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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
Page - 138 -
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Page - 138 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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138 der Graf als Ordonanz-Officier zu Sr. Majestät dem Kaiser Franz I. Seit dieser Zeit hatte er beständige Dienste in der unmittelbaren Nähe des Monar- chen, begleitete diesen 1818 zum Con- gresse nach Aachen, 1819 auf der Reise nach Italien, 1820 zum Congresse nach Troppau, 1821 nach Laibach, 1822 nach Verona. Im I . 1823 wurde er Oberst- lieutenant bei Wallmoden-Kürassieren Nr. 6 und 1824 Dienstkämmerer bei Sr. kaiserl. Hoheit Erzh. Franz Karl, in welcher Anstellung er bis 1840 verblieb; er wurde mittlerweile (1826) Oberst, 1832 General-Major, 1840 Feldmar- schall-Lieutenant. Im 1.1848 begleitete er den Hof nach Innsbruck und Olmütz, wurde 1849 Militär - Commandant von Oberösterreich u.Salzburg und 2. Inhaber des Inf.-Reg. Großfürst Constantin Nr. 18 und am 2. Febr. 1851 General der Cavallerie und Capitän der Traban- ten-Leibgarde. Im WIenden Jahre be- reits entriß ihn im Alter von 61 Jahren der Tod dem Staate und seiner Familie. Hirtenfeld (I.), Der öftr. Militär-Kalender lWien, Gerold, II. 8".) V. Jahrg. S. 108. — Porträt. Facsimile des Namens: Nu^su 6rat ^Hikeuba?!! (Prinzhofer lith. 1853, Wien, Fol.). — Ueber die Familie der Grafen F. (Kneschle, Ernst Heinrich Prof.) Deutsche Grafenhäuser (Leipzig 18Z2, Weigel, 8°.) I. Bd. S. 227. — Gothaisch. genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser (Gotha, Perthes, 32°.) XII. Jahrg. (1839) S. 176 u. XXII. Jahrg. (1849) S. 206. — Der Ursprung der Familie wird bis in's 12. Jahrhundert zurückgeführt. Ein Sigismund v. Falkenhayn (geb. 1609, gest. 26. Dec. 1659) erscheint als der erste Freiherr. — Friedrich Freiherr v. F. (geb. 1649) trat aus braunschweig-lünebur- gischen in tais. Dienste, wurde Hofkriegsrath, I. Aug. 1682 in den böhmischen und erblän- dischen Herren- und Grafenftand, und 1690 in den Reichsgrafenstand erhoben. — Wappen. Quadrirter Schild mit Herzschild. Im silber- nen Herzschild ein rothes mit der Mündung rechtsgelehrtes IägerHorn ohne (nach österr. Zeichnungen mit) Beschlag und Rand. 1 u. 4 in Blau drei goldene schrägrechts hintereinan- der gestellte Kugeln; 2. in Roth ein rechts- getehrter vorschreitender silberner Löwe mit ausgeschlagener Zunge u. doppeltem Schweife; 3. von Silber und Schwarz quergetheilt und darin ein linksgekehrtes Einhorn, dessen untere Hälfte in einem gekrümmten Fischschwanze endigt, mit gewechselten Tincturen. — Stand der Familie. Graf Eugen war (seit 10. Dec. 1825) vermalt mit Vaseline Gräfin Colloredo» Walllee (geb. 6. Aug. 1802, gest. 1. Dec. 1835). Aus dieser Ehe stammen: Graf Franz (geb. 17. Nov. 1827), Rittmeister bei Graf Civa- lart'Uhlanen Nr. 1, vermalt (seit 24. Mai 1854) mit Eleonore Gräfin Dietrichstein (geb. 2. Mai 1834); — Graf Jul ius (geb. 20. Febr. 1829), Rittmeister bei Kaiser-Hußaren Nr. 1 — und Graf Ladislaus (geb. 16. März 1833), Oberlieutenant bei König von Preußen-Hußaren Nr. 10. — Ein Bruder des Grafen Eugen, Graf Johann Nep. (geb. 6. Juli 1801) ist Feldmarschall-Lieute- nant in der Armee und k. k. Kämmerer. Falkenstein, Graf. Unter diesem Namen reiste 1777 inooFniw Kaiser Joseph nach Frankreich und in die Schweiz. Er nahm diesen Namen, wie man sagte absichtlich, nach der kleinsten seiner Besitzungen an, nach der im Rhein- kreis gelegenen jetzt baier'schen bis zum Lüneviller Frieden (1801) österreichischen Stadt Falkenstein; nach Andern, um dem AndenkenWer ners von Falkenstein, Erzbischofs von Mainz, der wesentlich zur Erhebung Rndolphs von Habsburg auf den deutschen Kaiserthron beigetra- gen hatte, eine Huldigung zu zollen. Realis, Curiositäten- und Memorabilien- Lexilon von Wien (Wien 1846, Lex. 8°.) I. Bd. S. 420 lenthä'lt interessante Einzelnheiteni. — Frankl (Ludwig Aug.), Sonntagsblätter 1842, S. 838. Falkner, Christian (Frühmesser vul^o Höflichkeits-Professor, geb. zu Niederthei im Oetzthale Tyrols 1. Jänner 1765, gest. zu Längenfeld 16. April 1855). Bauernsohn. Besuchte die Ortsschule, beschäftigte sich dann mit der Weberei, die er zehn Jahre trieb, bis er seinem Dränge zu studiren nimmer gebieten konnte und im Alter von 27 Jahren von Neuem begann; u. z. zuerst in Längenfeld, dann in Pfunds unter
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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