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und Flugschriften zerstreut. Eine deutsche
Uebcrsctzung dieses Wertes erschien von I .
G. Tiegmeyer unter dem Titel: „Ueber
den Ritter v. Gluck und seine Werke. Briefe
von ihm und andern berühmten Männern
seiner Zeit" (Berlin 1823. Voß'sche Buchh.).
Siegmeyer bezeichnet den Abb4 Arnaud
als Herausgeber dieses Buches, nach Bar-
bier ist es aber der Abbs Gaspard Michel,
genannt Leblond, Antiquar u. Bibliothekar
am coII^L 2l222rw (geb. 24. Nov. 1733,
geft. 17. Juni 1809). Tie vollständige Ueber-
sicht der verschiedenen Aufsätze, welche in die-
sem Werke enthalten sind, gibt Ant. Schmid
in der mehrcrwähnten Biographie G l u
ck s
S. 196—305. — Ri edel (Frdr. Just), Ueber
die Musik des Ritters Christoph von Gluck,
verschiedene Schriften gesammelt und heraus-
gcgcöen von , . . (Wien 1775, Thom. Edl. v.
Trattnern, kl. >>".). — Abendzeitung, herausg.
von Theodor Hel l (Tresden, kl. 4".) 1825,
S. 347: „Gluck" ^Bemerkung der Mad. G en-
l is übcr den Tonkünstler, welche
sich in ihren
Memoiren befindet!. — Forkel(Ioh. Nikol.),
Musikalisch-kritische Bibliothek (1778) I. Bd.
S. 5^—210: „Neber die Musil des Ritters
Christoph von Gluck." — Correspondent von
und fiir Teutschland 1857, Nr. 56 und 57
IZluözug cincs Vortrages, den der geistreiche
Riel ' l in München am 26. Jänner 1857 über
den iu der Geschichte der Musik Epoche n:a-
chcnd?:i Ltrcir dcr Gluckisten und Piccinistcn
gehalten hat^'. — Leipziger musital. Zeitung
XIV. Bd. S. (-3l: „Urthcil von Rousseau
übcr die Musi? von Gluck." — Talon (Pra-
ger Untcrhaltungsblatt), rcdigirt von Hickel
1854, Nr. io7: „Gluck unb Wagner" ^inc
scharfsinnige, von dcm Verfasser der „Musi-
kalisckcn Briefe" gezogene Parallele zwischen
Gluck und Wagner, dem Compositi'ur des
„Tannhäuscr"^. — Wiener Zeitschrift, heransg.
vonWitthauer 1812, S. 1573. 1581, 15sl>:
„Christoph Ritter von Gluck und die antike
Clafsik" von Felix Bamberg.
V. Briefe von Gluck. Facsimilien seiner Hand-
und Notenschrift. Berliner Figaro. VII. Ihrg.
1837, Nr. 85: „Briefe von Ritter Gluck"
les sind zwei Briefe: der erste an einen Un-
bekannten N. N., Bedingungen, die Auf-
führung seiner »^rmiäe" in Paris betreffend
und mit Bemerkungen über die Opern:
„H.1«öte« und „OrxUeus"; — der zweite
an den Herausgeber des Msrenrs äs,
^rauce", worin er die Erfindung der neuen !
Art der italienischen Oper ablehnt und
Calzabigi als denjenigen bezeichnet, dem
allein alles Verdienst in dieser Sache zukommt
Auch wird die Vorrede zur ersten Original-! ausgäbe der «^Iceste" mitgetheilt. Tiese und
die Briefe sind aus dem Französischen übersetzt!.
— Dieselben Briefe sind auch abgedruckt im
Feuilleton der „Brünncr Zeitung" 1856, Nr.
265—287 ; — im Frankfurter Konversations-
blatt 1856, Nr. 280—282; — im Abendblatt
zur Neuen Münchener Zeitung 1856, Nr. 280,
282, 283. Es ist interessant, diese bereits vor
20 Jahren in einem deutschen Blatte (Berliner
Figaro) mitgetheilten Briefe plötzlich als eine
Novität, welche wieder zuerst im „Staats-
anzeiger für Würtemberg" von A. Lewald
mitgetheilt wirb, die Runde durch die ver-
schiedenen Journale machen zu sehen. Die
Briefe sind schon zwanzig Jahre dem musika-
lischen Publicum bekannt und ihr Wieder-
abdruck ist nur insofern bemerkenswerth, als in
demselben die Briefe vollständiger mitgetheilt
werden, als dics bei dem Abdruck im „Berliner
Figaro" der Fall ist. — (Lemberger) Leseblätter,
herausgegeben von v i . Moriz Nappaport .
1343, S. 1117: „Ein Brief von Gluck.
^. 2lonsi6ui> Nongienr Tiopstook", äs ä2.tc>
Wien 24. Juni 1775 ^Uebersendung der Com-
positionen, über seine Versuche in Wien für
Hebung der Musik zu wirken, wobei er die
Bemerkung fallen läßt: „Ueber dieses muß
man auch aunoch die gutte Aiertlstunde be-
obachten , umb Etwas effeltuiren zu können,
bey großen Hoffen sindt man selten gelegen-
hcit Etwas guttcs anzubringen." Ter Brief
befindet sich in der Polchau'schen Auto-
graphensammlung der l. Bibliothek in Berlin).
— Ter Freimüthige (Berliner)Unterhaltungs-
blatt. 1828, Nr. 193, S. 770: „Ein Brief des
Ritters v. Gluck an Klopstock, äe äato Wieu
10. Mai 1780" lüber die Unmöglichkeit, die
Production der ^I<:s5te" mit Worten zu
erklären; — auch im (Hamburger) Freischütz
1323, S. 742). — Ter Gesellschafter von
Gubitz, 1822, Nr. 165, S. 732: „Gluck an
Herrn N." ^vertraulicher Brief mit Bemer-
kungen über Marmonte l , Hebert, über
seine Opern: „^.!ce5tü", ^rmiäb^, „Or-
pkenä"^. — Frank! (L. A. Dr.), Sonntags-
blätter 1842 (I. Jahrg.) Nr. 12: „Briefe
einiger österreichischer ausgezeichneter Män-
ner", mitgetheilt von Karo'line Pichler
^darunter ein Brief von Gluck; derselbe
ging alsbald in andere deutsche Blätter,
unter anderen in's Frankfurter Konvex' 'tions-
blatt 1842, S. 439 über; nach de. Hand
stellte es sich aber heraus, daß sich Frau Ka-
roline Pich ler getäuscht habe, als sie diesen
Brief für einen von Gluck hielt. Sie be-
kannte öffentlich ihren Irrthum in den„Eonn-
tagsblättern" 1842, S. 244. Vergleiche übri-
gens darüber den Aufsatz: „Ueber einen vor-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Füger-Gsellhofer, Volume 5
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Füger-Gsellhofer
- Volume
- 5
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1859
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 426
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon