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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 257 -
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Seite - 257 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

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25? überlegenen feindlichen Truppen umrun- gen war, erbot sich Hauptmann Fijson die auf dem Monte Capernado ste- henden Franzofen zu überfallen und da- durch dem Corps den Weg zum Rückzüge zu öffnen; um Mitternacht, ohne einen Schuß zu machen, führte er mit gefälltem Bajonette den Vorsatz aus, brachte den Feind in gänzliche Unordnung und.zwang ihn, den Monte Capernado zu räu- men, den Posten dann fo lange besetzt haltend, bis Klenau den Rückmarsch nach Scosena ausgeführt hatte (16. Dec. 1799). Am 6. April 1800 mit der Füh- rung der Vorhut der Colonue des Ober- sten Leczeny betraut, bewährte er auf's neue seinen Muth und pertrieb die Fran- zosen vom Monte Pertello. Gleich- falls als Vorhut-Commandant, zeichnete er sich bei Vol t r i — am 18. April — aus. Während der Blockade von Genua entriß er den Belagerten das für die Belagerer wichtige Kloster Misericor- dia durch einen sieggekrönten Ueberfall bei Nacht. In der Nacht vom 8. auf den 9. Jänner 1801 übersiel F. die Stadt Gonzaga, erbeutete die gefüllte feind- liche Kriegscasse und eine cisalpmische Fahne. Für diese Waffenthaten erhielt er in der 76. Promotion (am 18. August 1801) das Ritterkreuz des Mar. There- sien-Ordens. Nach Auflösung des Feld- jäger-Corps kam F. in's Inf.-Neg. Erz- herzog Karl, machte den Feldzug 1805 in Deutschland mit und quittirte am 31. August 1808 mit Charakter. 1809 trat er wieder in die Neihen der Armee und bewährte uach der Schlacht an der Piave (8. Mai) seine oft erprobte Um- sicht, als er den Rückzug der Armee deckte, am 9. Mai Bazzola behauptete uud die Truppen bei Codroipo in Sicherheit brachte. Als die Armee nach Laibach vorrückte, befehligte F. eine Truppen- Abtheilung, nahm die Stadt, bloairte das Castell und brachte dem Feinde man- v. Wurzbach,biogr.Lexiion. IV. chen Nachtheil bei. Nach Beendigung des Feldzuges trat er mit Oberstlieutenants- Charakter aus dem kais. Heere. Diesen aber mußte er auch ablegen, als er 1810 als Altfranzose reclamirt und (weil er ge- gen Frankreich die Waffen getragen hatte) zum Tode verurtheilt wurde. Beim Um- schwung der Verhältnisse 1817 erhielt er aber seineOberstlieutenans-Charge wieder (April 1817). Im 1.1828 begab er sich in sein Vaterland, wo er als beurlaubt bis an seinen Tod lebte, der ihn im Alter von 67 Jahren erreichte. F. hatte 1802 die Kämmererswürde, Dec. 1837 den Frei- herrnstand erhalten. Er starb als der Letzte seines Stammes. Hirtenfeld ( I . Dr.), Der Militär-Maria- Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857 , Staatsdnickerei, 4°.) S. 667 u. 1743. — Oestr. Militär-Konvers.-LerMn. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851 u. f.) II. Bd. S. 410. — Mit Joseph Freiherrn Fisson du Montet siarb dieses Geschlecht aus. Mit der Verleihung der frei- herrlichen Würde (19. December 1837) an ihn war auch die Uebertragung derselben auf feinen Neffen Renatus Landriani und die Beifügung des Namens Landriani an den Namen DuMontet verbunden, doch unter der Bedingung, daß F. seinen Neffen adoptire. Da aber F.'s Tod früher erfolgte, als obige Bedingung der Adoption in Erfül- lung ging, so erlosch mit chm, dem letzten dieses Namens das Geschlecht. — Wappen. Ein gevierteter Schild; im 1. u. 4. silbernen Felde ein rother, eckiggezogener rechter Schrägebal- ken; im 2. u. 3. goldenen Felde ein grünes Kastell mit offenem Thore und darüber an- gebrachten zwei verschlossenen Fenstern; dann mit zwei Thürmen u. zwei übereinandergeftell- ten verschlossenen Fenstern und mit 3 Zinnen. Ueber dem Kastelle ein schwarzer, rothgekrönter und rotbbewaffneter einköpfiger Adler, mit ausgebreiteten Flügeln und mit den Klauen auf die Mittelzinne der Thürme gestützt. Den Schild deckt die Freiherrnkrone, auf derselben Zwci gegeneinander gekehrte gekrönte Turnier- helme. Auf dem rechten ein mit natürlichen rothen und weißen Rosen gefüllter Blumenkorb. Schildhalter. Zur Rechten ein natürlicher goldgckrönter einköpfiger Adler mit nieder- geschlagenen Flügeln; zur Linken ein natür- licher Löwe, beide hinter dem Schilde hervor- 17
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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