jahre 1805 stand C. bei der Armee in Italien, uud zeichnete sich bei den Gär- ten jenseits derBrenta am 4. Novem- ber aus. Er commcmdirte eine Cavalle« riebatterie von vier sechspfüudigen Ka- nonen und zwei siebenpfüudigeu Hau- bitzen. Die Stellung, die er erhalten hatte, nützte in der Situation wenig; ohne einen Befehl abzuwarten, rückte er selbst in das erste Treffen, wodurch er in den Stand gesetzt wurde, den Feind energisch zu be- schießen und den Rückzug der Seinigen zu unterstützen. Als auch eine feindliche reitende Batterie mit neun Geschützen erschien, u. durch ihr mörderisches Feuer die zum Abwerfeu der Brücke in Bereib schaft stehenden Kroaten an der Ausfüh- rung dieses Vorhabens hindern wollte, da richtete C. seine sechs Geschütze gegen die heftig eindringende feindliche Infan- terie und beschoß dieselbe mit Kartätschen, feuerte seine Artillerie-Mannschaft, gegen welche der Feind sein Geschützfeuer rich tete, zur größten Stand hastigkeit uud Thätigkeit an, sprang dann vom Pfetde und brachte die bereits wankend gewor- denen Kroaten dnrch sein Beispiel und seine Ansprache zum Stehen, ließ alle Pfosten der Brücke abreißen und in den Fluß werfen, wodurch der Uebergaug des Fe'mdes über die Brenta vereitelt wurde. C. wandte sich hierauf wieder zu seinen Geschützen, fand die nächst der Brücke stehende Haubitze durch das hef- tige Feuer des Fe'mdes von Mannschaft entblößt, übernahm dabei die Vormeisters- stelle , ließ durch die übrigen 5 Geschütze immer eine Kanone des Feindes beschie- ßen, so daß der Feind zum Rückzüge ge- zwungen wurde; dann wurde die Brücke abgetragen. Mit Tagesanbruch ging er über die Piade, zerstörte dann die Pon- tonbrücke daselbst, übernahm die Zerstö- rung der Jochbrücke über den Taglia- mento am 8. freiwillig, welche er bis an die Oberfläche des Wassers abbrannte. Den zweiten Tag erschien die mehrere tausend Mann starke feindliche Cavallerie, welche beim Uebersetzen durch den Fluß namhafte Verluste erlitt. Im I.1809 beim Reservecorps des Generals der Cavallerie Fürst Liechtenstein, hatte er mit sei- ner Cavalleriebatterie in der Schlacht beiAspern den Feind sieben Mal an- gegriffen und seiner Cavallerie so viel Schaden zugefügt, daß sie sich zurückzie- hen mußte. Als am 22. Eßlingen von allen Seiten mit Sturm angegriffen wer- den sollte, und die attaquirende Infan- terie im Augenblicke des Sturmes nur drei Kanonen hatte, bot sich C. freiwillig an, den Angriff der Infanterie zu un- terstützen, führte seine 1'/ , Batterien un- ter Iubelgeschrei der durch seine Ansprache entflammten Bedienungsmannschaft in die nächste Nähe des Ortes, und durch trefflich angebrachtes Kartätschenfeuer fügte er dem Feinde so großen Schaden zu, daß die Infanterie bereits theilweise in
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Volume 2
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Bninski-Cordova
Volume
2
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1857
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
470
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich