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ten derselben auf, bereiste das ganze Land,
zeichnete die Schlösser, Ortschaften und
denkwürdigen Gegenden, die verschiede-
nen Trachten der Landleute u. dergl. m.
Diese Folge von hundert und mehr auf
das Sorgfältigste in Wasserfarben ausge-
führten Kunstblättern kam nach seinem
Tode in den Besitz des emsigen Samm»
lers und Kunstkenners Gwalbert Rit-
ter von Pawlikowski. G. war auch
ein geschickter Miniaturmaler, und nach
seinen Entwürfen sind eine Reihe von
Jahren hindurch die Katafalke, Triumph-
pforten u. ,a. m. bei öffentlichen Festen
und Trauerfeierlichkeiten ausgeführt wor-
den. Von seinen oben augeführten Kra-
kauer Ansichten
sind
4 von K. W. Kiese-
liiiski in den I . 1^41 und 42 gestochen
worden.
. (TikkkU 1350) 6. 219. —
a»°li)) Lto^vllik nwia^o^ pol-
-- ekicb, d. i. Lexiton der polnischen Maler
(Warschau 1850, Qrgewrand, gr. 8°.) I I I . Bd.
-S. 213. — Der von Dlabacz (Gottfried
Ioh.) in seinem Allg. histor. Kiinstler-.Lexiton
für Böhmen (Prag 1815, Haase, 4".) I. Bd.
Sp. 469 erwähnte Kupferstecher Georg Glo-
gowsk? ist allem Anschein'nach der obige
polnische Künstler.
Glovar,
siehe:
Glavar, Peter S. 212.
Mowllcki, Johann Nepomuk (Mal er,
geb. w Krakau 1802, gest. ebenda 28.
Juli 1847). Sohn eines Krakauer Bür-
gers, besuchte die Schulen seiner Vater-
stadt und trat daun in die Krakauer Aka-
demie der bildenden Künste. Nach eini-
gen Jahren ging er nacb Prag und Wien,
in letzterer Stadt besuchte er 3 Jahre die
Akademie der bildeuden Künste und. ver-
vollkommnete sich
unter Steinfeld in der
Malerei. Als er nach Krakau zurück-
kehrte, wurde er Lehrer der Zeichnenkunst
aui Lyceum S. Anna daselbst und außer-
ordentlicher Professor der Malerei au
der Iagiellonischen Universität. Auf Ko-
sten der Krakauer Regierung machte er Reisen in's Ausland, um sich in der Kunst
zu vervollkommnen, besuchte München,
Italien, und blieb zwei Iabre in Rom.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat 1835
übernahm er seine vorige Stelle am St.
Annen-Lyceum und wurde noch Zeich-
nungsprofessor an der technischen Schule.
Er verließ Krakau nicht mehr, lebte aus-
schließlich der Kunst und hatte seine Ge-
sundheit durch anhaltendes Arbeiten so
sehr geschwächt, daß er im Alter von 45
Jahren nach kurzer Krankheit starb. G.
malte in Oel, Heiligenbilder, Studien-
köpfe, Porträte, insbesondere aber Land-
schaften. Alle Jahre machte er Ausflüge
in die Umgegend Krakau's und fesselte
die herrlichen und historisch-denkwürdigen
Parthien dieser an Naturschönheiten so
reichen Landschaft auf die Leinwand. Ins-
besondere die wilde Romantik der Kar-
pathen glückte seinem Pinsel vortrefflich.
Seine Landschaften werden gesucht. In
früherer Zeit arbeitete er auch Aquarelle
und Miniaturen, doch war er darin we-
niger glücklich. Von seinen Gemälden,
von denen mehrere in der Berliner Aus-
stellung 1838, uud in den Warschauer
Ausstellungen der Jahre 1841 und 45
zusehen waren, sind bekannt die Land-
aften: „Ansicht von Ntagum"; — „Felsen-
parthie im Tatra"; — „Ansicht der Felsen nun
nnd nun Krakan" ; — „3er grüne
See in den Karpathen" ; — „Nas Meerange in
den Karpathen"; — „Ner Berg Pqszna im
Tatra" ; — „Nie Ansicht von Giemunt"; —
„Na5 Thal Gjrum", diese 7 Bilder befinden
sich in der Sammlung des Thom. Zie-
liriski. — „Das Meerange", eine zweite
Ansicht (N. 30", Vr. 44"); — „Ansicht
des Klosters Gyniec" (N. 19", Lr. 24"); —
„Ansicht des Kagrinslkchngels" (II. 19" , Lr.
24"); — „Ansgang dis Thales Kllsrirler im
Gatra" (2. 21 " , Vr. 18"); — „Ner Tr- ^
Sprung öes schwarzen Nunasli im Tatra" (N. 21",
Vr. 18"); — „WassertaU des meissen Nnnajn
" (N.-22", Sr. 19"); — „Au-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon