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buch gewählt; — „Musikalische Nläitchen ^
Seit" (Ebenda 1810); — „Musikalische
Kilchenklllender", I. Theil (Ebenda 1822)
— „Kirchenmusik-Ordnung. Erklärendes Hand
buch des musikal. Gottesdienstes .. ." (Wien
1828, 12°.). Auch gab er mehrere Zeit-
schriften heraus, welche aber alle immer
bald wieder aufhörten, als: die „Nnsiku-
tische Mllnatschritt" (Linz 1800), 4 Hefte
— „Notizen einer Seitschrift" (Ebd. 1812)
3 Hefte; — eine „Musikalische Aritnng tiii
- die iisterr. Staaten" (Eb. 1812). — Von dem
„Allgem. musikalischen VeiiKun" (Linz 1812
erschien nnr eine Abtheilung, die Buch-
staben von A — I umfassend, übrigens ist
das Werkchen ohue Werth. Von aller
hier genannten Schriften führt dasKay-
ser'sche Bücherlexikon auch nicht Eine an
Besondere Verdienste erwarb sich G. als
Domcapellmeister um die Bibliothek der
Stadtpfarre, die er mit einer Samm-
lung von etwa 5000 Musikalien berei
cherte. Er selbst aber befaß eine interes-
sante und Werthdolle Sammlung theore
tischer Werke über Musik, von Gesangs-
und Musikpiecen, Instrumenten und Au»
tographen berühmter Tvnkünstler. Ein
Werk, worin er mehr als 600 Instru
mente aller Gattungen alter nnd neuer
Zeit aus allen Welttheilen beschrieb und
systematisch claMcirte, ist nebst den Ab-
bildungen der Instrumente in Handschrift
vorhanden. G. stand mit ausgezeichneten
Tonkünstlern im innigen und brieflichen
Verkehre u. a. mit Mozart, Joseph und
Michael Haydn, und Abb6 Vogler
wohnte mehrere Jahre bei ihm.
Nllg. Wiener Musikzeitung, herausg. von Aug.
Schmidt. 1841, Nr. 70: „Gallerie jüngst
verstorbener vaterländischer Tondichter." —
Neues Universal-Lexikon der Tonkunst (be-
gonnen von Schladebach und fortgesetzt)
Bon Ed. Bernsdorf (Dresden 1857, Schä-
fer, 8°.) II. Bd. S. 188. — Schilling
(G. Dr.), Das musikalische Europa (Speyer
1842, F. C. Neidhard, Z>. 8°.) S. 120. —
Oeftr. National-Encyklopädie (von Gräff er
u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 384 Inach dieser und den drei vorstehenden Quellen
ist G. am 21. Febr. 1764, nach der folgenden
1762 geboren). — Pi l lwe in (Benedikt),
Linz, Einst und Jetzt... (Linz 1846, Schmid)
I I . Bd. S. 38. — Gerber (Ernst Ludwig),
Neues histor.-biograph. Lexikon der Tonkünftler
(Leipzig 1812, Kühnel, gr. 8°.) I I . Bd. Sp. 343.
— Becker (Karl Ferdinand), Systematisch-
chronologische Darstellung der musikalischen
Literatur von der frühesten bis auf die neueste
Zeit (Leipzig 1836, Rob, Friese, 4°.) S. 297,
421, 511. Nachtrag (Eb. 1339) S. 35 u. 45. —
Außer dem obigen Franz X. sind noch anzuführen:
Anton G., ein Enkel des Franz Xaver
und Sohn des Musikalienhändlers FranzG.,
war 29. Dec. 1826 geb. und ist am 24. Febr.
18Z8 gestorben. Seit 1854 war er öffentlicher
Gesellschafter seines Vaters. lNeue Wiener
Musikzeitung, herausgeg. von F. Glöggl .
185s, Nr.'9. — Illustr. Novellenzeitung 1868,
Nr. 19.) — Franz G. (geb. um 1800), Be-
sitzer der Musikalienhandlung in Wien. Be-
gründete im 1.1851 die neue Wiener Musik-
zeitung, die noch gegenwärtig erscheint und
in der Zeit des Verfalles der Tonkunst in
Wien für die Förderung derselben wirkt. Er
ist ferner Archivar und Exved'ent der Gesell-
schaft der Musikfreunde und Cbordirectvr an
der Paulanerkirche auf der Wieden in Wien.
^ Joseph G. (geb. 1800, gest. zu Lemberg
8. Mai 1858) war durch beinahe 40 Jahre
Theaterunternehmer zu Salzburg, Laibach,
Brunn, Preßburg und zuletzt in Lemberg. Er^
ist ein Sohn des Franz Xaver und ein
Bruder des Franz G. lNeue Wiener Musik-
zeitung 1858, Nr. 19.)
Glogowsti, Georg (Maler, geb. in
Lemberg 1777, gest. ebenda im Sept.
1838). Besuchte die Schulen semer Va-
terstadt und nahm Unterricht in der Kunst
bei dem Lemberger Maler B ie lawsk i .
Zugleich trieb er das Studium der Geo-
metrie und Architektur. I m Jahre 1803
wurde er von dem Krakauer Gubernium
als Geometer u.Baumeister angestellt und
kam später nach Lemberg als Adjunct bei
der kais. Baudirection, welche Stelle er
bis an seinen Tod bekleidete. Im obgen.I.
wurde er mit der Wiederherstellung der
Basteien und Thore Krakau's beauftragt
und löste diese Aufgabe ganz im Geiste
er mittelalterlichen Structur dieser Bau-
werke. Zugleich nahm er auch die Ansich-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon