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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
Page - 395 -
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Page - 395 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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395 Nnd stellte sie als Richtschnur zu dessen Fortsetzung auf. Almanach der kais. Akademie der Wissenschaften (Wien, CtaalSdruckcrei, 8°) IV. Jahrg. 1854, S. I2l» sim Berichte des General-Secretärs^. — Sitzungsberichte der mathemat.-natnrwiss. Classe der kais. Akademie der Wissenschaften (Wien, Staatsdr., 3°.) V. Nd. S. 228, 347, H70 und 452. Fuchs, Ferdinand (Musiker, geb. zu Wien 11. Febr. 1811. gest. ebenda in der Nacht vom 6. anf den 7. Jänner 1848). Sein Vater stand im Dienste des Erzherzogs Ferdinand E st e nnd liebte sehr dieMusik. Da derKnabe früh großes Talent für diese Kunst zeigte, erhielt er auch noch sehr jung einen Lehrer im Hiolinspiele. Mt8I< spielte er fertig die Geige; später ertheilteihm Mogele denUnterricht, nnd als der berühmte Friedr. Wilh. Pixis, der Schwager von F.'s Mutter, nach Wien kam, entsprach Ferdinands Vater den Wünschen des Knaben, ihn mit Pi i is nach Prag gehen zu lassen, wo er das Conser- vatorium 1825—31 besuchte. Während dieses sechsjährigen Besuches deö Prager Conservatoriums war F. wohl ein voll^ endeter Violinspieler geworden, verstand aber von der Compositiou noch nichts. Er nahm nun — 20 Jahre alt — vor- erst Unterricht darin bei Dionys Weber und als er Aug. 1832 nach Wien zurück- kehrte, bei Ios. vonBlumeuthal (s. d. I.Bd.S.446). Zugleich übte er sich fleißig imViolinspiel.trat 24.Iän.1836 in seinem ersten Concerte auf, in welchem er bereits eigene Compositiouen, darunter: „Onuer- turt in llllloll für das ganze Orchester" vortrug. Im I . 1838 wurde er Mttglied des kais. Hofoperntheatcr-Orchesters (bei der ersten Violine) uud nun verlegte er sich mit allem Eifer auf die Composition. In die- serZeit fchrieb er mehr alsStudie wie zum Zwecke derAufführung seine erstfOper„Ver Gag der Verlobung" , wovon nur Einzelnes zur Aufführung kam. In mehreren Con- certen , welche er nuu von Zeit zu Zeit gab, trat er mit neuen Compositionen auf, darunter mit dem „Notturno" , einer älteren neu bearbeiteten Eomposition (II. Concert 6. Jänner 1841) und mit der „Gnnertnre p Grillparzers Graum ein leben" (Hl. Concert 6. Jänner 1842). 1843 legte er, weil ihm die Proben zu viel Zeit raubten, seine Stelle beim Orchester nieder und übernahm den ihm angetragenen Po- sten eines Lehrers der Gesangschule an der prolest, hauptschule und eines Cantors der beideu evangelischeu Kirchen in Wien, sowie die provisorische Dircction der Zög- lings - Concerte des Conservatoriums, welche er bis April 1844 behielt. I n diese Zeit fällt eine für das Leben des Künstlers einflußreiche Episode. In einer Probe von Meyerdeers „GMll inen" sang ein Mädcheu die Parthie des Pagen mit so geringem Erfolge, daß es daS Vorhaben, noch ferner die Bühne zu be- treten, aufgeben zu müssen schien. Da faßt des Mädchens Hand eine andere Hand uud führt es hinter die Coulissen. „Ich werde heut zu Ihnen kommen und mit Ihnen den Part ein studiren, verzagen Sie nicht, Alles wird sich zum Besten wenden". Dies waren die Worte deS helfenden Freundes. Bald darauf singt das Mädchen die Parthie des Pagen und erntet rauschenden Beifall; dieser Freund war Fuchs und das Mädchen: die nach- mals gefeierte Tuczek. Die Schülerin fesselte bald auch das Herz des Künstlers und übte Einfluß auf dessen künstlerische Richtung; Verhältnisse von Außen trenn- ten jedoch den Bund der Seelen. Eine mit seinem Freunde Prechtler (s. d.) nach Deutschland unternommene Reise hatte fördernde Verbindungen mit der Fremde zur Folge und rief durch wech- selseitige Anregung des Dichters und Musikers dessen Hauptwerk die Oper: „Outtrnlirrg" in's Leben, wozn Prechtler das iidretto schrieb. Im I . 1844 war die Oper vollendet und wurde 1845 bei
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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