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Nllch Palästina ill NlllSter Mori Hbschitll nun
«in« Familie" (800 si.). Seither war nie
wieder etwas von seinen Arbeiten in die
Oeffentlichkeit gelangt. — Dieser Künst-
ler ist, wie es scheint, ein Sohn des Kar l
Geyling, des bekannten Landschafters
und ausgezeichneten Glasmalers, dessen
Landschaften z. B.: „Gine Nunangeglnd"
(Wiener Kunstausstellung 1834); —
„Mnhle ulüi Pnrkrrsdurt" (Ebenda 1850)
und „Tier u°n HallZtadt" (Ebenda, 110 fl.)
öffentlich ausgestellt waren. I m I . 1843
begann er aber auf die Glasmalerei sich
zu verlegen, und zeichneten sich seine Ar-
beiten — bei deuen er ganz als Autodi-
dact vorgegangen war — durch Reinheit,
Schmelz und Feuer der Farben aus. I m
Jahre 1844 waren mehrere seiner Glas-
gemälde: Gegenden von Ischl und Hall-
ftadt, ausgestellt, und wurdeu dieselben
als höchst erfreuliches Zeugniß des Fort-
schrittes einer Kunstgattung, als deren
Neubegründer in Oesterreich G. zu be-
trachten ist, vou Kennern begrüßt.
Ueber Joseph: Ausstellungs - Kataloge der I.
1834, 1850, und des neuen östr. Kunstvereins
Jänner 1353. — Ueber Karl: Frankl (Dr.
L. A.), Sonntagsblätter. II. Jahrg. (Wien
1343) S. 93. — Dieselben 1344, S. 574.
Gfllll, Anton (M aler, geb. im Kaun-
serthal im Tyroler Bezirk Ried 7. Oct.
1725, gest. zu Wien 1770). Seiner Nei-
gung für die Kunst folgend, ging er nach
Wien^ bildeie sich
an der Akademie uud er-
hielt sich durch Zeichuenuuterricht, den er
im Waisenhause am Nenuweg ertheilte;
spater arbeitete er unter Autouio Ga l l i
da Bibiena (s. d. S. 70 d. Bds.) und in
Paris unter dem königl. Architekten und
Maler Servandoni. 1757 wurde er
Mitglied der Akademie. Er verlegte sich
vorzüglich auf Perspectiv- und Historien-
malerei und leistete in beiden bemer-
kenswerthe Arbeiten. Er machte Reisen
nach Deutschland, Frankreich, Italien;
einem Rufe nach Rußland als Theater- maler folgte er nicht, sondern blieb in
Wien. Seine Arbeiten sind hie und da
zerstreut, Fresken und Altarblätter in
der Augustinerkirche zu Brück an der
Leitha, in der Capelle des Schlosses in
Rotz, bei den Paulinern in Hernals; in
der Schloßcapelle zu Preßburg; im Speise-
saal des Klosters Fürstenzell; eine „Vnbe-
üeckte OinptiingniSZ Maria", Altarbild in
Karlstadt; — „Nie Steinigung des heiligen
Stephan" , Hochaltarbild für die Pfarre in
Salzbach; große und zahlreiche Fresken
im Bibliotheksaal des Klosters Viktring bei
Klagenfurt uud im Sfteisesaal ebenda.
Vortreffliches leistete G. in der Decora-
tionsmalerei, und De Luca zählt Meh-
reres im unten bezeichneten Werke auf.
Auch hatte G. einen Plan zur Verschö-
nerung und Erweiterung der kais. Hof-
burg in Wien entworfen, wodurch diese
ihrem Aeußern nach in eine wahrhaft
kaiserl. Residenz wäre umgestaltet wor-
den, jedoch kam es nicht zur Ausführung.
Im besten Alter — mit 45 Jahren —
raffte der Tod den Künstler dahin.
lDe Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Ver-
such (Wien 1778) I. Bdes. 2. St. S. 304. —
Müller (Fr.), Die Künstler aller Zeiten,
u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner u. Seubert,
Lex. 8«.) II. Bd. S. 191. — Tirolisches
Künstler-Lexikon (Innsbruck 1830, F. Rauch)
S. 62. — Oeftr. Nation.-Encyklopädie (von
Graffer und Czikann), (Wien 1835)
II. Bd. S. 369 lnach dieser heißt er Anton).
— Staffier (Johann Jakob), Das deutsche
Tirol und Vorarlberg, topogr. . . . (Inns-
bruck 1847, Rauch, 8".) I. Bd. S. 217. —
Fueßli, Allg. Künstler-Lexikon .. . I. Bd.
S. 435. — Nagler (G. K. Dr.), Neues
allgem. Künstlcr-Lexikon (München 1835, 8°.)
V. Bd. S. 125 lnach diesen beiden führt er
den Vornamen Johanns — Mensel ( I .
G.), Teutsches Künstler-Lexikon... I. Bd.
S. 288. — G raff er gibt 1770 als seiir
Todesjahr an; jedoch hat G. noch für die
Kunstausstellung 1771 ein Basrelief grau in
Grau gemalt; es ist also obiges Todesjahr
zweifelhaft.
Ghega, Karl Ritter von (Architekt,
geb. zu Venedig 13. Juni 1808). Ent-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon