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Scheintodten (Pesth 1835); -
<5stesebb 5sbs5<2i veVe^ miitetele/cT'oi^) d. i.
Ueber die namhafteren chirurgischen
Ope-
rationen. Nach Or. Fritze in Gemein-
schaft mit Panl Bugät (Pesth 1835); —
Schematismus der Doctoren Ungarns
(Ebenda 1840). Seit 1838 war er in
Gemeinschaft mit Bug», t Redacteur des
„Oi-vosi lär«, d. i. Medicinisches Ma-
gazin. Er hat auch medicinische Kunst-
ansdrücke gesammelt nnd Choulants
„Specielle Pathologie und Heilwissen-
schaft" in's Ungarische übersetzt.
IHabd kori ismoretsk tära, d. i. ungr. Con-
versations-Leriton der neueren Zeit (Pesth
1850, G. Heckenaft, 8".) I I I . Bd. S. 303. —
/a/cab 65 Dccnisli/c ^o^se/, d. i.
Ungr. Schriftsteller. Sammlung von Lebens-
beschreibungen. Von Jakob Ferenczy und
Ios. Danielik (Pefth 1856, Gust. Emich)
S. 142.
Florw, Daniele oonw (Schrift-
steller, geb. zu Udine 1710, gest. 1789).
Entstammt einem alten und vornehmen
Friauler Geschlechte. Bildete sich an der
Hochschule zu Padua, wo er Medicin und
Chirurgie, zugleich aber auch Jurispru-
denz studirte. 1744 reiste er nach Wien,
wo er sich mit Metastasio befreundete.
Durch seine schwungreichen Gelegenheits-
gedichte erwarb er sich den Ausspruch
von Delle Laste: „II ?Iorio erg. ii
6ovl2ni s ii 60vr2.no äk^
ti" und von der Kaiserin Maria
Theresia mancherlei Auszeichnungen,
unter anderen die eines Kammerherrn.
Auch seine Liebesgedichte an seine nach-
malige Gattin Vittoria di Balvafone,
deren Tod er tief beklagte, zeichneu sich
durch ihre Zartheit und Grazie aus. Nach
eiuer Reise von Rom, kehrte er 1777
nach Udine zurück, wo er den Wissen-
schaften und der Poesie lebte. Seine Ge-
dichte erschienen als ^osn's van'e"
(väiüs 1744, 4°.), sie
sind Sr. Heilig-
keit dem Papste Pius VI. gewidmet. — Auch gab er „Halnn Hcn'twi-ali s
cli <3iobbe" heraus, deren Uebersetzung in
verschiedenen Versmaßen ausgeführt ist;
— ^67- noZZs I^ta^na s FVon'o") er-
schien nach seinem Tode:
^oe i^s ineHts- (Iläws 1805,
und Quirico Viviani gab seinen )^,'to,
^oe t^ta spico" (VensäiF 1819) heraus,
jedoch nur zwei von den vier Gesängen,
welche F. gedichtet hatte.
Gloria (Uäiuä 1790, 4".). — ^i-aueis« et
vanisiig I'iorioi'Uili tratruin viw6 (V'iorsuL
1795, 4".). — Samba sSa^kal.), ftaiieri».
äei IiVttsrkti sä H.rÜ5ti iUu3tri äsiie I>ro-
vinoie Veue2ia,li6 usi gscolo XVIII (Vone-
äis 1824, 8°.) Inach diesem geb. 1718). —
Danciolo sü^T'ol.)) 1.2 «aäuta äsiia. rspuddiiea
äi Veus^iü. eä i suoi ultiuii oillliuant' auiii.
8tnäii storici ^Vkueäiz 1856, If^Ktovioli,
8°.) ^.ppLuäioo 8. 66 I^nach diesem geb. 171H.
— ^ab^oni, Vitas Italurum XVI. Vä. —
, Operette (Veusäiss 1821) I I . Nä.:
." — Porträt. Unterschrift: Dkniolo
Gloria. Coinirato luo. (Venedig, gr. 8".).
Florio, Francesco couts (Geschicht-
forscher, geb. zu Udine 5. Iän. 1705,
gcst. ebenda 13. März 1791). Bruder
dcs Vorigen. Besuchte das Barnabiten-
Collegium seiner Vaterstadt, studirte
dann in Padua griechische Philologie und
zuletzt die Theologie, aus welcher er die
Doctorswürde erhielt. Schon im Alter
von 25 Jahren wurde er Canonicus in
Aquileja und beschäftigte sich vorzugs-
weise mit archäologischen Studien. Als
wiederholte Streitigkeiten anläßlich des
Patriarchates von Aquileja entstanden,
wurde jedesmal er nach Rom gesendet,
bis die Angelegenheit unter Papst Cle-
mens XIII. beigelegt ward. Papst B e-
nedict XIV. ernannte ihn zum Bischof
von Adria, F. aber lehnte als Propst von
Aquileja diese Würde ab. Von seinen
wissenschaftlichen, größtentheils ungedruckt
gebliebenenArbeiten sind zu nennen: „ I^ta
(L2882.no 1791) 8°.); — „
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon