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sem Kampfe erhaltenen Wunden beschloß
er schon wenige (12) Tage darnach zu
Verona seine heldenmüthige Laufbahn.
Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär-Maria-
Theresien-Orben (Wien 1857, Staatsdruckerei,
8°.) S. 263 und 1733. — Oeftr. Militär-
Konversations-Lexikon. Herausgeg. von Hir-
tenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851 u.f.)
II. Bd. S. 405. — Ersch ( I . S.) und
Grub er ( I . G.), Allgem. Encyklopädie der
Wissenschaften u. Künste (Leipzig 1822, Gle-
ditsch, 4°.) I. Section. 44. Theil. S. 297. —
lKneschte, Ernft Heinrich Professor Dr.)
Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart (Leipzig
1854, Weigel, gr. 8°.) III. Bd. S. 120. —
Stand der Familie. Das Geschlecht der F.
reicht in's 12. Jahrhundert. Ein Gerhard v.
F. kommt bereits 1130 vor. Die Hauptlinie
— zu Ficquelmont, einem Dorfe in Lothrin-
gen — erlosch längst und nur die Nebenlinien
zu Malatour, Montier u. Parroye blühten
noch um die Mitte des 18. <jahrhundertes.
Mit dem Herzog von Lothringen Franz
Stephan (dem Gemal der glorreichen Maria
Theresia) verließ ein F., — der Vater des
Obigen — Frankreich und wurde 1764 kais.
Kammerherr. Der Mannsftamm dieses Ge-
schlechtes ift erloschen. Es lebt zur Zeit nur
noch Dorothea Gräsin F., geb. Reichsgräfin
v. Tiesenhausen (geb. 14. Oct. 1804), vermalt
mit Karl Ludwig Grafen von F. (siehe
den Folg.), aus welcher Ehe eine Tochter
stammt, Gräsin Elisabeth (geb. 10. Nov.
1825), vermalt (seit 5. December 1841) mit
Edmund Fürsten v. Tlary u. Aldringen. Mergl.
über zwei Sprossen dieses Namens Karl Io-
seph und Leopold II . Bd. S. 381.) —
Wappen. Silberner Schild mit Schildeshaupt.
Im goldenen Schildeshaupte ein nach der
rechten Seite laufender schwarzer Wolf. Im
silbernen Schild drei senkrecht nebeneinander
gestellte, unten zugespitzte rothe Sturmpfähle,
von welchen der mittlere etwas länger als
die beiden seitlichen ift. Ueber dem Schilde
steht die Waffenkrone. Unter demselben die
Devise: Aluine in' Kttswä. Schildhalter:
Zwei einwärts sehende mit Laub umgürtete
wilde Männer, welche mit der freien Hand
eine Keule auf den Boden stemmen. lDas
genealogische Taschenbuch tingirt den Schild
nicht silbern, fondern golden. Auch ist nach
den Abdrücken nicht festzusetzen, ob das Wap-
pen ein Schild mit Schildeshaupt, oder aber
ein nur quergetheilter Schild, dessen obere
Hälfte von dem Schildeshaupte gebildet ist.)
Ficquelmont, Karl Lndwig Graf
(Geueral der Cavallerie, Staats- und Confer enz-Mi nister, geb. zuDieuze
in Lothringen 23. März 1777, gest. zu
Venedig 7. April 1857). Sohn des
Grafen Joseph (s. d. Vorigen). Vater
und Sohn, nachdem Ersterer von der
Revolutions - Partei in Frankreich ver-
folgt wurde, emigrirten und traten in
österr. Kriegsdienste. Karl Ludwig war
vorher in einem franz. Militär-Institute
erzogen worden. Am 1. Jänner 1793
nahm ihn Feldzeugmeister Graf Baillet
von Latour, Schwager seines Vaters
(s. d. I. Bd. S. 124) in sein Dragoner-
Regiment als Cadeten auf. In den Feld-
zügen dieser Epoche rückte F. bis 25. Nov.
1805 zum Major bei Nassau-Kürassie-
ren und Flügel-Adjutanten Sr. Majestät
des Kaisers vor. Am 19. Juli 1808
wurde er Oberstlieutenant, nachdem er
früher bereits Sr. kaiserl. Hoheit dem
Erzh. Ferdinand zugetheilt worden.
Am 20. Iuui 1809 wurde er zum Ober-
sten ernannt, geleitete 1810 den Herzog
von Modena auf seiner Reise nach dem
Orient, wurde dann nach Spanien beor-
dert, wo er in den Jahren 1811 und 12
die mit der englischen Armee vereinigte
Cavallerie des Grafen Caftano's com-
mandirte. Nach seiner Rückkehr aus Spa«
nien fungirte er als General-Adjutant
des Grafen Bellegarde und wurde am
27. Febr. 1814 Generalmajor. Nunmehr
beginnt seine diplomatische Laufbahn. Am
24. April 1815 wurde der Graf als
außerordentlicher Gesandter an den schwe-
dischen Hof, 1820 in gleicher Eigenschaft
an die Höfe von Toscana und Lucca, im
März 1821 aber nach Neapel gesandt.
Im Jänner 1829 erhielt er eine außer-
ordentliche Sendung an den russischen
Hof, wo er mit vielem Erfolg wirkte und
als Diplomat großes Ansehen erwarb.
Nachdem er 18. Iänn. 1830 zum Feld-
marschall-Lieutenant, 17. Sept. 1831
zum Inhaber des Dragoner-Regiments
Nr. 6 ernannt worden, erfolgte 1839
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon