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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
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Page - 290 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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290 Lud starb als solcher im Alter von 70 Jahren. Oeftr. Milit«-Konversations-LerMn. Herausg. von Hirten feld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II . Nd. S 446. Ueber die Familie Aorgach. Der Name erschemt bald als U«rg»c«, K«ra«<» u. Vorgach, letz- teres ist die richtige Schreibart. DaS Geschlecht der Grafen von F. zählt zu den hervor- ragendsten des ungarischen Adels; nach einer Urkunde des Graner Domcapitels vom Jahre 1226 leitet es feinen Ursprung von den Grafen von Hount oder Huut-Paznan ab, und hat zuletzt den Namen Forgach von dem gleichnamigen Schlosse in Siebenbürgen an- genommen. Die Familie theilte sich zu An- fang des 16. Jahrhunderts in zwei Linien, die 2lt«re von Peter III. (lebte noch 1S0ö), die jüngere von Gregor I. (gest. 1515), beide Söhne des Johann V. aus zwei Ehen «H Nit Dorothea VanM von Also cendva und d) mit Nargarelha Dobo von Vuska; — die ältere, auch die Linie zu Ghyn«» genannt, spaltete sich in zwei Zweige, den älteren Zweig zu «5tz«e«, den jüngeren zu Gowba; die jüngere, auch die Linie zn Gi«» genannt, spaltete sich gleichfalls in zwei Zweige, den älteren Zweig zu G5c«, und den jüngeren zu Gzecseny. Beide Linien in ihren vier Zweigen blühen noch heute. Der Freiherrn- . titel kam Inach dem Taschenbuche der gräfli- chen Häuser Jahrg. 1854, S. 2421 am 6. März 1651, der Grafentitel am 11. März 1675 in das Haus. Kneschke in feinen „Deutschen Grafenhäusern der Gegenwart" III. Bd. be- richtigt (S. 126) diese Angaben. — Außer den bereits angeführten Quellen vergleiche noch: Hormayr lFreih.), Taschenbuch für die vater- ländische Geschichte III. Jahrg. (1822) S. 130: „Ahnentafel der Familie Forgsch." — Der« selbe V. Jahrg. (1824) S. 176: „Franz Graf Forgich ober die Sage von der Mauerblende zu Budethin." — Derselbe VIII. Jahrg. (1827) S. 417: „Geschichte der Burg Ghymes, Ei- genthu« der Forgäch." — Erinnerungen (fchöngeist. Prager Blatt, 4'.) 1857, S. 214: „Der Stammhalter der gräflichen Familie Forgach." Die heworiagendstm Glieder der Familie For- gach. Die meisten Forgsch waren Träger hoher Staatswürden, mehrere derselben haben in der geistlichen Laufbahn bischöfliche und erzbischöftiche Stellen bekleidet; andere wieder durch ihren Heldensinn in den Tagen der Gefahr des Vaterlandes sich hervorgethan. — Adam Graf (geb. 1601, gest. zu Raika im Wieselburger Comitate 1681), ein ausgezeich- neter Kriegsheld, berüymt durch die Verthei- lchuwg Renhäusels lvergl.: Ochr. Militär- Honverfat.-Lexikon. Herausgeg. von Hirten- feld u. vr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 445, Nr. 31; — »lasin«, der die Kö- nigin Maria aus der Haft des Königs Karl von Durazzo, Neapel und Ungarn (1386) befreite, und denselben mit seiner Streitaxt zu Boden streckte. Auf diese Begebenheit spielt die Veränderung im Wappen der Forgich an lvergl. unten: Wappen) und von diese« Anlaß stammte der Brauch, daß wenn ein F. zur Audienz zum Könige von Ungarn kam, ein blankes Schwert auf den Tisch gelegt wurde, worauf jeder F. zuerst dieZVorte zu» Könige sprach: »?a8 in <3vi5iwäiQv vo5tr».<c Blasius wurde 1387 von der Partei de« getödteten Königs ermordet lvergl. Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1842, S. 922: «Wappen der Forgacs"j; — Aranz (geb. 1500, gest. nach 1560), Bischof von Großwar- dein, Geschichtschreiber und geistlicher Schrift« steller; — Kranz (geb. 1S60, gest. 16. Oct. 1615), Cardinal und Erzbischof von Gran, ein hochverdienter Kirchenfürft, in dessen Nach» lasse sich schätzenswerthe historische u. tirchen« rechtliche Aufsätze vorfanden lvergleiche über beide: F<«l3nz/i ( i^l«o. I>.), llsnulii» Nunz». loruin «t ?roviuoi»1ini2 6oripti« eäitis na» - toruin (Wiyu 1775,3".) 1. »ä. S. 682 n. 6931; — Sigiblnund (geb. 1565, gest. 30. Juni 1621), ausgezeichneter Heerführer, that sich in den Kriegen gegen Bethlen Gabor hervor ftergl.: Oeftr. Militär-KonversationS- Lexikon. Herausgeg. von Hirtenfeld uub Dr. M ey nert (Wien 1851) II. Bd. S. 445); — Simon (geb. 1530, gest. 24. Sept. 1593), großer Feldherr, kämpfte bei Temesv r^ (1555), bei Hatvan (1594) lvergl.: Neros8 Kung^- iia« (I^rnau 1743, 8°.); — Oeftr. National« Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 163. — Oestr. Militär« Konversations-.Lexikon. Herausgeg. von Hir» tenfeld und Dr. Meynert (Wien 1351) II. Bd. S. 444). Wappen der Forgach. Anfänglich führten sie im Wappen einen weißen Wolf; nach der Ret- tung der Königin Maria (1386) durch Bla- sius (s. oben) änderten sie das Wappen in da5 folgende um: Im blauen Schilde eine nackte gekrönte Jungfrau mit fliegenden blonden Haa- ren, welche aus einer goldenen Krone hervov- wächst, und deren Hände mit einer goldene» Schnur gefesselt sind. Dieselbe ist oben sowohl rechts als liuks von einem goldenen, die Hör« ner einwärtskehrenden Halbmonde begleitete Den Schild deckt die Grafenkrone, auf welcher sich ein gekrönter Helm mit der Jungfrau de3 Schildes erhebt. Me Aenderungen im Wap-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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