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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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221 sem Kampfe erhaltenen Wunden beschloß er schon wenige (12) Tage darnach zu Verona seine heldenmüthige Laufbahn. Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär-Maria- Theresien-Orben (Wien 1857, Staatsdruckerei, 8°.) S. 263 und 1733. — Oeftr. Militär- Konversations-Lexikon. Herausgeg. von Hir- tenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851 u.f.) II. Bd. S. 405. — Ersch ( I . S.) und Grub er ( I . G.), Allgem. Encyklopädie der Wissenschaften u. Künste (Leipzig 1822, Gle- ditsch, 4°.) I. Section. 44. Theil. S. 297. — lKneschte, Ernft Heinrich Professor Dr.) Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart (Leipzig 1854, Weigel, gr. 8°.) III. Bd. S. 120. — Stand der Familie. Das Geschlecht der F. reicht in's 12. Jahrhundert. Ein Gerhard v. F. kommt bereits 1130 vor. Die Hauptlinie — zu Ficquelmont, einem Dorfe in Lothrin- gen — erlosch längst und nur die Nebenlinien zu Malatour, Montier u. Parroye blühten noch um die Mitte des 18. <jahrhundertes. Mit dem Herzog von Lothringen Franz Stephan (dem Gemal der glorreichen Maria Theresia) verließ ein F., — der Vater des Obigen — Frankreich und wurde 1764 kais. Kammerherr. Der Mannsftamm dieses Ge- schlechtes ift erloschen. Es lebt zur Zeit nur noch Dorothea Gräsin F., geb. Reichsgräfin v. Tiesenhausen (geb. 14. Oct. 1804), vermalt mit Karl Ludwig Grafen von F. (siehe den Folg.), aus welcher Ehe eine Tochter stammt, Gräsin Elisabeth (geb. 10. Nov. 1825), vermalt (seit 5. December 1841) mit Edmund Fürsten v. Tlary u. Aldringen. Mergl. über zwei Sprossen dieses Namens Karl Io- seph und Leopold II . Bd. S. 381.) — Wappen. Silberner Schild mit Schildeshaupt. Im goldenen Schildeshaupte ein nach der rechten Seite laufender schwarzer Wolf. Im silbernen Schild drei senkrecht nebeneinander gestellte, unten zugespitzte rothe Sturmpfähle, von welchen der mittlere etwas länger als die beiden seitlichen ift. Ueber dem Schilde steht die Waffenkrone. Unter demselben die Devise: Aluine in' Kttswä. Schildhalter: Zwei einwärts sehende mit Laub umgürtete wilde Männer, welche mit der freien Hand eine Keule auf den Boden stemmen. lDas genealogische Taschenbuch tingirt den Schild nicht silbern, fondern golden. Auch ist nach den Abdrücken nicht festzusetzen, ob das Wap- pen ein Schild mit Schildeshaupt, oder aber ein nur quergetheilter Schild, dessen obere Hälfte von dem Schildeshaupte gebildet ist.) Ficquelmont, Karl Lndwig Graf (Geueral der Cavallerie, Staats- und Confer enz-Mi nister, geb. zuDieuze in Lothringen 23. März 1777, gest. zu Venedig 7. April 1857). Sohn des Grafen Joseph (s. d. Vorigen). Vater und Sohn, nachdem Ersterer von der Revolutions - Partei in Frankreich ver- folgt wurde, emigrirten und traten in österr. Kriegsdienste. Karl Ludwig war vorher in einem franz. Militär-Institute erzogen worden. Am 1. Jänner 1793 nahm ihn Feldzeugmeister Graf Baillet von Latour, Schwager seines Vaters (s. d. I. Bd. S. 124) in sein Dragoner- Regiment als Cadeten auf. In den Feld- zügen dieser Epoche rückte F. bis 25. Nov. 1805 zum Major bei Nassau-Kürassie- ren und Flügel-Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers vor. Am 19. Juli 1808 wurde er Oberstlieutenant, nachdem er früher bereits Sr. kaiserl. Hoheit dem Erzh. Ferdinand zugetheilt worden. Am 20. Iuui 1809 wurde er zum Ober- sten ernannt, geleitete 1810 den Herzog von Modena auf seiner Reise nach dem Orient, wurde dann nach Spanien beor- dert, wo er in den Jahren 1811 und 12 die mit der englischen Armee vereinigte Cavallerie des Grafen Caftano's com- mandirte. Nach seiner Rückkehr aus Spa« nien fungirte er als General-Adjutant des Grafen Bellegarde und wurde am 27. Febr. 1814 Generalmajor. Nunmehr beginnt seine diplomatische Laufbahn. Am 24. April 1815 wurde der Graf als außerordentlicher Gesandter an den schwe- dischen Hof, 1820 in gleicher Eigenschaft an die Höfe von Toscana und Lucca, im März 1821 aber nach Neapel gesandt. Im Jänner 1829 erhielt er eine außer- ordentliche Sendung an den russischen Hof, wo er mit vielem Erfolg wirkte und als Diplomat großes Ansehen erwarb. Nachdem er 18. Iänn. 1830 zum Feld- marschall-Lieutenant, 17. Sept. 1831 zum Inhaber des Dragoner-Regiments Nr. 6 ernannt worden, erfolgte 1839
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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