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Berlin" von N. (Wien 1784), diese letz-
tere aus neun Briefen bestehend von I .
Ranten st rauch. Außerdem gab F. noch
heraus: „Vriele aus drm Monde" (Salzburg
1785, 8".): — „Briete über die Galanterien
van Verlin, auf einer NriZe gegammelt nun einem
LZterr. Mßcirr" (ohne Ort 1782) und „(Se-
sammelte gedruckte und angedruckte Schritten"
(Wien 1784). Kleinere Aufsätze von F.
steheu in der Berliner Literatur-undThea-
ter-Zeitung. Er selbst hat kurze Zeit die
Wochenschrift: „Croupaner Kleinigkeiten" im
I . 1777 redigirt.
Meusels Lexikon der vom I . 1750—1800 ver-
storbenen deutschen Schriftsteller . . I I I . Bd.
S. Z11. — Naßmann, Liter. Handwörter-
buch der verstorb. deutschen Dichter S. 254.
Fricdländer, Friedrich (Maler, geb.
zu Kohljanowitz in Böhmen 1825).
Ist der Sohn anner Eltern, die wenig
fiir die Erziehung des Knaben thun
konnten. Er kam nach Prag und besuchte
daselbst die Realschule, wo er bald die
Aufmerksamkeit der Lehrer auf sich zog,
insbesondere als er eines Tages eine
große naturhistorische Karte mit flei-
ßig gezeichneten Figuren als Prüfungs-
arbeit vorlegte. Das Talent, das sich
darin aussprach, erwirkte ihm den Besuch
der Zeicimcnschule, wo er an dem Lehrer
einen wohlwollenden Freund fand. Sein
Drang nach Höherem war nunrnehr er-
wacht und es zog ihn nach Wien. Mit
geringer Barschaft trat er 1844 seine
Wanderung an und mit einem Gulden
in der Tasche erreichte er die Residenz,
wo er unbekannt, ohne Freunde und Ver-
wandte, sich selbst helfen mußte. Daselbst
besuchte er durch drei Jahre die Akademie
der bildenden Künste. Sein Talent half
ihm; er ernährte sich durch Coviren und
endlich gelang es ihm, so viel zu erübri»
gen, daß er Waldmül lers Atelier be-
suchen und sich dort ausbilden konnte.
Eine Reise uach Italien that das ihrige,
den Genius des jungen Künstlers zn entwickeln. Nach der Rückkehr von der-
selben vollendete er das bekannte Bi ld:
„Ner Glld t>r5 Gorqnatll Gassa" (österr. Kstv.
1852, März, angekauft um 1000 st.).
Das Talent des jnngen Künstlers wnrde
allgemein als ein sehr beachtenswert!)es
erkannt. Der bekannte Kunstfreund Ar t-
haber (s. d. I. Bd. S. 72) nahm sich
desselben an und ließ ihn auf seine Ko-
sten nach Düsseldorf reifen, wo er sich
unter den Koryphäen der dortigen be- '
rühmten Schule weiter ausbildete.^ Von
dort schickte er von Zeit zu Zeit seine
Arbeiten nach Wien ein, mit denselben
schönes Zeugniß seines Fortschrittes ge-
bend. 185)4 reiste er nach Paris, um die
franz. Schule zu studiren, kehrte aber
schon nach einem halben Jahre nach Wien
zurück, wo er sich 1856 mit einer Wie-
nerin vermal:e und seither seinem häusli-
chen Glücke und dcr Kunst lebt, die ihn
zu ihren begünstigten Jüngern zählt.
Von seinen Bildern, welche theils dem
historischen Fache und historischen Genre,
in neuerer Zeit aber dcm eigentlichen
Genre angehören, waren außer dem schon
erwähnten „Tasso" in den Ausstellungen
des (neuen) österr. Kunstvereins seit 1851
zu seben: „3lcr Besuch im Kerker" (1851,
300 fl.); — „Ner Vorleser" (1852, Nov.,
80 Thaler); — „Gelungene in der Kirche"
(Ebeuda, 200Thlr., für die Verlos, gek.);
— „Ant Ullnrlltl von Künigsaal ermähnt den
jungen R'änig Wenzel nun Böhmen um Grabe sei-
neZ Vaters" (1853, Apr i l , 250 f l .); —
„Kaiser Friedrich ll. der Whcnstaute und Peter
de TiuriZ" (1853, Dec., um 450 fl. für die
Verlos. 1854 gek.); — „Hanns Hemmlmg
nach der Schlacht uan Nanrn, im Hospitale zll
Brügge" (1854, Febr., 250 fl.); — „Nie
reuige Gachter" (1855, Febr., 350 fl.); —
„Ner Hirtenknabe Mantegna wird ;u Jar. Hquar-
eianr gebracht" (1855, Apr i l , um 200 fl.
vom Verein zur Verlos. 1855 angek.); —
„Tebrrgülir eines der Kirche verlobten Rinde5"
(1855, Dec., um 350 fl. zur Verlos. 1856
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon