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überlegenen feindlichen Truppen umrun-
gen war, erbot
sich
Hauptmann Fijson
die auf dem Monte Capernado ste-
henden Franzofen zu überfallen und da-
durch dem Corps den Weg zum Rückzüge
zu öffnen; um Mitternacht, ohne einen
Schuß zu machen, führte er mit gefälltem
Bajonette den Vorsatz aus, brachte den
Feind in gänzliche Unordnung und.zwang
ihn, den Monte Capernado zu räu-
men, den Posten dann fo lange besetzt
haltend, bis Klenau den Rückmarsch
nach Scosena ausgeführt hatte (16. Dec.
1799). Am 6. April 1800 mit der Füh-
rung der Vorhut der Colonue des Ober-
sten Leczeny betraut, bewährte er auf's
neue seinen Muth und pertrieb die Fran-
zosen vom Monte Pertello. Gleich-
falls als Vorhut-Commandant, zeichnete
er sich bei Vol t r i — am 18. April —
aus. Während der Blockade von Genua
entriß er den Belagerten das für die
Belagerer wichtige Kloster Misericor-
dia durch einen
sieggekrönten Ueberfall
bei Nacht. In der Nacht vom 8. auf den
9. Jänner 1801 übersiel F. die Stadt
Gonzaga, erbeutete die gefüllte feind-
liche Kriegscasse und eine cisalpmische
Fahne. Für diese Waffenthaten erhielt
er in der 76. Promotion (am 18. August
1801) das Ritterkreuz des Mar. There-
sien-Ordens. Nach Auflösung des Feld-
jäger-Corps kam F. in's Inf.-Neg. Erz-
herzog Karl, machte den Feldzug 1805
in Deutschland mit und quittirte am
31. August 1808 mit Charakter. 1809
trat er wieder in die Neihen der Armee
und bewährte uach der Schlacht an der
Piave (8. Mai) seine oft erprobte Um-
sicht, als er den Rückzug der Armee deckte,
am 9. Mai Bazzola behauptete uud die
Truppen bei Codroipo in Sicherheit
brachte. Als die Armee nach Laibach
vorrückte, befehligte F. eine Truppen-
Abtheilung, nahm die Stadt, bloairte
das Castell und brachte dem Feinde man-
v. Wurzbach,biogr.Lexiion. IV. chen Nachtheil bei. Nach Beendigung des
Feldzuges trat er mit Oberstlieutenants-
Charakter aus dem kais. Heere. Diesen
aber mußte er auch ablegen, als er 1810
als Altfranzose reclamirt und (weil er ge-
gen Frankreich die Waffen getragen hatte)
zum Tode verurtheilt wurde. Beim Um-
schwung der Verhältnisse 1817 erhielt er
aber seineOberstlieutenans-Charge wieder
(April 1817). Im 1.1828 begab er
sich
in
sein Vaterland, wo er als beurlaubt bis an
seinen Tod lebte, der ihn im Alter von
67 Jahren erreichte. F. hatte 1802 die
Kämmererswürde, Dec. 1837 den Frei-
herrnstand erhalten. Er starb als der
Letzte seines Stammes.
Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär-Maria-
Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien
1857 , Staatsdnickerei, 4°.) S. 667 u. 1743.
— Oestr. Militär-Konvers.-LerMn. Herausg.
von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien
1851 u. f.) II. Bd. S. 410. — Mit Joseph
Freiherrn Fisson du Montet siarb dieses
Geschlecht aus. Mit der Verleihung der frei-
herrlichen Würde (19. December 1837) an
ihn war auch die Uebertragung derselben auf
feinen Neffen Renatus Landriani und die
Beifügung des Namens Landriani an den
Namen DuMontet verbunden, doch unter
der Bedingung, daß F. seinen Neffen
adoptire. Da aber F.'s Tod früher erfolgte,
als obige Bedingung der Adoption in Erfül-
lung ging, so erlosch mit
chm,
dem letzten dieses
Namens das Geschlecht. — Wappen. Ein
gevierteter Schild; im 1. u. 4. silbernen Felde
ein rother, eckiggezogener rechter Schrägebal-
ken; im 2. u. 3. goldenen Felde ein grünes
Kastell mit offenem Thore und darüber an-
gebrachten zwei verschlossenen Fenstern; dann
mit zwei Thürmen u. zwei übereinandergeftell-
ten verschlossenen Fenstern und mit 3 Zinnen.
Ueber dem Kastelle ein schwarzer, rothgekrönter
und rotbbewaffneter einköpfiger Adler, mit
ausgebreiteten Flügeln und mit den Klauen
auf die Mittelzinne der Thürme gestützt. Den
Schild deckt die Freiherrnkrone, auf derselben
Zwci gegeneinander gekehrte gekrönte Turnier-
helme. Auf dem rechten ein mit natürlichen
rothen und weißen Rosen gefüllter Blumenkorb.
Schildhalter. Zur Rechten ein natürlicher
goldgckrönter einköpfiger Adler mit nieder-
geschlagenen Flügeln; zur Linken ein natür-
licher Löwe, beide hinter dem Schilde hervor-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon